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	<title>Biblionik &#187; Wissensmanagement</title>
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	<description>Zur Revolutionierung von Bibliothek und Wissensorganisation durch das Internet</description>
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		<title>Wir sehen uns im Frühjahr 2010!</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 09:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Biblionik zu lesen ist vielleicht ganz nett, einander zuzuhören und zu diskutieren ist jedoch interessanter. Daher hier ein Überblick der Veranstaltungen, die ich im Frühjahr 2010 besuchen werde, und worin ggf. mein eigener Beitrag besteht. Am 5. und 6. Februar 2010 findet an der Uni Hamburg das EduCamp 2010 statt. Barcamps wie eben das EduCamp [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=155"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><em>Biblionik</em> zu lesen ist vielleicht ganz nett, einander zuzuhören und zu diskutieren ist jedoch interessanter. Daher hier ein Überblick der Veranstaltungen, die ich im Frühjahr 2010 besuchen werde, und worin ggf. mein eigener Beitrag besteht.</p>
<p><span id="more-155"></span></p>
<p>Am <em>5. und 6.  Februar 2010</em> findet an der <em>Uni Hamburg</em> das <a href="http://educamp.mixxt.de/" class="liexternal">EduCamp 2010</a> statt. Barcamps<strong> </strong>wie eben das EduCamp sind m.E. eine sehr wichtige neue Veranstaltungsform. Sie berücksichtigt, daß in informellen Online-Communities so rasch und intensiv Wissen ausgetauscht und neues Wissen geschaffen wird, daß man die raren Zeitphasen, in denen man viele Teilnehmer einer solchen Community &#8220;im echten Leben&#8221; zusammenbekommt, keinesfalls mit formaler Vorab-Planung ersticken sollte. Stattdessen beschränkt man sich bewußt darauf, die Leute zusammenzubringen, ein paar angenehme Rahmenbedingungen herzustellen, und dann den Dingen ihren Lauf zu lassen. In der quirligen deutschen E-Learning-Community, die sich in diesem Jahr in Hamburg treffen will, fühle ich mich zwar als Zaungast, aber umso besser &#8212; erfahrungsgemäßt entstehen die interessanten neuen Dinge ja in den Randbereichen solcher Communities&#8230; (Hashtag der Veranstaltung bei Twitter<strong>:</strong> <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23ec10hh" class="liexternal">#ec10hh</a>.)</p>
<p>Am <em>18. und 19. Februar 2010</em> findet im Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung (ZBIW) der <em>FH Köln</em> das Seminar <a href="http://www.fbi.fh-koeln.de/zbiw/zbiw-detail.php?id=153&amp;hj=1" class="liexternal">Literaturverwaltung in Zeiten von Web 2.0</a> statt. Diesmal bin ich nicht alleine Dozent &#8212; vielmehr wird das Seminar, eine Premiere, von <a href="http://friendfeed.com/mfenner" class="liexternal">Martin Fenner</a> mitgestaltet. Das ist eine vielversprechende Kooperation, denn Martin beschäftigt sich zwar, ähnlich wie ich, mit webbasiertem Wissenmanagement im Wissenschaftsbereich &#8212; aber er hat einen anderen, bereichernden Blickwinkel auf das Thema. Er forscht und praktiziert als Arzt an der MH Hannover, publiziert u.a. in seinem <a href="http://network.nature.com/people/mfenner/profile" class="liexternal">Weblog</a> im <em>Nature Network</em>, und ist sehr präsent in der internationalen Science 2.0-Community. Martin und ich wollen die zwei Tage nutzen, insbesondere neue Online- und Kollaborationsfeatures von Literaturverwaltungs-Anwendungen zusammen mit den Teilnehmenden auszuprobieren, wobei das Zusammenwirken von Offline und Online besonders intensiv zu untersuchen sein wird.</p>
