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	<title>Biblionik &#187; Wikipedia</title>
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	<description>Zur Revolutionierung von Bibliothek und Wissensorganisation durch das Internet</description>
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		<title>Sacherschließung von Literatur in und mit der Wikipedia &#8212; einfach anfangen?</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 22:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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In dem zurückliegenden Beitrag Sacherschließung von Literatur in und mit der Wikipedia &#8212; eine Spielidee hatte ich die Grundidee und die Potentiale einer kollaborativen Sacherschließung der Wikipedia-Community mittels der Wikipedia als Quasi-Thesaurus zur Diskussion gestellt. Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich daher, zunächst einen Blick in den alten Beitrag zu [...] <a href="http://feedproxy.google.com/~r/biblionik/~3/wzW0gmbcJDU/">Weiterlesen <span>&#8594;</span></a> <a href="http://feedproxy.google.com/~r/biblionik/~3/M7HiEjlJNzw/">Weiterlesen <span>&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=210"><!-- &nbsp; --></abbr></p>
<p>In dem zurückliegenden Beitrag <a href="http://biblionik.de/2010/08/04/sacherschliessung-mit-wikipedia-spielidee/" class="liinternal">Sacherschließung von Literatur in und mit der Wikipedia &#8212; eine Spielidee</a> hatte ich die Grundidee und die Potentiale einer kollaborativen Sacherschließung der Wikipedia-Community mittels der Wikipedia als Quasi-Thesaurus zur Diskussion gestellt. Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich daher, zunächst einen Blick in den alten Beitrag zu werfen.</p>
<p><span id="more-210"></span></p>
<h2>Wie wird ein Aufsatz in und mit der Wikipedia erschlossen?</h2>
<p>Um in diesem neuen Blogbeitrag zur Diskussion zu stellen, wie so etwas aussehen könnte, habe ich mit einigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mock-up" rel="nofollow" class="liwikipedia">Mock-ups</a> die Erschließung eines realen Aufsatzes in und mit der Wikipedia dargestellt.</p>
<p>Mein Ausgangspunkt ist die frei zugängliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Preprint" rel="nofollow" class="liwikipedia">Preprint</a>-Version des Zeitschriftenaufsatzes <a href="https://lirias.kuleuven.be/handle/123456789/218415" class="liexternal">Credit Rating Prediction Using Ant Colony Optimization</a> von David <em>Martens</em> et al. In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeld_Academic_Search_Engine" rel="nofollow" class="liwikipedia">BASE (Bielefeld Academic Search Engine)</a> findet man die Metadaten, die zu diesem Preprint gehören, <a href="http://baselab.base-search.net/Search/Results?lookfor=LU-747888" class="liexternal">hübsch zusammengestellt</a>. Datensätze wie dieser müßten, z.B. aus BASE, im ersten Schritt als Datensätze in die Wikipedia übernommen werden. Für Wikipedia-Benutzer sähe so ein importierter Datensatz vielleicht aus wie in <em>Abb. 1</em>.</p>
<div id="attachment_212" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://biblionik.de/wp-content/uploads/2011/04/Frame-Box-Sacherschliessung-in-und-mit-Wikipedia-Datensatz-in-der-Wikipedia-Bibliographie-Sicht.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[210]"><img class="size-medium wp-image-212  " title="Abb. 1: Datensatz in der Wikipedia-Bibliographie-Sicht" src="http://biblionik.de/wp-content/uploads/2011/04/Frame-Box-Sacherschliessung-in-und-mit-Wikipedia-Datensatz-in-der-Wikipedia-Bibliographie-Sicht-300x249.jpg" alt="Abb. 1: Datensatz in der Wikipedia-Bibliographie-Sicht" width="300" height="249" /></a>
<p class="wp-caption-text">Abb. 1: Datensatz in der Wikipedia-Bibliographie-Sicht</p>
</div>
<h2>Woher kommen die vorgeschlagenen &#8220;Inhaltlichen Zuordnungen&#8221;?</h2>
<p>Durch Indexierung mit <a href="http://code.google.com/p/maui-indexer/" class="liexternal">Maui Indexer</a> oder einem ähnlichen Tool sind im Abschnitt „WP:Inhaltliche Zuordnung“ automatisch Links zu Wikipedia-Artikeln hinzugefügt worden, die thematisch zu diesem Aufsatz passen könnten.</p>
