<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Biblionik &#187; Yahoo</title>
	<atom:link href="http://biblionik.de/tag/yahoo/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://biblionik.de</link>
	<description>Zur Revolutionierung von Bibliothek und Wissensorganisation durch das Internet</description>
	<lastBuildDate>Mon, 16 Jan 2012 18:35:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Vom anonymen Objekte-Orakel zum persönlichen sozialen Suchraum</title>
		<link>http://biblionik.de/2008/08/04/sozialer-suchraum/</link>
		<comments>http://biblionik.de/2008/08/04/sozialer-suchraum/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 20:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Recommender System]]></category>
		<category><![CDATA[Relevance Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Semantic Web]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Suchraum]]></category>
		<category><![CDATA[Websuche]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://biblionik.de/?p=32</guid>
		<description><![CDATA[	
	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Vom+anonymen+Objekte-Orakel+zum+pers%C3%B6nlichen+sozialen+Suchraum&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2008-08-04&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2008/08/04/sozialer-suchraum/&amp;rft.language=English"></span>
Der neue personalisierte soziale Suchraum von delicious erinnert daran, daß die Zukunft der Websuche nicht nur in der Objektivierung durch anonymes Ergebnis-Ranking, automatisiertes Empfehlen und semantische Verknüpfungen liegt, sondern auch im Web als einem sozialen Werkzeug in der Hand seiner Benutzer. Nach dem Redesign des Social-Bookmarking-Dienstes del.icio.us (jetzt: delicious.com) sind die eigenen Bookmarks sowie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	
	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Vom+anonymen+Objekte-Orakel+zum+pers%C3%B6nlichen+sozialen+Suchraum&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2008-08-04&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2008/08/04/sozialer-suchraum/&amp;rft.language=English"></span>
<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=32"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>[Bild nicht gefunden]Der neue <em><strong>personalisierte soziale Suchraum</strong></em> von <a href="http://delicious.com/" class="liexternal">delicious</a> erinnert daran, daß die Zukunft der Websuche nicht nur in der Objektivierung durch anonymes Ergebnis-Ranking, automatisiertes Empfehlen und semantische Verknüpfungen liegt, sondern auch im Web als einem sozialen Werkzeug in der Hand seiner Benutzer.</p>
<p><span id="more-32"></span></p>
<p>Nach dem <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/delicious_finally_launches_ver.php" class="liexternal">Redesign</a> des Social-Bookmarking-Dienstes del.icio.us (jetzt: <a href="http://delicious.com/" class="liexternal">delicious.com</a>) sind die eigenen Bookmarks sowie die des persönlichen Netzwerks separat von der Gesamtheit alles Bookmarks durchsuchbar.</p>
<p>Warum jedoch sollten sich Internet-Benutzer die Mühe machen, ein Netzwerk aufzubauen und gezielt darin zu suchen? Sind Einfachheit und Usability, verkörpert in <strong><em>einem</em></strong> einzigen Suchschlitz, sowie in der gut funktionierenden Relevanz-Beurteilung bei Google oder dem Empfehlungs-Mechanismus bei Amazon, nicht das Maß aller Dinge?</p>
<p>Nein, keineswegs. Wir alle verbringen einen großen Teil unserer Zeit und Aufmerksamkeit mit dem <em><strong>Aufbauen, Pflegen und Benutzen sozialer Kontakte</strong></em>. Die Bedeutung des Mediums Internet stieg (und steigt weiter) zusammen mit seiner Brauchbarkeit als Instrument für eben jenes Aufbauen, Pflegen und Benutzen sozialer Kontakte.</p>
<p>Google und Amazon scheinen das Internet in eine anonyme Gesamtintelligenz zu verwandeln. Wir sollen nicht mehr wissen müssen, <em><strong>wessen</strong></em> Hyperlink oder <em><strong>wessen</strong></em> Kaufentscheidung zum hohen Pagerank bzw. zur personalisierten Kaufempfehlung geführt haben. Google bzw. Amazon haben immer schon nachgezählt, uns &#8220;die Arbeit abgenommen&#8221;, und präsentieren das Ergebnis auf einer scheinbar übersichtlichen, eindimensionalen Skala.</p>
<p>[Bild nicht gefunden](<em><strong>Zur Abbildung: </strong></em>Auch die Shared Items des persönlichen Netzwerks im englischsprachigen Google Reader sind bereits separat durchsuchbar.)</p>