<p>Am <em>22. Februar 2010</em> findet im Rahmen der Personalweiterbildung der<em> Uni Hannover </em>das eintägige Seminar <a href="http://www.personalweiterbildung.uni-hannover.de/veranstaltungen-29.html" class="liexternal">Einführung in die Literaturverwaltung &#8212; wichtige Funktionen, Werkzeuge und Trends im Überblick</a> statt. Mit diesem Seminar richte ich mich an ein recht spezielles Publikum: Uni-Mitarbeiter, die &#8212; für sich selbst und ggf. auch für andere &#8212; entscheiden müssen, wie und wozu sie welche Literaturverwaltungs- oder Wissensmanagement-Tools einsetzen wollen. Hier werde ich einige kurz- und langfristige Trends erläutern und die Stärken einiger populärer Anwendungen in diesem Bereich exemplarisch vorführen. (Vgl. hierzu auch die <a href="http://www.slideshare.net/lambo/literaturverwaltung-im-wandel" class="liexternal">Folien</a> meines Vortrags für die Ressortbibliotheken der Bundesanstalten.) Ähnlich wie das Literaturverwaltungsseminar für das ZBIW werden die Teilnehmenden auch hier vieles selbst ausprobieren können.</p>
<p>Am <em>5. März 2010</em> findet im Rahmen der <em>CeBIT 2010</em> der <a href="http://www.nordmedia.de/content/digitale_medien/medienwirtschaftsgipfel_niedersachsen_2010/" class="liexternal">Medienwirtschaftsgipfel 2010</a> in <em>Hannover</em> statt. Als Teilnehmer einer vorbereitenden Arbeitsgruppe habe ich dem Veranstalter, dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium, ein Pilotprojekt zum Thema Open Government Data vorgeschlagen (näheres dazu hier <a href="http://biblionik.de/2009/11/03/ein-niedersachsisches-data-gov/" class="liinternal">im Blog</a>) &#8212; ob und inwieweit bis zum Gipfel etwas passiert ist werden wir auf dem Gipfel sehen, und niemand ist gespannter darauf als ich selbst! <img src='http://biblionik.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  (Hashtag: Wie wär&#8217;s mit <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23mwg10" class="liexternal">#mwg10</a>?)</p>
<p>Am <em>17. März 2010</em> werde ich im Rahmen des <em>4. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek </em>(<a href="http://www.bid-kongress2010.de/" class="liexternal">15.-18. März 2010, Congress Center Leipzig</a>) einen Vortrag über <em>Social Media Monitoring für Bibliotheken und Co.</em> halten. (Genauer Titel und Abstract sind noch nicht online &#8212; sobald die Veranstalter ihre technischen Probleme gelöst haben, müßten die Informationen <a href="http://www.conwerk.net/contxt_bidkon10/programme/view_symp_detail_short_abstract.asp?symposiumID=94" class="liexternal">hier</a>, relativ weit unten auf der Seite, auftauchen. Hashtag der gesamten Veranstaltung: <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23bibtag10" class="liexternal">#bibtag10</a>)</p>
<p>Ausserdem will ich im Rahmen des Bibliothekskongresses einen Vortrag für die <a href="http://zukunftswerkstatt.wordpress.com/2009/12/21/zukunftswerkstatt-auf-dem-bibliothekskongress-2010/" class="liexternal">Zukunftswerkstatt</a> halten. Wann, wo und über welches Thema genau steht allerdings noch nicht fest &#8212; <em>stay tuned</em>! (Hashtag für alle Veranstaltungen der Zukunftswerkstatt: <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23zw09" class="liexternal">#zw09</a>)</p>
<p>Am <em>13. April 2010 </em>gebe ich im Rahmen des Workshops <a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/inetbib2010/kim.html" class="liexternal">Metadaten, Mikroformate &amp; Semantic Web: &#8220;Sinnvolles&#8221; Vernetzen von Informationen</a> des Kompetenzzentrums Interoperable Metadaten (KIM) an der <em>ETH Zürich</em> eine kurze, praxisnahe Einführung in <em>Microformats und COinS</em>. Hier werde ich einen &#8220;niedrigschwelligen&#8221; Ansatz greifbar machen, mit dem Bibliotheken und Wissenschaftseinrichtungen strukturierte (bibliographische) Daten in HTML-basierte Websites einbringen können. Insbesondere will ich zeigen, was die Benutzer davon haben &#8212; Stichwort dazu ist das nahtlose Übernehmen und Weiterbearbeiten von Daten in der eigenen Informationsumgebung des Benutzers, aber auch &#8220;intelligentere&#8221; Voransichten in den Ergebnisseiten populärer Websuchmaschinen. Der Workshop ist quasi ein Vorporgramm der InetBib-Tagung, womit wir beim nächsten Termin wären:</p>