<p>Die Links in dem Beispiel sind übrigens erfunden, aber das Ergebnis könnte so ähnlich aussehen. Im Aufsatztitel ist z.B. von „Ant Colony Optimization“ die Rede. Die englischsprachige Wikipedia enthält einen gleichnamigen Eintrag zu dieser Methode. Statt „Ant Colony Optimization“ könnte in der deutschsprachigen Wikipedia automatisch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ameisenalgorithmus" rel="nofollow" class="liwikipedia">„Ameisenalgorithmus“ </a>angezeigt werden, da dieser Wikipedia-Eintrag mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ant_colony_optimization" rel="nofollow" class="liwikipedia">„Ant Colony Optimization“</a> verlinkt ist.</p>
<p>Die automatisch hinzugefügten Links landen zunächst im Feld „unbestätigte“. Erfahrungsgemäß werden bei der automatischen Indexierung häufig offensichtlich falsche Vorschläge gemacht. Diese können von jedem registrierten Benutzer durch Klick auf „entfernen“ beseitigt werden. Automatische Zuordnungen, die von Benutzern bestätigt worden sind, sollten sich hingegen nicht so einfach entfernen lassen, intellektuell vorgenommene Zuordnungen natürlich auch nicht.</p>
<h2>Wie kommt es zu &#8220;bestätigten Zuordnungen&#8221;?</h2>
<p>Wenn man in <em>Abb. 1</em> auf den Vorschlag <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenzprognoseverfahren" rel="nofollow" class="liwikipedia">„Insolvenzprognoseverfahren“</a> klickt, hätte man den Wikipedia-Eintrag zu diesem Thema vor sich. Unten auf dieser Seite, unter „Literatur“, werden automatisch die zuletzt indexierten Literaturvorschläge aufgezählt. Der Beispiel-Aufsatz würde dort etwa so erscheinen wie in <em>Abb. 2.</em></p>
<div id="attachment_211" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://biblionik.de/wp-content/uploads/2011/04/Frame-Box-Sacherschliessung-in-und-mit-Wikipedia-Literaturvorschlag-im-Artikel-entdecken.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[210]"><img class="size-medium wp-image-211  " title="Abb. 2: Literaturvorschlag im Artikel entdecken" src="http://biblionik.de/wp-content/uploads/2011/04/Frame-Box-Sacherschliessung-in-und-mit-Wikipedia-Literaturvorschlag-im-Artikel-entdecken-300x176.jpg" alt="Abb. 2: Literaturvorschlag im Artikel entdecken" width="300" height="176" /></a>
<p class="wp-caption-text">Abb. 2: Literaturvorschlag im Artikel entdecken</p>
</div>
<p>Jeder Wikipedia-Leser, der den Artikel überfliegt, stolpert im Literatur-Abschnitt über den vorgeschlagenen Aufsatz, neben der Aufforderung, diese Zuordnung zu bestätigen. Bei der Gestaltung dieser Aufforderung können Prinzipien, die sich in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sacherschlie%C3%9Fung" rel="nofollow" class="liwikipedia">Sacherschließung</a> traditionell bewährt haben, ansatzweise berücksichtigt werden:</p>
<ol>
<li> Grundlage der richtigen Erschließung ist die Betrachtung des zu erschließenden Objekts. Deshalb ist es hier wichtig, den Link zum Volltext besonders hervorzuheben.</li>
<li> Das verwendete Schlagwort sollte so genau wie möglich passen. Den Begriff „genau“ kann man in diesem Zusammenhang ruhig mehr als ein mal verwenden…</li>
<li> Mehrere Schlagworte können hilfreich sein &#8212; womit wir bei <em>Abb. 3</em> sind, die darstellt, wie es nach dem Bestätigungs-Klick weitergeht.</li>
</ol>
<p>Die Bestätigung wird mit dem Hinweis quittiert, daß der automatisch ermittelte Literaturvorschlag erst nach Bestätigung durch zwei registrierte Wikipedia-Autoren in die Literaturliste aufgenommen wird. (Vgl. <em>Abb. 3</em>. Wann welcher automatische Vorschlag von welchem Benutzer bestätigt wurde, sollte dauerhaft nachvollziehbar bleiben, wie andeutungsweise in <em>Abb. 1</em> zu sehen.)</p>