<p>Die Wahrheit ist aber komplizierter. Kein Link und keine Kaufentscheidung ist wie die andere &#8212; vor allem <em><strong>wollen wir sehen, wer</strong></em> jeweils dahinter steckt.</p>
<p>Wir wollen unsere Freundschaften und Bekanntschaften aus der realen Welt möglichst online wiederfinden.</p>
<p>Wir wollen durch neugierige Blicke auf unbekannte Benutzerprofile und <a href="http://www.twoantennas.com/projects/delicious-network-explorer/" class="liexternal">soziale Vernetzungs-Diagramme</a> herausfinden, ob es sich lohnt, jemandes Entscheidungen genauer zu betrachten.</p>
<p>Wir wollen uns mit anderen vergleichen, Gemeinsamkeiten und Unterscheide entdecken, und freuen uns besonders, wenn wir Gemeinsamkeiten entdecken, die so stark sind, daß sie einen gewissen Grad von Abstraktion in der Kommunikation erlauben. Um solche Momente virtueller Gemeinschaftlichkeit drehen sich Social-Bookmarking-Dienste, und auch die schillernden neuen Lifestreaming-Dienste wie <a href="http://friendfeed.com/about/" class="liexternal">FriendFeed</a>.</p>
<p>Oft wir suggeriert, die Zukunft des Retrievals im Web könne nur darin bestehen, inhaltliche Zusammenhänge zwischen Informationsobjekten auszudrücken und abfragbar zu machen &#8212; das <strong><em>Semantic Web</em></strong>. In der Tat liegt darin ein Potential, das über die Eindimensionalität gewichteter Sichwort-Suchergebnislisten weit hinaus geht.</p>
<p>Doch die Fokussierung auf Informations<em><strong>objekte</strong></em> läßt leicht vergessen, daß es Individuen sind, die diese Informationsobjekte miteinander teilen wollen. Wir brauchen daher personalisierte soziale Suchwerkzeuge, wie Google und Yahoo sie nun allmählich anzubieten beginnen.</p>
<p>Und damit einhergehend brauchen wir Werkzeuge, mit denen einzelne Web-Benutzer und ihre Communities die immer stärker modularisierten Suchräume bedarfsgerecht wieder zusammenführen können.</p>
<p>Der <em><strong>Suchraum von morgen</strong></em> ist nicht mehr das steinerne Orakel einer scheinbar allumfassenden Websuche, sondern sieht eher aus wie eine <em><strong>Explosion im Kinderzimmer</strong></em>, nach der man jedes einzelne Lego-Bausteinchen wieder aufsammelt und alles so zusammensteckt, wie man es gerade braucht. Delicious-Anbieter Yahoo hat mit <a href="http://developer.yahoo.com/search/boss/" class="liexternal">BOSS</a> (Build your Own Search Service) soeben ein Werkzeug dieser Art veröffentlicht.</p>
<p>Last not least: Das <em><strong>Semantic Web</strong></em> wird überhaupt nicht sein, wenn es nicht zugleich auch ein <em><strong>Social Web</strong></em> ist. Mit &#8220;dem Sozialen&#8221; meine ich die Mühelosigkeit und den egoistischen Nutzen beim Herstellen neuer Links, seien das nun simple Bookmarks oder ausgefeilte semantische Ausdrücke. Erst dieses soziale Element läßt die erforderliche kritische Masse semantischer Verknüpfungen entstehen.</p>
<p>Das läßt sich nicht nur an Wikipedia und LibraryThing beobachten. Mindestens ebenso aussagekräftig ist, daß selbst eine Nachrichtenagentur wie Reuters eine Semantic Web-Strategie verfolgt, indem sie <a href="http://www.hyperorg.com/blogger/2008/02/13/reuters-semantic-web-web-service/" class="liexternal">ihre Dienste und Daten nach außen stülpt</a> und versucht, all dies für Webbenutzer möglichst bequem anwendbar und nützlich zu machen.</p>

	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/recommender-system/" title="Recommender System" rel="tag">Recommender System</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/relevance-ranking/" title="Relevance Ranking" rel="tag">Relevance Ranking</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/semantic-web/" title="Semantic Web" rel="tag">Semantic Web</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/social-software/" title="Social Software" rel="tag">Social Software</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/suchraum/" title="Suchraum" rel="tag">Suchraum</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/websuche/" title="Websuche" rel="tag">Websuche</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wissensmanagement/" title="Wissensmanagement" rel="tag">Wissensmanagement</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/yahoo/" title="Yahoo" rel="tag">Yahoo</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://biblionik.de/2008/08/04/sozialer-suchraum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Googles Knol &#8211; keine Konkurrenz für die Wikipedia</title>