<p>Am <em>14. April 2010</em> werde ich im Rahmen der <a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/inetbib2010/" class="liexternal">11. InetBib-Tagung</a>, ebenfalls an der <em>ETH Zürich</em>, einen kurzen Vortrag über <em>Neue Aufgaben für BibliothekarInnen</em> halten. Es ist klar, worum es hier gehen wird: Aus den Leuten, die wir früher als &#8220;unsere Bibliotheksbenutzer&#8221; bezeichnet haben, ist ein hochgradig vernetztes, heterogenes Knäuel von &#8220;Informations-Aktivisten&#8221; geworden, die weitgehend selbstorganisiert Informationen suchen, sortieren, remixen und publizieren. Es bleibt kein Stein auf  dem anderen, der radikale Funktionswandel wissenschaftlicher Bibliotheken angesichts der Medienrevolution des Webs hat gerade erst begonnen. Und es zeichnet sich bereits einige neuen Aufgaben und Rollen ab, die BibliothekarInnen in diesem Kontext wahrnehmen könnten &#8212; das will ich schlaglichtartig beleuchten. (Hashtag der Inetbib-Tagung: <a href="http://twitter.com/#search?q=%23inetbib2010" class="liexternal">#inetbib2010</a>)</p>
<p>Am <em>7. und 8. Mai 2010</em> veranstalten wir an der <em>TIB/UB Hannover</em> und an der <em>FH Hannover</em> das <a href="http://bibcamp.wordpress.com/" class="liexternal">BibCamp³ &#8212; Wir entern die Bibliothek</a>, das &#8220;BarCamp für BibliothekarInnen und andere Hacker&#8221;. Ich hoffe, wir werden nicht nur die anregende Funktion eines BarCamps für die Bibliothekscommunity weiter ausbauen können, sondern auch den Übergang zu angrenzenden Communities finden. Definitiv diejenige Veranstaltung des Frühjahrs, die ich mit größter Spannung erwarte, da ich selbst an der Vorbereitung beteiligt bin.</p>
<p>Am 10. Juni 2010 biete ich unter dem Titel <a href="http://www.fbi.fh-koeln.de/zbiw/zbiw-detail.php?id=87&amp;hj=1" class="liexternal">Web-Trends in Wissenschaftskommunikation und Bibliothek</a> ein weiteres, eintägiges Seminar am Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung (ZBIW) der <em>FH Köln </em>an.</p>
<p>Danach ist mein Veranstaltungs-Frühjahr beendet &#8212; und ich hoffe, wir werden uns bis dahin bei irgendeiner Gelegenheit gesehen und den einen oder anderen Gedanken miteinander ausgetauscht haben!</p>

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		<title>Erschließung durch Informationsbenutzer &#8211; Einige Trends und ihre Konsequenzen</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 12:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Alljährlich trifft sich der Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV) zu seiner Verbundkonferenz. Dieses Jahr wurde ich um einen kleinen Input zur Erschließung 2013 gebeten. Die Präsentation dazu habe ich jetzt online gestellt, siehe unten. Es geht um die Erschließung durch Informationsbenutzer, neue Trends in diesem Bereich, und welche Konsequenzen wir als Bibliothekare daraus ziehen könnten. View SlideShare [...]]]></description>
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<p>Alljährlich trifft sich der Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV) zu seiner Verbundkonferenz. Dieses Jahr wurde ich um einen kleinen Input zur Erschließung 2013 gebeten. Die Präsentation dazu habe ich jetzt online gestellt, siehe unten. Es geht um die Erschließung durch Informationsbenutzer, neue Trends in diesem Bereich, und welche Konsequenzen wir als Bibliothekare daraus ziehen könnten.</p>