<div id="attachment_213" class="wp-caption alignleft" style="width: 303px"><a href="http://biblionik.de/wp-content/uploads/2011/04/Frame-Box-Sacherschliessung-in-und-mit-Wikipedia-Dialogfenster-nach-Bewertung-des-Literaturvorschlags.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[210]"><img class="size-medium wp-image-213  " title="Abb. 3: Dialogfenster nach Zuordnung des Literaturvorschlags" src="http://biblionik.de/wp-content/uploads/2011/04/Frame-Box-Sacherschliessung-in-und-mit-Wikipedia-Dialogfenster-nach-Bewertung-des-Literaturvorschlags-293x300.jpg" alt="Abb. 3: Dialogfenster nach Zuordnung des Literaturvorschlags" width="293" height="300" /></a>
<p class="wp-caption-text">Abb. 3: Dialogfenster nach Zuordnung des Literaturvorschlags</p>
</div>
<p>Danach wird dem Benutzer angeboten, mit dem Zuordnen fortzufahren. Zwei Anknüpfungspunkte liegen dabei nahe:</p>
<ol>
<li> Dem Benutzer werden weitere Wikipedia-Einträge („Ameisenalgorithmus“, „Basel II“…) angezeigt, die automatisch zu dem Aufsatz ermittelt worden sind. Hier findet gewissermaßen ein Perspektivenwechsel statt: Eben noch beschäftigte sich der Benutzer mit dem Thema des Wikipedia-Eintrags und ist dann auf vorgeschlagene Literatur dazu gestoßen. Nun schlüpft er in die Rolle des Bibliothekars/Dokumentars, der dieses eine Literaturstück vor sich hat und überlegt, zu welchen anderen Themen es passt…</li>
<li> Dem Benutzer wird darüber hinaus angeboten, sich alle weiteren Literaturvorschläge anzeigen zu lassen, die zu Wikipedia-Einträgen in den Wikipedia-Kategorien „Bonitätsprüfung“ und „Unternehmensbewertung“ gemacht worden sind. Gewissermaßen wieder ein Rollenwechsel &#8212; diesmal zum Fachreferenten, an dem alles vorbeiströmt, was (vielleicht) zu seinem gegebenen Themengebiet paßt. Diese Sicht kann z.B. für Wikipedia-Benutzer reizvoll sein, die sich dauerhaft für einen bestimmten Themenbereich interessieren. Für den Benutzer sehen die Vorschläge so ähnlich aus wie in <em>Abb. 1</em>, vielleicht ergänzt um den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial%3AKategorienbaum/!Hauptkategorie" rel="nofollow" class="liwikipedia">Kategorienbaum</a> der Wikipedia, in dem er browsen kann.</li>
</ol>
<h2>Exkurs zum Schlagwort &#8220;Insolvenzprognoseverfahren&#8221; im gezeigten Beispiel</h2>
<address>Ich habe einigermaßen willkürlich ein Beispiel aus einem Literaturbereich gewählt, mit dem ich in meiner beruflichen Tätigkeit als Fachreferent für Wirtschaftswissenschaften zu tun habe. Über solche Prognoseverfahren ist seit den Neunziger Jahren eine Menge geschrieben worden.</address>
<address> </address>
<address>Die Schlagworte auf der <a href="http://ideas.repec.org/p/ner/leuven/urnhdl123456789-218415.html" class="liexternal">Seite</a> des wirtschaftswissenschaftlichen Preprint-Netzwerks <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Research_Papers_in_Economics" rel="nofollow" class="liwikipedia">RePEc</a> zu dem Aufsatz sind ziemlich gut &#8211; aber sie verlinken nur auf andere Aufsätze zu dem jeweiligen Schlagwort innerhalb von RePEc. (Zumindest beim „Ameisenalgorithmus“ ist das schade, denn diese Methode wenden natürlich nicht nur Wirtschaftswissenschaftler an.)</address>
<address> </address>
<address>Aber warum ist dieser Aufsatz bisher nirgends mit dem Schlagwort „Insolvenzprognoseverfahren“ als Synonym zu „Bankruptcy prediction“ auffindbar gemacht worden?</address>
<address> </address>
<address>Werfen wir zunächst einen Blick in die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlagwortnormdatei" rel="nofollow" class="liwikipedia">Schlagwortnormdatei (SWD)</a>, den Universalthesaurus der Deutschen Nationalbibliothek. Hier gibt es nur das Schlagwort <a href="http://melvil.d-nb.de/swd/040728439" class="liexternal">„Insolvenz“ </a>mit den Unterbegriffen „Drohende Zahlungsunfähigkeit“ und „Insolvenzverhütung“.</address>
<address> </address>
<address>Aber neben der SWD existieren auch fachliche Thesauri, in diesem Fall ist der <a href="http://zbw.eu/stw/versions/latest/about" class="liexternal">Standard-Thesaurus Wirtschaft (STW) </a>einschlägig. Er kennt nur das Schlagwort <a href="http://zbw.eu/stw/versions/latest/descriptor/12302-3/about.de.html" class="liexternal">&#8220;Zahlungsunfähigkeit&#8221;</a>, u.a. mit dem Synonym &#8220;Insolvenz&#8221; sowie den Unterbegriffen &#8220;Bankinsolvenz&#8221;, &#8220;Privatinsolvenz&#8221; sowie &#8220;Staatsbankrott&#8221;.</address>
