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	<title>Biblionik &#187; Wiki</title>
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	<description>Zur Revolutionierung von Bibliothek und Wissensorganisation durch das Internet</description>
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		<title>Beyond the PDF, oder: Wege zum wissenschaftlichen Publizieren 2.0 und zur Bibliothek 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 00:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Zu schade, daß ich den Workshop Beyond the PDF nicht besuchen konnte. Zwei Diskussionen scheinen diese Veranstaltung geprägt zu haben. 1. Die Weiterentwicklung originärer Web-Medien zu vollwertigen wissenschaftlichen Publikationswerkzeugen. Der Workshop war von vornherein größenwahnsinnig. Aber die Teilnehmer haben recht: Je früher sich die Communities der Wissenschaftsautoren von PDF, Microsoft Word, ISI Journal Impact Factor etc. verabschieden, [...] <a href="http://feedproxy.google.com/~r/biblionik/~3/fgxjy9UBvzI/">Weiterlesen <span>&#8594;</span></a>]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=194"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Zu schade, daß ich den Workshop <a href="https://sites.google.com/site/beyondthepdf/" class="liexternal">Beyond the PDF</a> nicht besuchen konnte. Zwei Diskussionen scheinen diese Veranstaltung geprägt zu haben.</p>
<p><span id="more-194"></span></p>
<h2>1. Die Weiterentwicklung originärer Web-Medien zu vollwertigen wissenschaftlichen Publikationswerkzeugen.</h2>
<p>Der Workshop war von vornherein größenwahnsinnig. Aber die Teilnehmer haben recht: Je früher sich die Communities der Wissenschaftsautoren von PDF, Microsoft Word, ISI Journal Impact Factor etc. verabschieden, desto besser. Sicher, man kann versuchen, all diese Dinge zu reparieren. So geben sich einige engagierte Entwickler bei Microsoft Research <a href="http://research.microsoft.com/en-us/collaboration/focus/education/scholarlycomm.aspx" class="liexternal">Mühe</a>, Word und Co. ein paar neue Tricks beizubringen. Auch das ist verdienstvoll. Aber der Aufwand für ein Upgrade vom wissenschaftlichen Publizieren 1.0 auf 1.1 ist größer, als gleich auf 2.0 umzusteigen. Originäre Web-Werkzeuge und -Konzepte wie HTML, Wikis, Weblogs, <a href="http://altmetrics.org/manifesto/" class="liexternal">Alternative Metriken</a> etc. sind grundsätzlich besser dazu geeignet, die Potentiale des Webs für das wissenschaftliche Publizieren zu heben. Iterative und Mikro-Publikationen, Interaktion und Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen, transparente und entwicklerfreundliche Werkzeuge seien hierzu nur als Stichworte genannt.</p>
<h3>Neue Komponenten für den Publikations-Workflow erfinden</h3>
<p>Der <a href="http://fascinator.usq.edu.au/features.htm" class="liexternal">Fascinator</a> vom Australian Digital Futures Institute (ADFI) ist so etwas wie ein persönliches Repository für digitale Objekte. Man kann damit diese Objekte sowohl auf dem Desktop zuhause als auch öffentlich im Web organisieren, browsen, in andere Formate konvertieren, taggen und betrachten. Fascinator soll eine Art Pipeline sein: Ein Objekt kann ein Word-Dokument, ein Digitalfoto, aber auch ein automatisch aufgepicktes Item aus einem ATOM Feed sein; das Ziel, an/in dem das fertig bearbeitete, strukturierte, sortierte&#8230; Objekt ankommt, mag ein Ebook-Lesegerät, ein WordPress-Blog, ein LMS oder auch ein &#8220;richtiges&#8221; Institutional Repository sein. Varianten der freien Software Fascinator sollen z.B. auch das gemeinsame Konvertieren und Sortieren von Items im Team unterstützen. Peter Sefton nennt in seiner <a href="http://www.slideshare.net/ptsefton1/bringin-the-web-to-researchers" class="liexternal">Präsentation</a> zum Workshop die starke Prämisse hinter Fascinator:</p>