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	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/gbv/" title="GBV" rel="tag">GBV</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/gbv2013/" title="GBV2013" rel="tag">GBV2013</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/gvk/" title="GVK" rel="tag">GVK</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/semantic-web/" title="Semantic Web" rel="tag">Semantic Web</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/suchraum/" title="Suchraum" rel="tag">Suchraum</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/tagging/" title="Tagging" rel="tag">Tagging</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wissensmanagement/" title="Wissensmanagement" rel="tag">Wissensmanagement</a><br />
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		<title>Vom anonymen Objekte-Orakel zum persönlichen sozialen Suchraum</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 20:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Der neue personalisierte soziale Suchraum von delicious erinnert daran, daß die Zukunft der Websuche nicht nur in der Objektivierung durch anonymes Ergebnis-Ranking, automatisiertes Empfehlen und semantische Verknüpfungen liegt, sondern auch im Web als einem sozialen Werkzeug in der Hand seiner Benutzer. Nach dem Redesign des Social-Bookmarking-Dienstes del.icio.us (jetzt: delicious.com) sind die eigenen Bookmarks sowie die [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=32"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>[Bild nicht gefunden]Der neue <em><strong>personalisierte soziale Suchraum</strong></em> von <a href="http://delicious.com/" class="liexternal">delicious</a> erinnert daran, daß die Zukunft der Websuche nicht nur in der Objektivierung durch anonymes Ergebnis-Ranking, automatisiertes Empfehlen und semantische Verknüpfungen liegt, sondern auch im Web als einem sozialen Werkzeug in der Hand seiner Benutzer.</p>
<p><span id="more-32"></span></p>
<p>Nach dem <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/delicious_finally_launches_ver.php" class="liexternal">Redesign</a> des Social-Bookmarking-Dienstes del.icio.us (jetzt: <a href="http://delicious.com/" class="liexternal">delicious.com</a>) sind die eigenen Bookmarks sowie die des persönlichen Netzwerks separat von der Gesamtheit alles Bookmarks durchsuchbar.</p>
<p>Warum jedoch sollten sich Internet-Benutzer die Mühe machen, ein Netzwerk aufzubauen und gezielt darin zu suchen? Sind Einfachheit und Usability, verkörpert in <strong><em>einem</em></strong> einzigen Suchschlitz, sowie in der gut funktionierenden Relevanz-Beurteilung bei Google oder dem Empfehlungs-Mechanismus bei Amazon, nicht das Maß aller Dinge?</p>
<p>Nein, keineswegs. Wir alle verbringen einen großen Teil unserer Zeit und Aufmerksamkeit mit dem <em><strong>Aufbauen, Pflegen und Benutzen sozialer Kontakte</strong></em>. Die Bedeutung des Mediums Internet stieg (und steigt weiter) zusammen mit seiner Brauchbarkeit als Instrument für eben jenes Aufbauen, Pflegen und Benutzen sozialer Kontakte.</p>
<p>Google und Amazon scheinen das Internet in eine anonyme Gesamtintelligenz zu verwandeln. Wir sollen nicht mehr wissen müssen, <em><strong>wessen</strong></em> Hyperlink oder <em><strong>wessen</strong></em> Kaufentscheidung zum hohen Pagerank bzw. zur personalisierten Kaufempfehlung geführt haben. Google bzw. Amazon haben immer schon nachgezählt, uns &#8220;die Arbeit abgenommen&#8221;, und präsentieren das Ergebnis auf einer scheinbar übersichtlichen, eindimensionalen Skala.</p>
<p>[Bild nicht gefunden](<em><strong>Zur Abbildung: </strong></em>Auch die Shared Items des persönlichen Netzwerks im englischsprachigen Google Reader sind bereits separat durchsuchbar.)</p>
<p>Die Wahrheit ist aber komplizierter. Kein Link und keine Kaufentscheidung ist wie die andere &#8212; vor allem <em><strong>wollen wir sehen, wer</strong></em> jeweils dahinter steckt.</p>
