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	<title>Biblionik &#187; Scienceblog</title>
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	<description>Zur Revolutionierung von Bibliothek und Wissensorganisation durch das Internet</description>
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		<title>Ordnung im Blog &#8211; Praktiken des Bloggens</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 17:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Unter diesem, vielleicht etwas merkwürdig anmutenden, Titel halte ich morgen eine Präsentation im bibliothekarischen Workshop der Jahrestagung der Gesellschaft für Klassifikation (GFKL). Zwei oder drei Gedanken, die ich dort ausführen möchte: Durch viele, für sich genommen &#8220;kleine&#8221;, &#8220;gewöhnliche&#8221; Techniken und Verhaltensweisen wie gegenseitiger Verlinkung, Blogrolls und Blog-Kommentaren, passieren &#8220;im Großen&#8221; interessante Dinge. (Stichwort &#8220;Emergenz&#8221;) Es [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=4"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Unter diesem, vielleicht etwas merkwürdig anmutenden, Titel halte ich morgen eine <a href="http://www.slideshare.net/lambo/tags/gfkl08" class="liexternal">Präsentation</a> im bibliothekarischen <a href="http://gfkl2008.hsu-hh.de/workshop2.html" class="liexternal">Workshop</a> der Jahrestagung der Gesellschaft für Klassifikation (GFKL). Zwei oder drei Gedanken, die ich dort ausführen möchte:</p>
<p><span id="more-4"></span></p>
<ol>
<li>Durch viele, für sich genommen &#8220;kleine&#8221;, &#8220;gewöhnliche&#8221; Techniken und Verhaltensweisen wie gegenseitiger Verlinkung, Blogrolls und Blog-Kommentaren, passieren &#8220;im Großen&#8221; interessante Dinge. (Stichwort &#8220;Emergenz&#8221;) Es entstehen vor allem lose geknüpfte <a href="http://jcmc.indiana.edu/vol12/issue4/schmidt.html" class="liexternal">Communities</a> von Bloggern, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen, voneinander lernen, und die nach außen als <em>gemeinschaftliche Produktionsstätte</em> neuer Ideen sichtbar werden. Oder auch als <em>&#8220;kollaborativer Filter&#8221;</em>, der aus der Menge neuer Informationen das Relevante herausfischt, synthetisiert, und in einen Zusammenhang mit dem bereits Bekannten stellt.  (Und natürlich, völlig untrennbar von den Funktionen &#8220;Produktionsstätte&#8221; und &#8220;Filter&#8221;,  auch als selbstbezüglicher, narzistischer , vereinsmeierischer <em>Kaffeeklatsch</em> von nahezu unbegrenzter zeitlicher Ausdehnung.)</li>
<li><em>Nebenbemerkung, wird im Vortrag nicht vorkommen: </em>Heute wird gerne darüber spekuliert, inwiefern &#8220;kollaboratives Filtern&#8221; durch Blogs und Social Bookmarking <a href="http://nitens.org/docs/spr_coop08.pdf" class="lipdf">funktional äquivalent</a> sind zum <em>Peer Review</em>, wie er bei wissenschaftlichen Journals üblich ist. Solche Analogien brauchen wir, um uns etwas Neues zu veranschaulichen. Aber die Qualitäten des Neuen können auch ganz woanders liegen, und deswegen sollte man derartige Vergleiche nicht überbewerten. Man hätte vor der Popularisierung des Internets, die den revolutionären Charakter des neuen Mediums so offensichtlich machte, das Internet-Protokoll mit dem Telefax vergleichen können, und man hätte sich fragen können, ob das Internet wohl jemals dazu in der Lage sein werde, vollständig das Fax zu ersetzen. Telefax-Geräte gibt es heute immer noch &#8211; aber alle sind sich darüber einig, daß das Internet eine besondere, eigene Qualität in ganz anderen Bereichen hat, und <em>daher</em> die Frage nach der Ablösung des Telefax irrelevant geworden ist.</li>
<li>Das &#8220;Filtern&#8221; läßt sich auch bibliothekarisch formulieren: Blog-Autoren und ihre Communities sammeln und erschließen Informationen, und machen sie immer wieder in neuer Form verfügbar und benutzbar. Wie in einem Labor lassen Weblogs (und inzwischen viele andere blog-artige Medien) erkennen, wie sich der Umgang mit Informationen durch das Web insgesamt verändern könnte. Die Rolle intermediärer Akteure wie der Bibliothekare müßte sich demnach radikal verändern. Eine neue bibliothekarische Aufgabe könnte darin bestehen, Communities bei <em>deren</em> jeweiliger Wissensorganisation zu unterstützen. Beispielsweise durch dezentral verfügbare Tools, durch Erfahrung und Rat mit der Anwendung auf bestimmte Informationstypen oder einen bestimmten Informationsbedarf. Besonders interessant und komplex wird es an den Rändern der Communities: Wie macht man man das organisierte Wissen einer Community für Außenstehende effektiv sichtbar und benutzbar? Und wer aggregiert die Community-Aggregatoren?</li>
</ol>

	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/gfkl08/" title="GfKl08" rel="tag">GfKl08</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/scienceblog/" title="Scienceblog" rel="tag">Scienceblog</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/technology-stewardship/" title="Technology Stewardship" rel="tag">Technology Stewardship</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/weblog/" title="Weblog" rel="tag">Weblog</a><br />
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