<blockquote><p>&#8220;Consider the limits of mainstream authoring systems &#8212; we will be dealing with them&#8221;</p></blockquote>
<p><em>(Die Metapher des Repositories als Pipeline habe ich von Wolfram Horstmann geborgt, der sie <a href="http://www.dini.de/fileadmin/workshops/DINI-Helmholtz-2010/Horstmann-UeberblickPraxisVision.pdf" class="lipdf">in einem etwas anderen Zusammenhang</a> (PDF-Link) eingeführt hat.)</em></p>
<h3>Ganze Autoren-Werkzeuge weiterentwickeln</h3>
<p>Um die Defizite der Autoren-Werkzeuge zu kompensieren kann man zusätzliche Komponenten bauen &#8212; oder vorhandene Web-Werkzeuge umkrempeln. Letzteres versucht die Firma Solvitor LLC mit ihrer WordPress-Weiterentwicklung <a href="https://sites.google.com/site/beyondthepdf/workshop-papers/annotum" class="liexternal">Annotum</a>. Mit WordPress, so die Idee, sollen XML-Dokumente unter Einhaltung verbreiteter Standards des wissenschaftlichen Publizierens (erwähnt wird die <a href="http://dtd.nlm.nih.gov/" class="liexternal">NLM DTD</a>; zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dokumenttypdefinition" rel="nofollow" class="liwikipedia">Konzept DTD vgl. Wikipedia</a>) strukturiert, bearbeitet und ausgeben werden können &#8212; allein mittels der vertrauten grafischen Benutzeroberfläche der Weblog-Software. Dazu müssen natürlich auch Features zur gemeinschaftlichen Bearbeitung und Versionisierung von Texten eingeführt werden. Last not least findet man Merkmale von Textsatzsystem wie LaTeX: Literaturverwaltung sowie die Erstellung von Formelsatz, Diagrammen etc. sollen ebenfalls unterstützt werden.</p>
<h3>&#8230;oder fehlende Features durch Plugins ergänzen</h3>
<p>Überhaupt, Literaturverwaltungs-Werkzeuge. Bisher sind sie praktisch ausschließlich für die Textverarbeitung am PC zu haben. Martin Fenner <a href="http://blogs.plos.org/mfenner/2010/12/28/wordpress-for-reference-management/" class="liexternal">zeigt</a>, wie dieses Defizit mit Hilfe der Konzepte von WordPress behoben werden kann. Sein Plugin greift die ohnehin in WordPress vorhandene Linkverwaltung auf und integriert sich als Funktion zum Suchen und Einfügen vollwertiger Quellenangaben in den Blogeditor. Dieser Lösungsansatz ist pragmatisch und elegant. Ob RefWorks, Mendeley, Zotero, Citavi, EndNote Web &amp; Co. irgendwann einmal WordPress-Plugins zur Integration mit der eigenen Online-Literaturliste herausbringen? (Vgl. die von unabhängigen Entwicklern bereitgestellten rudimentären WordPress Plugins für <a href="http://sergioandreozzi.com/wordpress/bib2html/" class="liexternal">BibTeX</a>, <a href="http://www.christianschenk.org/projects/wordpress-bibsonomy-plugin/" class="liexternal">BibSonomy</a> und <a href="http://mathias-funk.com/projects/wpciteulike/" class="liexternal">CiteULike</a>.)</p>
<p>Die Liste der weiterentwickelten Werkzeuge ließe sich fortsetzen. So <a href="http://www.science3point0.com/coaspedia/index.php/User%3ADaniel_Mietchen/Projects/Beyond_the_PDF_Workshop_2011" class="liexternal">zeigen</a> Daniel Mietchen, Konrad Förstner und Mark Hahnel, wie ein wissenschaftlicher Aufsatz aussehen könnte, der in einem Wiki geschrieben und reviewt wird, und dort dauerhaft gefunden und gelesen werden kann. Einige weitere der <a href="https://sites.google.com/site/beyondthepdf/workshop-papers" class="liexternal">insgesamt 28 Workshop Paper</a> setzen ebenfalls an Werkzeug-Fragen an.</p>
<h2>2. Die Erforschung des Publizierens mit dem Ziel der besseren Unterstützung wissenschaftlicher Autoren und ihrer Rezipienten im Web.</h2>