<p>Wir wollen unsere Freundschaften und Bekanntschaften aus der realen Welt möglichst online wiederfinden.</p>
<p>Wir wollen durch neugierige Blicke auf unbekannte Benutzerprofile und <a href="http://www.twoantennas.com/projects/delicious-network-explorer/" class="liexternal">soziale Vernetzungs-Diagramme</a> herausfinden, ob es sich lohnt, jemandes Entscheidungen genauer zu betrachten.</p>
<p>Wir wollen uns mit anderen vergleichen, Gemeinsamkeiten und Unterscheide entdecken, und freuen uns besonders, wenn wir Gemeinsamkeiten entdecken, die so stark sind, daß sie einen gewissen Grad von Abstraktion in der Kommunikation erlauben. Um solche Momente virtueller Gemeinschaftlichkeit drehen sich Social-Bookmarking-Dienste, und auch die schillernden neuen Lifestreaming-Dienste wie <a href="http://friendfeed.com/about/" class="liexternal">FriendFeed</a>.</p>
<p>Oft wir suggeriert, die Zukunft des Retrievals im Web könne nur darin bestehen, inhaltliche Zusammenhänge zwischen Informationsobjekten auszudrücken und abfragbar zu machen &#8212; das <strong><em>Semantic Web</em></strong>. In der Tat liegt darin ein Potential, das über die Eindimensionalität gewichteter Sichwort-Suchergebnislisten weit hinaus geht.</p>
<p>Doch die Fokussierung auf Informations<em><strong>objekte</strong></em> läßt leicht vergessen, daß es Individuen sind, die diese Informationsobjekte miteinander teilen wollen. Wir brauchen daher personalisierte soziale Suchwerkzeuge, wie Google und Yahoo sie nun allmählich anzubieten beginnen.</p>
<p>Und damit einhergehend brauchen wir Werkzeuge, mit denen einzelne Web-Benutzer und ihre Communities die immer stärker modularisierten Suchräume bedarfsgerecht wieder zusammenführen können.</p>
<p>Der <em><strong>Suchraum von morgen</strong></em> ist nicht mehr das steinerne Orakel einer scheinbar allumfassenden Websuche, sondern sieht eher aus wie eine <em><strong>Explosion im Kinderzimmer</strong></em>, nach der man jedes einzelne Lego-Bausteinchen wieder aufsammelt und alles so zusammensteckt, wie man es gerade braucht. Delicious-Anbieter Yahoo hat mit <a href="http://developer.yahoo.com/search/boss/" class="liexternal">BOSS</a> (Build your Own Search Service) soeben ein Werkzeug dieser Art veröffentlicht.</p>
<p>Last not least: Das <em><strong>Semantic Web</strong></em> wird überhaupt nicht sein, wenn es nicht zugleich auch ein <em><strong>Social Web</strong></em> ist. Mit &#8220;dem Sozialen&#8221; meine ich die Mühelosigkeit und den egoistischen Nutzen beim Herstellen neuer Links, seien das nun simple Bookmarks oder ausgefeilte semantische Ausdrücke. Erst dieses soziale Element läßt die erforderliche kritische Masse semantischer Verknüpfungen entstehen.</p>
<p>Das läßt sich nicht nur an Wikipedia und LibraryThing beobachten. Mindestens ebenso aussagekräftig ist, daß selbst eine Nachrichtenagentur wie Reuters eine Semantic Web-Strategie verfolgt, indem sie <a href="http://www.hyperorg.com/blogger/2008/02/13/reuters-semantic-web-web-service/" class="liexternal">ihre Dienste und Daten nach außen stülpt</a> und versucht, all dies für Webbenutzer möglichst bequem anwendbar und nützlich zu machen.</p>

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		<title>Googles Knol &#8211; keine Konkurrenz für die Wikipedia</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 22:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Googles neue Publikationsplattform Knol wurde bereits vor einem halben Jahr angekündigt und ist nun freigeschaltet worden. Vielleicht haben Danny Sullivan, Torsten Kleinz und andere recht, und Google muß allein schon deshalb einen solchen Versuchsballon starten, weil Konkurrenten wie Yahoo mit Answers bereits eigene Produkte auf dem Markt &#8220;Wissensplattformen mit User Generated Content als Anzeigenumfeld&#8221; platziert [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=23"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Googles neue Publikationsplattform <em><strong>Knol</strong></em> wurde bereits <a href="http://log.netbib.de/archives/2007/12/15/google-knol/" class="liexternal">vor einem halben Jahr</a> angekündigt und ist nun <a href="http://googleblog.blogspot.com/2008/07/knol-is-open-to-everyone.html" class="liexternal">freigeschaltet</a> worden.</p>