<address> </address>
<address>Nun zur Wikipedia. Hier gibt es zahlreiche Einträge, die das Thema Insolvenz detailliert aufschlüsseln, u.a. neben dem „Insolvenzprognoseverfahren“ das „Informelle Insolvenzprognoseverfahren“, „Optionspreismodelle als Insolvenzprognoseverfahren“, „Deterministische Simulationsmodelle als Insolvenzprognoseverfahren“ sowie „Anleihespreadbasierte Ansätze als Insolvenzprognoseverfahren“. Daneben gibt es die Einträge „Schätzgütemaße für kardinale Insolvenzprognosen“, „Schätzgütemaße für kategoriale Insolvenzprognosen“ und „Schätzgütemaße für ordinale Insolvenzprognosen“.</address>
<address> </address>
<address>Wie gesagt, mein Beispiel ist zufällig gewählt. Ich behaupte aber, daß es zumindest für die Wirtschaftswissenschaften typisch ist. Es wirft ein verheerendes Licht auf den Stand der Entwicklung und Anwendung nicht-kollaborativ gepflegter Thesauri. Es ist durchaus vorstellbar, daß wir uns in einigen Jahren um SWD, STW etc. und die mit ihnen erschlossene Literatur als ein zu rettendes kulturelles Erbe werden kümmern müssen.</address>
<h2>Ausblick: Wie kann man selbständige Literatur in und mit der Wikipedia erschließen?</h2>
<p>Auch die Sacherschließung selbständiger Literatur &#8212; also von Büchern, bei denen es sich nicht um Aufsatzsammlungen o.ä. handelt &#8212; in und mit der Wikipedia wäre einen Versuch wert. Zumal angesichts der maroden Alternativen, siehe den obigen Exkurs.</p>
<p>Anders als bei Online-Aufsätzen ist der Volltext von Büchern leider selten einen Mausklick weit entfernt. Mir fallen zwei Szenarien zur Sacherschließung von Büchern in und mit der Wikipedia ein:</p>
<ol>
<li> Viele Bücher werden im Bibliothekskatalog mittlerweile mit Verlags- oder Klappentexten, Rezensionen, Scans von Inhaltsverzeichnissen oder eingeschränkten kostenlosen Vorschauen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kataloganreicherung" rel="nofollow" class="liwikipedia">angereichert</a>. Denkbar wäre es, nur Bücher in die automatischen Vorschlagslisten aufzunehmen, die bereits mit solchen Materialien angereichert worden sind. Ich behaupte, daß sich viele Bücher allein schon anhand des Inhaltsverzeichnisses exakt und umfassend verschlagworten lassen.</li>
<li> In Kooperation mit einer Bibliothek bekommen Bücher beim Ausleihvorgang ein formschönes Papier-Lesezeichen. Darauf wird an den Benutzer appelliert, das jeweilige Buch in der Wikipedia-Bibliographie aufzurufen und zu prüfen, ob alles stimmt.</li>
</ol>
<h2>Ein Demonstrator für Dublin Core 2011?</h2>
<p>Vom 21.-23. September 2011 findet die <a href="http://dcevents.dublincore.org/index.php/IntConf/dc-2011" class="liexternal">DC-2011 in Den Haag</a> statt, die diesjährige Konferenz der Dublin Core Metadata Initiative, einer etablierten weltweiten Metadaten-Organisation. Kürzlich wurde die Deadline für Einreichungen auf den 30. April verlängert. Wer will dabei helfen, bis September einen kleinen Demonstrator zur Sacherschließung in und mit der Wikipedia zu bauen? Wenn sich das als machbar herausstellt, wäre bis zum 30. April ein englischsprachiges Abstract bei der DC-2011 einzureichen.</p>
<p>Abschließend bedanke ich mich herzlich bei <a href="http://www.bib.uni-mannheim.de/279.html" class="liexternal">Kai Eckert</a>, der mit einigen beiläufigen Bemerkungen bei einem Flurgespräch während des <a href="http://bibcamp.wordpress.com/2011/03/14/bib4-150-teilnehmerinnen-33-sessions-930-tweets/" class="liexternal">BibCamp 4</a> über Metadaten mit transparenter Herkunft und Geschichte sowie über die DC-2011 indirekt zu diesem Blogartikel beigetragen hat. <img src='http://biblionik.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Sacherschließung von Literatur in und mit der Wikipedia &#8211; eine Spielidee</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 10:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Im Urlaub fiel mir eine Spielidee ein. Immer mehr wissenschaftliche Veröffentlichungen sind digital im Netz abrufbar. Vieles davon läßt sich durch Volltext-Suchdienste finden, doch das ist nicht die einzige und nicht immer die beste Art, Literatur zu einem Thema zu finden. Eine andere, neuartige Methode ist das Finden von Literatur mit der Wikipedia. Mit einer [...]]]></description>