<p>Zu dieser klassisch bibliothekarischen Fragestellung passt die Entwicklung von Ontologien, die das Annotieren digitaler Publikationen erleichtern. Denn egal, ob Autoren in Word, Fascinator, WordPress oder anderen Umgebungen ihre Texte schreiben werden &#8212; es muß einfach sein, sich in verschiedenartigen Anmerkungen auf das zu beziehen, was andere schon gesagt, gezeigt, bewiesen haben. Mehr noch, man muß diese Vorarbeiten einfach heranziehen, zitieren, überarbeiten können, und bestimmt noch manches mehr. Entscheidend ist nur: Welcher Art die Bezugnahme ist, daß sollte auch nachträglich maschinenlesbar festzustellen sein. Als Rezipient will ich differenziert danach suchen odere browsen können, wer das Paper von XY nur zitiert hat, wer mit den Daten von XY neue Untersuchungen angestellt oder aber wer die These von XY widerlegt hat. Daher ist es überaus verdienstvoll, wenn, zum Beispiel, David Shotton und Silvio Peroni ihre neuen <a href="http://imageweb.zoo.ox.ac.uk/pub/2010/Publications/Shotton&amp;Peroni_semantic_annotation_of_publication_entities.pdf" class="lipdf">SPAR-Ontologien zum Annotieren in digitalen Publikationen</a> (PDF-Link) zur Diskussion stellen.</p>
<p>Yolanda Gil beschäftigt sich mit der <a href="https://sites.google.com/site/beyondthepdf/workshop-papers/the-w3c-provenance-group" class="liexternal">Frage</a>, wie wir die Herkunft eines Artefakts in einer digitalen Publikation ausdrücken werden &#8212; ebenfalls eine Frage, deren Bedeutung man nicht hoch genug einschätzen kann.</p>
<p>Autoren sollten natürlich nicht wissen müssen, wie Annotationen oder Provenienz digital ausgedrückt werden &#8212; die komfortable grafische Benutzeroberfläche des jeweiligen Editors wird diese Details zum verschwinden bringen, genau so wie wir heute Word-Dokumente oder WordPress-Blogposts  produzieren, ohne genau zu wissen, wie sie strukturiert sind. Aber was ist mit Dingen, von denen wir selbstverständlich sprechen: &#8220;Klar, ich kenne das Papier von XY&#8221; &#8212; wie kenne ich es, wie habe ich es gelesen oder auch &#8220;nicht-gelesen&#8221; (z.B. überflogen)? Mit dieser hoch relevanten Frage beschäftigt sich Jodi Schneider in ihrer <a href="http://www.slideshare.net/jodischneider/supporting-readingbeyondthepdf" class="liexternal">Präsentation</a>. Ihre Erkenntnisse helfen uns,  im Webzeitalter praktische Antworten auf eine ebenfalls klassische bibliothekarische Frage zu finden: Wie können wir die Leser und das Lesen als solches besser unterstützen?</p>
<p>Auch solche Antworten werden größtenteils hinter den grafischen Oberfläche der Werkzeuge für Autoren und Rezipienten verschwinden. Den Fortschritt, den diese Antworten bringen, werden wir nur noch gelegentlich zu spüren bekommen. Wenn wir etwa schmunzeln bei der Erinnerung an das Anklicken klobiger PDF-Dateien, an unübersichtliche Browser-Plugins und an all die HTML-Browser-Funktionen, die uns beim Umgang mit diesen Dingern immer wieder fehlten. Nur gut, daß <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pdf" rel="nofollow" class="liwikipedia">in der Wikipedia</a> festgehalten sein wird, was PDF-Dateien waren, und wie die wissenschaftliche Öffentlichkeit sie dann eines Tages losgeworden war.</p>

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		</item>
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		<title>Sacherschließung von Literatur in und mit der Wikipedia &#8211; eine Spielidee</title>
		<link>http://biblionik.de/2010/08/04/sacherschliessung-mit-wikipedia-spielidee/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 10:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Im Urlaub fiel mir eine Spielidee ein. Immer mehr wissenschaftliche Veröffentlichungen sind digital im Netz abrufbar. Vieles davon läßt sich durch Volltext-Suchdienste finden, doch das ist nicht die einzige und nicht immer die beste Art, Literatur zu einem Thema zu finden. Eine andere, neuartige Methode ist das Finden von Literatur mit der Wikipedia. Mit einer [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=161"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Im Urlaub fiel mir eine Spielidee ein.</p>