		<link>http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/</link>
		<comments>http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 22:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Knol]]></category>
		<category><![CDATA[Kollaboration]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://biblionik.de/?p=23</guid>
		<description><![CDATA[	
	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Googles+Knol+%26%238211%3B+keine+Konkurrenz+f%C3%BCr+die+Wikipedia&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2008-07-29&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/&amp;rft.language=English"></span>
Googles neue Publikationsplattform Knol wurde bereits vor einem halben Jahr angekündigt und ist nun freigeschaltet worden. Vielleicht haben Danny Sullivan, Torsten Kleinz und andere recht, und Google muß allein schon deshalb einen solchen Versuchsballon starten, weil Konkurrenten wie Yahoo mit Answers bereits eigene Produkte auf dem Markt &#8220;Wissensplattformen mit User Generated Content als Anzeigenumfeld&#8221; platziert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	
	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Googles+Knol+%26%238211%3B+keine+Konkurrenz+f%C3%BCr+die+Wikipedia&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2008-07-29&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/&amp;rft.language=English"></span>
<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=23"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Googles neue Publikationsplattform <em><strong>Knol</strong></em> wurde bereits <a href="http://log.netbib.de/archives/2007/12/15/google-knol/" class="liexternal">vor einem halben Jahr</a> angekündigt und ist nun <a href="http://googleblog.blogspot.com/2008/07/knol-is-open-to-everyone.html" class="liexternal">freigeschaltet</a> worden.</p>
<p>Vielleicht haben <a href="http://searchengineland.com/071213-213400.php" class="liexternal">Danny Sullivan</a>, <a href="http://www.zeit.de/online/2007/52/knol-wikipedia" class="liexternal">Torsten Kleinz</a> und andere recht, und Google muß allein schon deshalb einen solchen Versuchsballon starten, weil Konkurrenten wie Yahoo mit <a href="http://de.answers.yahoo.com/" class="liexternal">Answers</a> bereits eigene Produkte auf dem Markt &#8220;Wissensplattformen mit User Generated Content als Anzeigenumfeld&#8221; platziert haben.</p>
<p>Ein interessantes Nebenprodukt von Knol ist zwar die Idee eines Quasi-Wikis, in dem der ursprüngliche Autor die Kontrolle über seinen Artikel behält und optional Kollaboration erlauben kann. Warum auch ein solches innovatives Moment Knol nicht zu einem Renner machen wird, will ich &#8212; gestützt auf die Vorarbeiten einiger anderer Blog-Autoren &#8212; in diesem Beitrag kurz erläutern.</p>
<p><span id="more-23"></span></p>
<p>Knol soll nicht irgendwie &#8220;besser&#8221; sein als die Wikipedia,  sondern soll Angeboten wie der Wikipedia <em><strong>Marktanteile entreissen </strong></em>&#8211; so fasst George Siemens treffend <a href="http://www.elearnspace.org/blog/archives/003453.html" class="liexternal">zusammen</a>, was an Knol wichtig ist:</p>
<blockquote><p>With up to 30% of Google/Yahoo searches returning links to Wikipedia, Google sees an enormous non-adsensed space. The traffic of Wikipedia makes ad providers salivate. To combat this untapped market, Google opted to create a service called <a href="http://knol.google.com/k#" class="liexternal">Knol</a> (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Und er macht auf den entscheidenden Unterschied in der Gestaltung von Wikipedia und Knol aufmerksam: Bei Knol kann es <em><strong>mehrere Artikel zu einem Thema</strong></em> geben &#8212; und jeder Artikel gehört seinem Autoren.</p>
<blockquote><p>Anyone can create a knol and invite others to contribute. If several people decide to write a knol on elearning, both are allowed to exist. The community can vote and rate article quality.<br />
(&#8230;) Google is essentially stating that individual ownership of articles is important.</p></blockquote>
<p>Google hat bei Knol also die <strong><em>individuelle Autorschaft in den Mittelpunkt</em></strong> gerückt. <a href="http://www.cognitive-edge.com/blogs/dave/2008/07/the_controlling_knol.php" class="liexternal">Dave Snowden</a> sieht in dieser spezifischen &#8220;Abmischung&#8221; von Wiki-Freiheit und autorieller Kontrolle auf der Knol-Plattform gar eine wichtige Einsicht neuerer Wissensmanagement-Ansätze eingeholt.</p>