<p>Vielleicht haben <a href="http://searchengineland.com/071213-213400.php" class="liexternal">Danny Sullivan</a>, <a href="http://www.zeit.de/online/2007/52/knol-wikipedia" class="liexternal">Torsten Kleinz</a> und andere recht, und Google muß allein schon deshalb einen solchen Versuchsballon starten, weil Konkurrenten wie Yahoo mit <a href="http://de.answers.yahoo.com/" class="liexternal">Answers</a> bereits eigene Produkte auf dem Markt &#8220;Wissensplattformen mit User Generated Content als Anzeigenumfeld&#8221; platziert haben.</p>
<p>Ein interessantes Nebenprodukt von Knol ist zwar die Idee eines Quasi-Wikis, in dem der ursprüngliche Autor die Kontrolle über seinen Artikel behält und optional Kollaboration erlauben kann. Warum auch ein solches innovatives Moment Knol nicht zu einem Renner machen wird, will ich &#8212; gestützt auf die Vorarbeiten einiger anderer Blog-Autoren &#8212; in diesem Beitrag kurz erläutern.</p>
<p><span id="more-23"></span></p>
<p>Knol soll nicht irgendwie &#8220;besser&#8221; sein als die Wikipedia,  sondern soll Angeboten wie der Wikipedia <em><strong>Marktanteile entreissen </strong></em>&#8211; so fasst George Siemens treffend <a href="http://www.elearnspace.org/blog/archives/003453.html" class="liexternal">zusammen</a>, was an Knol wichtig ist:</p>
<blockquote><p>With up to 30% of Google/Yahoo searches returning links to Wikipedia, Google sees an enormous non-adsensed space. The traffic of Wikipedia makes ad providers salivate. To combat this untapped market, Google opted to create a service called <a href="http://knol.google.com/k#" class="liexternal">Knol</a> (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Und er macht auf den entscheidenden Unterschied in der Gestaltung von Wikipedia und Knol aufmerksam: Bei Knol kann es <em><strong>mehrere Artikel zu einem Thema</strong></em> geben &#8212; und jeder Artikel gehört seinem Autoren.</p>
<blockquote><p>Anyone can create a knol and invite others to contribute. If several people decide to write a knol on elearning, both are allowed to exist. The community can vote and rate article quality.<br />
(&#8230;) Google is essentially stating that individual ownership of articles is important.</p></blockquote>
<p>Google hat bei Knol also die <strong><em>individuelle Autorschaft in den Mittelpunkt</em></strong> gerückt. <a href="http://www.cognitive-edge.com/blogs/dave/2008/07/the_controlling_knol.php" class="liexternal">Dave Snowden</a> sieht in dieser spezifischen &#8220;Abmischung&#8221; von Wiki-Freiheit und autorieller Kontrolle auf der Knol-Plattform gar eine wichtige Einsicht neuerer Wissensmanagement-Ansätze eingeholt.</p>
<p>In meinen Augen relativiert sich diese Neuheit allerdings daran, daß sich auch <strong><em>handelsübliche Wiki-Software entsprechend konfigurieren und benutzen</em></strong> läßt: Man kann den &#8220;Gründer&#8221; jedes neuen Artikels festlegen lassen, ob und welche anderen Benutzer an dem Artikel mitschreiben dürfen, oder ob generell nur Kommentare erlaubt sind. Art und Ausmaß des Erfolgs von Knol sollten allerdings beobachtet werden, um zu erkennen, zu welchen Anwendungsfällen solche Wiki-Konfigurationen möglicherweise passen.</p>