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	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Sacherschlie%C3%9Fung+von+Literatur+in+und+mit+der+Wikipedia+%26%238211%3B+eine+Spielidee&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2010-08-04&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2010/08/04/sacherschliessung-mit-wikipedia-spielidee/&amp;rft.language=English"></span>
<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=161"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Im Urlaub fiel mir eine Spielidee ein.</p>
<p><span id="more-161"></span></p>
<p>Immer <a href="http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0011273" class="liexternal">mehr</a> wissenschaftliche Veröffentlichungen sind digital im Netz abrufbar. Vieles davon läßt sich durch Volltext-Suchdienste finden, doch das ist nicht die einzige und nicht immer die beste Art, Literatur zu einem Thema zu finden.</p>
<p>Eine andere, neuartige Methode ist das Finden von Literatur mit der Wikipedia. Mit einer einfachen Websuche landet man bekanntlich oft beim Wikipedia-Artikel zum jeweiligen Thema, und die Artikel enthalten oft eine Menge nützlicher wissenschaftlicher Literaturangaben. Anderseits ist natürlich festzustellen: Selbst in einem sorgfältig gepflegten Wikipedia-Artikel fehlen oft eine Menge wissenschaftlicher Literaturangaben, die zum jeweiligen Thema gut passen würden.</p>
<p>Hier setzt die Spielidee an:</p>
<ul>
<li>Ein Crawler indexiert den Volltext frei      zugänglicher wissenschaftlicher Literatur. (Die Suchmaschine <a href="http://base.ub.uni-bielefeld.de/de/index.php" class="liexternal">BASE</a> tut dies      beispielsweise für Literatur aus tausenden Open-Access-Journals und      hunderten Repositories.)</li>
<li>Ein solcher Index wird durch eine automatische      Themenerkennung grob vorsortiert auf passende Wikipedia-Artikel. (Dies ist      mit freier Software wie <a href="https://sites.google.com/a/medelyan.com/www/news/mauitopicindexerisnowavailableonsourceforge" class="liexternal">Maui Indexer</a> möglich.)</li>
<li>Jetzt wird es interessant: In dem jeweiligen      Wikipedia-Artikel kann nun automatisch neue Literatur angezeigt werden,      die <strong><em>vielleicht</em></strong> zum Thema passt. Alle Leser des      Wikipedia-Artikels können per Mausklick votieren: Paßt die      Literaturangabe <strong><em>genau</em></strong> zum Thema des Artikels:      Ja, Nein oder Vielleicht? &#8211; Literaturangaben mit genügend Ja-Stimmen      wandern irgendwann in die Literaturliste des Artikels.</li>
<li>Wie und warum sollen die Leser beurteilen, ob      eine Literaturangabe paßt? Erstens bekommen sie einen Link zum Volltext,      können also einen Blick in den Text werfen. Zweitens haben sie das gute      Gefühl, dem Wiki-Gedanken entsprechend einen (minimalen) Beitrag zum      Artikel geleistet zu haben. Drittens kann man das Ganze als Spiel      aufziehen: Wer viele Voten abgegeben hat, die später von weiteren      Wikipedia-Benutzern bestätigt worden sind, bekommt Punkte, kann sich      vielleicht in einem Artikel-, Themenbereichs- oder Wikipedia-Score mit      anderen Benutzern vergleichen, etc.</li>
</ul>
<p>Wozu dieses Spiel?</p>
<ul>
<li>Die Wikipedia ist ein naheliegender Einstiegspunkt zur bibliographischen Recherche, dessen Entwicklungspotential in dieser Hinsicht erst allmählich klar wird. (Jakob Voß hatte schon vor einiger Weile darauf hingewiesen, daß man die Wikipedia auch als einen <a href="http://arxiv.org/abs/cs/0604036" class="liexternal">kollaborativ betriebenen Thesaurus</a> betrachten kann.)</li>
<li>Die Qualität der Wikipedia-Artikel könnte von diesem Spiel profitieren. Es ist rechtlich sicher und technisch einfach, ganze Textauszüge, Bilder etc. aus Open-Access-Publikationen in der Wikipedia zu zitieren; manche Autoren würden darauf aufmerksam, daß ihre Arbeit von der Wikipedia verlinkt wird, was vielleicht zu weiteren kompetenten Fehlerkorrekturen oder Ergänzungen führt, etc.</li>