<p><span id="more-161"></span></p>
<p>Immer <a href="http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0011273" class="liexternal">mehr</a> wissenschaftliche Veröffentlichungen sind digital im Netz abrufbar. Vieles davon läßt sich durch Volltext-Suchdienste finden, doch das ist nicht die einzige und nicht immer die beste Art, Literatur zu einem Thema zu finden.</p>
<p>Eine andere, neuartige Methode ist das Finden von Literatur mit der Wikipedia. Mit einer einfachen Websuche landet man bekanntlich oft beim Wikipedia-Artikel zum jeweiligen Thema, und die Artikel enthalten oft eine Menge nützlicher wissenschaftlicher Literaturangaben. Anderseits ist natürlich festzustellen: Selbst in einem sorgfältig gepflegten Wikipedia-Artikel fehlen oft eine Menge wissenschaftlicher Literaturangaben, die zum jeweiligen Thema gut passen würden.</p>
<p>Hier setzt die Spielidee an:</p>
<ul>
<li>Ein Crawler indexiert den Volltext frei      zugänglicher wissenschaftlicher Literatur. (Die Suchmaschine <a href="http://base.ub.uni-bielefeld.de/de/index.php" class="liexternal">BASE</a> tut dies      beispielsweise für Literatur aus tausenden Open-Access-Journals und      hunderten Repositories.)</li>
<li>Ein solcher Index wird durch eine automatische      Themenerkennung grob vorsortiert auf passende Wikipedia-Artikel. (Dies ist      mit freier Software wie <a href="https://sites.google.com/a/medelyan.com/www/news/mauitopicindexerisnowavailableonsourceforge" class="liexternal">Maui Indexer</a> möglich.)</li>
<li>Jetzt wird es interessant: In dem jeweiligen      Wikipedia-Artikel kann nun automatisch neue Literatur angezeigt werden,      die <strong><em>vielleicht</em></strong> zum Thema passt. Alle Leser des      Wikipedia-Artikels können per Mausklick votieren: Paßt die      Literaturangabe <strong><em>genau</em></strong> zum Thema des Artikels:      Ja, Nein oder Vielleicht? &#8211; Literaturangaben mit genügend Ja-Stimmen      wandern irgendwann in die Literaturliste des Artikels.</li>
<li>Wie und warum sollen die Leser beurteilen, ob      eine Literaturangabe paßt? Erstens bekommen sie einen Link zum Volltext,      können also einen Blick in den Text werfen. Zweitens haben sie das gute      Gefühl, dem Wiki-Gedanken entsprechend einen (minimalen) Beitrag zum      Artikel geleistet zu haben. Drittens kann man das Ganze als Spiel      aufziehen: Wer viele Voten abgegeben hat, die später von weiteren      Wikipedia-Benutzern bestätigt worden sind, bekommt Punkte, kann sich      vielleicht in einem Artikel-, Themenbereichs- oder Wikipedia-Score mit      anderen Benutzern vergleichen, etc.</li>
</ul>
<p>Wozu dieses Spiel?</p>
<ul>
<li>Die Wikipedia ist ein naheliegender Einstiegspunkt zur bibliographischen Recherche, dessen Entwicklungspotential in dieser Hinsicht erst allmählich klar wird. (Jakob Voß hatte schon vor einiger Weile darauf hingewiesen, daß man die Wikipedia auch als einen <a href="http://arxiv.org/abs/cs/0604036" class="liexternal">kollaborativ betriebenen Thesaurus</a> betrachten kann.)</li>
<li>Die Qualität der Wikipedia-Artikel könnte von diesem Spiel profitieren. Es ist rechtlich sicher und technisch einfach, ganze Textauszüge, Bilder etc. aus Open-Access-Publikationen in der Wikipedia zu zitieren; manche Autoren würden darauf aufmerksam, daß ihre Arbeit von der Wikipedia verlinkt wird, was vielleicht zu weiteren kompetenten Fehlerkorrekturen oder Ergänzungen führt, etc.</li>