<p>Allerdings steht neben der inhaltlichen Kontrolle des Autors über seinen Knol-Artikel und ggf. einen Anteil der Werbeeinnahmen auch noch die Kontrolle Googles über die wertvollen Traffic-Daten, wie <a href="http://scilib.typepad.com/science_library_pad/2008/07/probably-the-10.html" class="liexternal">Richard Akerman betont</a>.</p>
<p>Patrick Danowski eröffnet einen <a href="http://www.bibliothek2null.de/2008/07/24/google-startet-knol-ein-konkurrent-fur-dokumentenserver/" class="liexternal">weiteren interessanten Gesichtspunkt</a>: Der gesamte Inhalt des Wikipedia-Projekts steht unter einer <em><strong>freien Lizenz</strong></em> &#8212; wer mitmacht, läßt sich automatisch darauf ein.</p>
<p>Knol hingegen interpretiert <strong><em>Offenheit rein technisch</em></strong>. Den Autoren wird es zwar leicht gemacht, per Mausklick eine freie Lizenz zu wählen, aber es können auch alle Rechte vorbehalten werden. Insofern sind die Informationen in Knol zwar lesbar, jedoch nur sehr bedingt vorbereitet auf neuartige semantische Erschließungsstrategien, wie sie bei der (von Patrick beispielhaft angeführten) <a href="http://dbpedia.org/About" class="liexternal">DBpedia</a> umgesetzt werden.</p>
<p>Christian Hauschke <a href="http://infobib.de/blog/2008/07/24/knol-googles-antwort-auf-wikipedia/" class="liexternal">sieht in Knol</a> denn auch einen <strong><em>Testfall für die Motivation</em></strong> derjenigen, die den &#8220;Content generieren&#8221;.</p>
<p>Eines steht fest: Google manifestiert mit Knol sein massives Interesse an allen Segmenten des wachsenden Web-Anzeigenmarkts. Der umkämpfte Anzeigen-Traffic kann nicht nur durch Suchmaschinen generiert werden &#8212; suchmaschinen-zugänglichen &#8220;Content&#8221; benötigt man leider auch noch.</p>
<p>Man kann dazu Bücher scannen &#8212; dann liefern Bibliotheken den Content, und Google setzt die Bedingungen, unter denen die Digitalisate anschließend &#8220;ein bißchen frei&#8221;<sup><a href="http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/#footnote_0_23" id="identifier_0_23" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Alle kooperierenden Bibliotheken scheinen Google vertraglich das Exklusivrecht an der kommerziellen Volltextindexierung zugesichert zu haben.">1</a></sup> zugänglich sind.</p>
<p>Oder man kann Inhalte <em><strong>von Benutzern erschaffen lassen</strong></em>, und Google überläßt es immerhin den Benutzern, wie frei sie ihren Content zugänglich machen wollen.</p>
<p>In beiden Fällen behält Google jedoch die volle <strong><em>Kontrolle über die Infrastruktur der Informationsbereitstellung</em></strong>. Und gibt den Benutzern, anders als die Wikipedia-Community, Automattic (WordPress.com) oder auch Connotea, nicht einmal eine installierbare Open-Source-Version von Knol in die Hand, mit der jederzeit Forks realisierbar wären.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Zwecke von Knol sind allzu sehr Googles Zwecke. Ich kann mir daher kaum vorstellen, daß hier etwas ähnliches wie die Wikipedia entsteht.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_23" class="footnote">Alle kooperierenden Bibliotheken scheinen Google vertraglich das Exklusivrecht an der kommerziellen Volltextindexierung zugesichert zu haben.</li></ol>
	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/google/" title="Google" rel="tag">Google</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/knol/" title="Knol" rel="tag">Knol</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/kollaboration/" title="Kollaboration" rel="tag">Kollaboration</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wiki/" title="Wiki" rel="tag">Wiki</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wissensmanagement/" title="Wissensmanagement" rel="tag">Wissensmanagement</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/yahoo/" title="Yahoo" rel="tag">Yahoo</a><br />
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