<li>Bibliothekare und Dokumentare sind bisher nicht besonders gut darin, sogenannte unselbständige Literatur (also Konferenz-Papers, Aufsätze etc.) schnell, umfassend und genau thematisch zu sortieren. Die Wikipedia-Benutzer können es vielleicht besser. Man kann das auch als ein bibliothekarisches Meta-Spiel betrachten, dessen Regeln noch genauer zu definieren wären. Ich würde meinen Wetteinsatz auf die Wikipedia-Benutzercommunity setzen: Sie wird in Kürze schneller, umfassender und genauer sortieren als professionelle Indexierer, zumindest die frei zugängliche wissenschaftliche Literatur. <img src='http://biblionik.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>Neben der (spielerischen) Konkurrenz könnte hier ein realer Nutzen für Dritte entstehen: Die von den Wikipedia-Benutzern erstellten Zuordnungen stünden unter einer freien Lizenz, könnten durch Dienste wie <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/DBpedia" class="liexternal">DBpedia</a> in eine für Maschinen besser lesbare Form gebracht und schließlich andernorts nachgenutzt werden, zum Beispiel in Bibliothekskatalogen und Datenbanken. Voraussetzung wäre ein Mapping zwischen Artikelbezeichnungen der Wikipedia und den tradierten Thesauri (bzw. den Wikipedia-Kategorien und den tradierten Klassifikationen).</li>
<li>Im Webzeitalter wird es Zeit, Konzepte wie die Sacherschließung kreativ aufzuwirbeln. Dienste wie <a href="http://www.faviki.com/" class="liexternal">Faviki</a> faszinieren mich, weil hier ansatzweise erkennbar wird, was für ein Potential der Dreiklang aus kollaborativem Thesaurus (Wikipedia), Algorithmen (bei Faviki: <a href="http://www.zemanta.com/" class="liexternal">Zemanta</a>) und sortierenden Benutzern hat. Gehen wir noch einen Schritt weiter und lösen uns von der Betrachtung des zu sortierenden Objekts! Gehen wir stattdessen von dem Thema aus, das uns gerade beschäftigt, suchen den öffentlichen Knotenpunkt des Themas im Web auf, lassen uns dort von einem Algorithmus ein paar passende Publikationen zuwerfen &#8211; und beobachten dann, was passiert.</li>
</ul>
<p>Abschließend geht mein Dank an <a href="http://mathias-schindler.de/" class="liexternal">Mathias Schindler</a> &#8211; Elemente der Spielidee sind im anregenden Gedankenaustausch mit ihm zustande gekommen.</p>

	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/open-access/" title="Open Access" rel="tag">Open Access</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/spas/" title="Spaß" rel="tag">Spaß</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/spiel/" title="Spiel" rel="tag">Spiel</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/tagging/" title="Tagging" rel="tag">Tagging</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wiki/" title="Wiki" rel="tag">Wiki</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a><br />
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>23</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Googles Knol &#8211; keine Konkurrenz für die Wikipedia</title>
		<link>http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/</link>
		<comments>http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 22:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Knol]]></category>
		<category><![CDATA[Kollaboration]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>

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	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Googles+Knol+%26%238211%3B+keine+Konkurrenz+f%C3%BCr+die+Wikipedia&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2008-07-29&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/&amp;rft.language=English"></span>
Googles neue Publikationsplattform Knol wurde bereits vor einem halben Jahr angekündigt und ist nun freigeschaltet worden. Vielleicht haben Danny Sullivan, Torsten Kleinz und andere recht, und Google muß allein schon deshalb einen solchen Versuchsballon starten, weil Konkurrenten wie Yahoo mit Answers bereits eigene Produkte auf dem Markt &#8220;Wissensplattformen mit User Generated Content als Anzeigenumfeld&#8221; platziert [...]]]></description>