<li>Bibliothekare und Dokumentare sind bisher nicht besonders gut darin, sogenannte unselbständige Literatur (also Konferenz-Papers, Aufsätze etc.) schnell, umfassend und genau thematisch zu sortieren. Die Wikipedia-Benutzer können es vielleicht besser. Man kann das auch als ein bibliothekarisches Meta-Spiel betrachten, dessen Regeln noch genauer zu definieren wären. Ich würde meinen Wetteinsatz auf die Wikipedia-Benutzercommunity setzen: Sie wird in Kürze schneller, umfassender und genauer sortieren als professionelle Indexierer, zumindest die frei zugängliche wissenschaftliche Literatur. <img src='http://biblionik.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>Neben der (spielerischen) Konkurrenz könnte hier ein realer Nutzen für Dritte entstehen: Die von den Wikipedia-Benutzern erstellten Zuordnungen stünden unter einer freien Lizenz, könnten durch Dienste wie <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/DBpedia" class="liexternal">DBpedia</a> in eine für Maschinen besser lesbare Form gebracht und schließlich andernorts nachgenutzt werden, zum Beispiel in Bibliothekskatalogen und Datenbanken. Voraussetzung wäre ein Mapping zwischen Artikelbezeichnungen der Wikipedia und den tradierten Thesauri (bzw. den Wikipedia-Kategorien und den tradierten Klassifikationen).</li>
<li>Im Webzeitalter wird es Zeit, Konzepte wie die Sacherschließung kreativ aufzuwirbeln. Dienste wie <a href="http://www.faviki.com/" class="liexternal">Faviki</a> faszinieren mich, weil hier ansatzweise erkennbar wird, was für ein Potential der Dreiklang aus kollaborativem Thesaurus (Wikipedia), Algorithmen (bei Faviki: <a href="http://www.zemanta.com/" class="liexternal">Zemanta</a>) und sortierenden Benutzern hat. Gehen wir noch einen Schritt weiter und lösen uns von der Betrachtung des zu sortierenden Objekts! Gehen wir stattdessen von dem Thema aus, das uns gerade beschäftigt, suchen den öffentlichen Knotenpunkt des Themas im Web auf, lassen uns dort von einem Algorithmus ein paar passende Publikationen zuwerfen &#8211; und beobachten dann, was passiert.</li>
</ul>
<p>Abschließend geht mein Dank an <a href="http://mathias-schindler.de/" class="liexternal">Mathias Schindler</a> &#8211; Elemente der Spielidee sind im anregenden Gedankenaustausch mit ihm zustande gekommen.</p>

	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/open-access/" title="Open Access" rel="tag">Open Access</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/spas/" title="Spaß" rel="tag">Spaß</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/spiel/" title="Spiel" rel="tag">Spiel</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/tagging/" title="Tagging" rel="tag">Tagging</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wiki/" title="Wiki" rel="tag">Wiki</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a><br />
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		</item>
		<item>
		<title>Googles Knol &#8211; keine Konkurrenz für die Wikipedia</title>
		<link>http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/</link>
		<comments>http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 22:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Googles neue Publikationsplattform Knol wurde bereits vor einem halben Jahr angekündigt und ist nun freigeschaltet worden. Vielleicht haben Danny Sullivan, Torsten Kleinz und andere recht, und Google muß allein schon deshalb einen solchen Versuchsballon starten, weil Konkurrenten wie Yahoo mit Answers bereits eigene Produkte auf dem Markt &#8220;Wissensplattformen mit User Generated Content als Anzeigenumfeld&#8221; platziert [...]]]></description>
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	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Googles+Knol+%26%238211%3B+keine+Konkurrenz+f%C3%BCr+die+Wikipedia&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2008-07-29&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/&amp;rft.language=English"></span>