<p>In meinen Augen relativiert sich diese Neuheit allerdings daran, daß sich auch <strong><em>handelsübliche Wiki-Software entsprechend konfigurieren und benutzen</em></strong> läßt: Man kann den &#8220;Gründer&#8221; jedes neuen Artikels festlegen lassen, ob und welche anderen Benutzer an dem Artikel mitschreiben dürfen, oder ob generell nur Kommentare erlaubt sind. Art und Ausmaß des Erfolgs von Knol sollten allerdings beobachtet werden, um zu erkennen, zu welchen Anwendungsfällen solche Wiki-Konfigurationen möglicherweise passen.</p>
<p>Allerdings steht neben der inhaltlichen Kontrolle des Autors über seinen Knol-Artikel und ggf. einen Anteil der Werbeeinnahmen auch noch die Kontrolle Googles über die wertvollen Traffic-Daten, wie <a href="http://scilib.typepad.com/science_library_pad/2008/07/probably-the-10.html" class="liexternal">Richard Akerman betont</a>.</p>
<p>Patrick Danowski eröffnet einen <a href="http://www.bibliothek2null.de/2008/07/24/google-startet-knol-ein-konkurrent-fur-dokumentenserver/" class="liexternal">weiteren interessanten Gesichtspunkt</a>: Der gesamte Inhalt des Wikipedia-Projekts steht unter einer <em><strong>freien Lizenz</strong></em> &#8212; wer mitmacht, läßt sich automatisch darauf ein.</p>
<p>Knol hingegen interpretiert <strong><em>Offenheit rein technisch</em></strong>. Den Autoren wird es zwar leicht gemacht, per Mausklick eine freie Lizenz zu wählen, aber es können auch alle Rechte vorbehalten werden. Insofern sind die Informationen in Knol zwar lesbar, jedoch nur sehr bedingt vorbereitet auf neuartige semantische Erschließungsstrategien, wie sie bei der (von Patrick beispielhaft angeführten) <a href="http://dbpedia.org/About" class="liexternal">DBpedia</a> umgesetzt werden.</p>
<p>Christian Hauschke <a href="http://infobib.de/blog/2008/07/24/knol-googles-antwort-auf-wikipedia/" class="liexternal">sieht in Knol</a> denn auch einen <strong><em>Testfall für die Motivation</em></strong> derjenigen, die den &#8220;Content generieren&#8221;.</p>
<p>Eines steht fest: Google manifestiert mit Knol sein massives Interesse an allen Segmenten des wachsenden Web-Anzeigenmarkts. Der umkämpfte Anzeigen-Traffic kann nicht nur durch Suchmaschinen generiert werden &#8212; suchmaschinen-zugänglichen &#8220;Content&#8221; benötigt man leider auch noch.</p>
<p>Man kann dazu Bücher scannen &#8212; dann liefern Bibliotheken den Content, und Google setzt die Bedingungen, unter denen die Digitalisate anschließend &#8220;ein bißchen frei&#8221;<sup><a href="http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/#footnote_0_23" id="identifier_0_23" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Alle kooperierenden Bibliotheken scheinen Google vertraglich das Exklusivrecht an der kommerziellen Volltextindexierung zugesichert zu haben.">1</a></sup> zugänglich sind.</p>
<p>Oder man kann Inhalte <em><strong>von Benutzern erschaffen lassen</strong></em>, und Google überläßt es immerhin den Benutzern, wie frei sie ihren Content zugänglich machen wollen.</p>
<p>In beiden Fällen behält Google jedoch die volle <strong><em>Kontrolle über die Infrastruktur der Informationsbereitstellung</em></strong>. Und gibt den Benutzern, anders als die Wikipedia-Community, Automattic (WordPress.com) oder auch Connotea, nicht einmal eine installierbare Open-Source-Version von Knol in die Hand, mit der jederzeit Forks realisierbar wären.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Zwecke von Knol sind allzu sehr Googles Zwecke. Ich kann mir daher kaum vorstellen, daß hier etwas ähnliches wie die Wikipedia entsteht.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_23" class="footnote">Alle kooperierenden Bibliotheken scheinen Google vertraglich das Exklusivrecht an der kommerziellen Volltextindexierung zugesichert zu haben.</li></ol>
	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/google/" title="Google" rel="tag">Google</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/knol/" title="Knol" rel="tag">Knol</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/kollaboration/" title="Kollaboration" rel="tag">Kollaboration</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wiki/" title="Wiki" rel="tag">Wiki</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wissensmanagement/" title="Wissensmanagement" rel="tag">Wissensmanagement</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/yahoo/" title="Yahoo" rel="tag">Yahoo</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