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	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Googles+Knol+%26%238211%3B+keine+Konkurrenz+f%C3%BCr+die+Wikipedia&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2008-07-29&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/&amp;rft.language=English"></span>
<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=23"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Googles neue Publikationsplattform <em><strong>Knol</strong></em> wurde bereits <a href="http://log.netbib.de/archives/2007/12/15/google-knol/" class="liexternal">vor einem halben Jahr</a> angekündigt und ist nun <a href="http://googleblog.blogspot.com/2008/07/knol-is-open-to-everyone.html" class="liexternal">freigeschaltet</a> worden.</p>
<p>Vielleicht haben <a href="http://searchengineland.com/071213-213400.php" class="liexternal">Danny Sullivan</a>, <a href="http://www.zeit.de/online/2007/52/knol-wikipedia" class="liexternal">Torsten Kleinz</a> und andere recht, und Google muß allein schon deshalb einen solchen Versuchsballon starten, weil Konkurrenten wie Yahoo mit <a href="http://de.answers.yahoo.com/" class="liexternal">Answers</a> bereits eigene Produkte auf dem Markt &#8220;Wissensplattformen mit User Generated Content als Anzeigenumfeld&#8221; platziert haben.</p>
<p>Ein interessantes Nebenprodukt von Knol ist zwar die Idee eines Quasi-Wikis, in dem der ursprüngliche Autor die Kontrolle über seinen Artikel behält und optional Kollaboration erlauben kann. Warum auch ein solches innovatives Moment Knol nicht zu einem Renner machen wird, will ich &#8212; gestützt auf die Vorarbeiten einiger anderer Blog-Autoren &#8212; in diesem Beitrag kurz erläutern.</p>
<p><span id="more-23"></span></p>
<p>Knol soll nicht irgendwie &#8220;besser&#8221; sein als die Wikipedia,  sondern soll Angeboten wie der Wikipedia <em><strong>Marktanteile entreissen </strong></em>&#8211; so fasst George Siemens treffend <a href="http://www.elearnspace.org/blog/archives/003453.html" class="liexternal">zusammen</a>, was an Knol wichtig ist:</p>
<blockquote><p>With up to 30% of Google/Yahoo searches returning links to Wikipedia, Google sees an enormous non-adsensed space. The traffic of Wikipedia makes ad providers salivate. To combat this untapped market, Google opted to create a service called <a href="http://knol.google.com/k#" class="liexternal">Knol</a> (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Und er macht auf den entscheidenden Unterschied in der Gestaltung von Wikipedia und Knol aufmerksam: Bei Knol kann es <em><strong>mehrere Artikel zu einem Thema</strong></em> geben &#8212; und jeder Artikel gehört seinem Autoren.</p>
<blockquote><p>Anyone can create a knol and invite others to contribute. If several people decide to write a knol on elearning, both are allowed to exist. The community can vote and rate article quality.<br />
(&#8230;) Google is essentially stating that individual ownership of articles is important.</p></blockquote>
<p>Google hat bei Knol also die <strong><em>individuelle Autorschaft in den Mittelpunkt</em></strong> gerückt. <a href="http://www.cognitive-edge.com/blogs/dave/2008/07/the_controlling_knol.php" class="liexternal">Dave Snowden</a> sieht in dieser spezifischen &#8220;Abmischung&#8221; von Wiki-Freiheit und autorieller Kontrolle auf der Knol-Plattform gar eine wichtige Einsicht neuerer Wissensmanagement-Ansätze eingeholt.</p>
<p>In meinen Augen relativiert sich diese Neuheit allerdings daran, daß sich auch <strong><em>handelsübliche Wiki-Software entsprechend konfigurieren und benutzen</em></strong> läßt: Man kann den &#8220;Gründer&#8221; jedes neuen Artikels festlegen lassen, ob und welche anderen Benutzer an dem Artikel mitschreiben dürfen, oder ob generell nur Kommentare erlaubt sind. Art und Ausmaß des Erfolgs von Knol sollten allerdings beobachtet werden, um zu erkennen, zu welchen Anwendungsfällen solche Wiki-Konfigurationen möglicherweise passen.</p>