<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=23"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Googles neue Publikationsplattform <em><strong>Knol</strong></em> wurde bereits <a href="http://log.netbib.de/archives/2007/12/15/google-knol/" class="liexternal">vor einem halben Jahr</a> angekündigt und ist nun <a href="http://googleblog.blogspot.com/2008/07/knol-is-open-to-everyone.html" class="liexternal">freigeschaltet</a> worden.</p>
<p>Vielleicht haben <a href="http://searchengineland.com/071213-213400.php" class="liexternal">Danny Sullivan</a>, <a href="http://www.zeit.de/online/2007/52/knol-wikipedia" class="liexternal">Torsten Kleinz</a> und andere recht, und Google muß allein schon deshalb einen solchen Versuchsballon starten, weil Konkurrenten wie Yahoo mit <a href="http://de.answers.yahoo.com/" class="liexternal">Answers</a> bereits eigene Produkte auf dem Markt &#8220;Wissensplattformen mit User Generated Content als Anzeigenumfeld&#8221; platziert haben.</p>
<p>Ein interessantes Nebenprodukt von Knol ist zwar die Idee eines Quasi-Wikis, in dem der ursprüngliche Autor die Kontrolle über seinen Artikel behält und optional Kollaboration erlauben kann. Warum auch ein solches innovatives Moment Knol nicht zu einem Renner machen wird, will ich &#8212; gestützt auf die Vorarbeiten einiger anderer Blog-Autoren &#8212; in diesem Beitrag kurz erläutern.</p>
<p><span id="more-23"></span></p>
<p>Knol soll nicht irgendwie &#8220;besser&#8221; sein als die Wikipedia,  sondern soll Angeboten wie der Wikipedia <em><strong>Marktanteile entreissen </strong></em>&#8211; so fasst George Siemens treffend <a href="http://www.elearnspace.org/blog/archives/003453.html" class="liexternal">zusammen</a>, was an Knol wichtig ist:</p>
<blockquote><p>With up to 30% of Google/Yahoo searches returning links to Wikipedia, Google sees an enormous non-adsensed space. The traffic of Wikipedia makes ad providers salivate. To combat this untapped market, Google opted to create a service called <a href="http://knol.google.com/k#" class="liexternal">Knol</a> (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Und er macht auf den entscheidenden Unterschied in der Gestaltung von Wikipedia und Knol aufmerksam: Bei Knol kann es <em><strong>mehrere Artikel zu einem Thema</strong></em> geben &#8212; und jeder Artikel gehört seinem Autoren.</p>
<blockquote><p>Anyone can create a knol and invite others to contribute. If several people decide to write a knol on elearning, both are allowed to exist. The community can vote and rate article quality.<br />
(&#8230;) Google is essentially stating that individual ownership of articles is important.</p></blockquote>
<p>Google hat bei Knol also die <strong><em>individuelle Autorschaft in den Mittelpunkt</em></strong> gerückt. <a href="http://www.cognitive-edge.com/blogs/dave/2008/07/the_controlling_knol.php" class="liexternal">Dave Snowden</a> sieht in dieser spezifischen &#8220;Abmischung&#8221; von Wiki-Freiheit und autorieller Kontrolle auf der Knol-Plattform gar eine wichtige Einsicht neuerer Wissensmanagement-Ansätze eingeholt.</p>
<p>In meinen Augen relativiert sich diese Neuheit allerdings daran, daß sich auch <strong><em>handelsübliche Wiki-Software entsprechend konfigurieren und benutzen</em></strong> läßt: Man kann den &#8220;Gründer&#8221; jedes neuen Artikels festlegen lassen, ob und welche anderen Benutzer an dem Artikel mitschreiben dürfen, oder ob generell nur Kommentare erlaubt sind. Art und Ausmaß des Erfolgs von Knol sollten allerdings beobachtet werden, um zu erkennen, zu welchen Anwendungsfällen solche Wiki-Konfigurationen möglicherweise passen.</p>
<p>Allerdings steht neben der inhaltlichen Kontrolle des Autors über seinen Knol-Artikel und ggf. einen Anteil der Werbeeinnahmen auch noch die Kontrolle Googles über die wertvollen Traffic-Daten, wie <a href="http://scilib.typepad.com/science_library_pad/2008/07/probably-the-10.html" class="liexternal">Richard Akerman betont</a>.</p>
<p>Patrick Danowski eröffnet einen <a href="http://www.bibliothek2null.de/2008/07/24/google-startet-knol-ein-konkurrent-fur-dokumentenserver/" class="liexternal">weiteren interessanten Gesichtspunkt</a>: Der gesamte Inhalt des Wikipedia-Projekts steht unter einer <em><strong>freien Lizenz</strong></em> &#8212; wer mitmacht, läßt sich automatisch darauf ein.</p>
<p>Knol hingegen interpretiert <strong><em>Offenheit rein technisch</em></strong>. Den Autoren wird es zwar leicht gemacht, per Mausklick eine freie Lizenz zu wählen, aber es können auch alle Rechte vorbehalten werden. Insofern sind die Informationen in Knol zwar lesbar, jedoch nur sehr bedingt vorbereitet auf neuartige semantische Erschließungsstrategien, wie sie bei der (von Patrick beispielhaft angeführten) <a href="http://dbpedia.org/About" class="liexternal">DBpedia</a> umgesetzt werden.</p>
<p>Christian Hauschke <a href="http://infobib.de/blog/2008/07/24/knol-googles-antwort-auf-wikipedia/" class="liexternal">sieht in Knol</a> denn auch einen <strong><em>Testfall für die Motivation</em></strong> derjenigen, die den &#8220;Content generieren&#8221;.</p>
<p>Eines steht fest: Google manifestiert mit Knol sein massives Interesse an allen Segmenten des wachsenden Web-Anzeigenmarkts. Der umkämpfte Anzeigen-Traffic kann nicht nur durch Suchmaschinen generiert werden &#8212; suchmaschinen-zugänglichen &#8220;Content&#8221; benötigt man leider auch noch.</p>
<p>Man kann dazu Bücher scannen &#8212; dann liefern Bibliotheken den Content, und Google setzt die Bedingungen, unter denen die Digitalisate anschließend &#8220;ein bißchen frei&#8221;<sup><a href="http://biblionik.de/2008/07/29/googles-knol-keine-konkurrenz-fur-die-wikipedia/#footnote_0_23" id="identifier_0_23" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Alle kooperierenden Bibliotheken scheinen Google vertraglich das Exklusivrecht an der kommerziellen Volltextindexierung zugesichert zu haben.">1</a></sup> zugänglich sind.</p>
<p>Oder man kann Inhalte <em><strong>von Benutzern erschaffen lassen</strong></em>, und Google überläßt es immerhin den Benutzern, wie frei sie ihren Content zugänglich machen wollen.</p>
<p>In beiden Fällen behält Google jedoch die volle <strong><em>Kontrolle über die Infrastruktur der Informationsbereitstellung</em></strong>. Und gibt den Benutzern, anders als die Wikipedia-Community, Automattic (WordPress.com) oder auch Connotea, nicht einmal eine installierbare Open-Source-Version von Knol in die Hand, mit der jederzeit Forks realisierbar wären.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Zwecke von Knol sind allzu sehr Googles Zwecke. Ich kann mir daher kaum vorstellen, daß hier etwas ähnliches wie die Wikipedia entsteht.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_23" class="footnote">Alle kooperierenden Bibliotheken scheinen Google vertraglich das Exklusivrecht an der kommerziellen Volltextindexierung zugesichert zu haben.</li></ol>
	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/google/" title="Google" rel="tag">Google</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/knol/" title="Knol" rel="tag">Knol</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/kollaboration/" title="Kollaboration" rel="tag">Kollaboration</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wiki/" title="Wiki" rel="tag">Wiki</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wissensmanagement/" title="Wissensmanagement" rel="tag">Wissensmanagement</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/yahoo/" title="Yahoo" rel="tag">Yahoo</a><br />
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