<p>Allerdings steht neben der inhaltlichen Kontrolle des Autors über seinen Knol-Artikel und ggf. einen Anteil der Werbeeinnahmen auch noch die Kontrolle Googles über die wertvollen Traffic-Daten, wie <a href="http://scilib.typepad.com/science_library_pad/2008/07/probably-the-10.html" class="liexternal">Richard Akerman betont</a>.</p>
<p>Patrick Danowski eröffnet einen <a href="http://www.bibliothek2null.de/2008/07/24/google-startet-knol-ein-konkurrent-fur-dokumentenserver/" class="liexternal">weiteren interessanten Gesichtspunkt</a>: Der gesamte Inhalt des Wikipedia-Projekts steht unter einer <em><strong>freien Lizenz</strong></em> &#8212; wer mitmacht, läßt sich automatisch darauf ein.</p>
<p>Knol hingegen interpretiert <strong><em>Offenheit rein technisch</em></strong>. Den Autoren wird es zwar leicht gemacht, per Mausklick eine freie Lizenz zu wählen, aber es können auch alle Rechte vorbehalten werden. Insofern sind die Informationen in Knol zwar lesbar, jedoch nur sehr bedingt vorbereitet auf neuartige semantische Erschließungsstrategien, wie sie bei der (von Patrick beispielhaft angeführten) <a href="http://dbpedia.org/About" class="liexternal">DBpedia</a> umgesetzt werden.</p>
<p>Christian Hauschke <a href="http://infobib.de/blog/2008/07/24/knol-googles-antwort-auf-wikipedia/" class="liexternal">sieht in Knol</a> denn auch einen <strong><em>Testfall für die Motivation</em></strong> derjenigen, die den &#8220;Content generieren&#8221;.</p>
<p>Eines steht fest: Google manifestiert mit Knol sein massives Interesse an allen Segmenten des wachsenden Web-Anzeigenmarkts. Der umkämpfte Anzeigen-Traffic kann nicht nur durch Suchmaschinen generiert werden &#8212; suchmaschinen-zugänglichen &#8220;Content&#8221; benötigt man leider auch noch.</p>
<p>Man kann dazu Bücher scannen &#8212; dann liefern Bibliotheken den Content, und Google setzt die Bedingungen, unter denen die Digitalisate anschließend &#8220;ein bißchen frei&#8221;<sup><a href="http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/#footnote_0_23" id="identifier_0_23" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Alle kooperierenden Bibliotheken scheinen Google vertraglich das Exklusivrecht an der kommerziellen Volltextindexierung zugesichert zu haben.">1</a></sup> zugänglich sind.</p>
<p>Oder man kann Inhalte <em><strong>von Benutzern erschaffen lassen</strong></em>, und Google überläßt es immerhin den Benutzern, wie frei sie ihren Content zugänglich machen wollen.</p>
<p>In beiden Fällen behält Google jedoch die volle <strong><em>Kontrolle über die Infrastruktur der Informationsbereitstellung</em></strong>. Und gibt den Benutzern, anders als die Wikipedia-Community, Automattic (WordPress.com) oder auch Connotea, nicht einmal eine installierbare Open-Source-Version von Knol in die Hand, mit der jederzeit Forks realisierbar wären.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Zwecke von Knol sind allzu sehr Googles Zwecke. Ich kann mir daher kaum vorstellen, daß hier etwas ähnliches wie die Wikipedia entsteht.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_23" class="footnote">Alle kooperierenden Bibliotheken scheinen Google vertraglich das Exklusivrecht an der kommerziellen Volltextindexierung zugesichert zu haben.</li></ol>
	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/google/" title="Google" rel="tag">Google</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/knol/" title="Knol" rel="tag">Knol</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/kollaboration/" title="Kollaboration" rel="tag">Kollaboration</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wiki/" title="Wiki" rel="tag">Wiki</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wissensmanagement/" title="Wissensmanagement" rel="tag">Wissensmanagement</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/yahoo/" title="Yahoo" rel="tag">Yahoo</a><br />
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