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	<title>Biblionik &#187; Allgemein</title>
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	<description>Zur Revolutionierung von Bibliothek und Wissensorganisation durch das Internet</description>
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		<title>Ein kollaborativ erstelltes Literaturdaten-Verzeichnis für ein kollaborativ erstelltes Handbuch</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 16:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Sandra Schaffert und Martin Ebner koordinieren derzeit die Entstehung eines interdisziplinären Lehrbuchs rund um das Thema Lernen und Lehren mit Technologien (L3T), das im Frühjahr 2011 erscheinen soll.

Zu den Besonderheiten dieses Buchs gehört, daß es von zahlreichen Autoren kollaborativ geschrieben wird &#8212; in kleinen Teams, Kapitel für Kapitel. Das so entstandene Buch wird auch online [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=167"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Sandra Schaffert und Martin Ebner koordinieren derzeit die Entstehung eines <a href="http://l3t.tugraz.at">interdisziplinären Lehrbuchs rund um das Thema Lernen und Lehren mit Technologien (L3T)</a>, das im Frühjahr 2011 erscheinen soll.</p>
<p><span id="more-167"></span></p>
<p>Zu den Besonderheiten dieses Buchs gehört, daß es von zahlreichen Autoren kollaborativ geschrieben wird &#8212; in kleinen Teams, Kapitel für Kapitel. Das so entstandene Buch wird auch online frei zugänglich sein.</p>
<p>Was läge da näher, als mit den Mitteln des Webs kollaborativ Materialien für das Buch zusammenzustellen? Ralf Appelt fragt daher in seinem Weblog: <a href="http://appelt.net/2010/08/wie-sieht-elearning-aus/">Wie sieht eLearning aus?</a> Zur Antwort kann jeder beitragen, indem er zur <a href="http://www.flickr.com/groups/l3t/">Flickr-Gruppe L3T</a> passende Bilder hinzufügt. (Was dabei zu beachten ist, schildert Ralf in seinem o.g. Beitrag.) Aus dem Bilderpool soll u.a. das Handbuch illustriert werden.</p>
<p>Aber was ist mit Literaturdaten? Auf welche Aufsätze, Bücher und Websites sich das Handbuch bezieht sollte für die Leser später nicht nur lesbar, sondern greifbar werden. Schön wäre eine wachsende Literaturliste zu den Themen der Artikel,</p>
<ul>
<li>die man anhand der Tags zu den Handbuch-Kapiteln filtern kann,</li>
<li>die Abstracts und ggf. Links zum digitalen Volltext enthält,</li>
<li>die sich von jedermann in digitale Literaturlisten für den eigenen Bedarf kopieren und in verschiedene Formate ausgeben läßt, und einiges mehr.</li>
<li>Ach ja, und sie sollte kollaborativ gepflegt werden können!</li>
</ul>
<p>Das Mittel der Wahl ist die hierzu eingerichtete <a href="http://www.citeulike.org/group/13885/">Gruppen-Bibliothek L3T bei CiteULike</a>. Wer will kann sich in die Gruppe einladen lassen (Kommentar hier im Blog oder E-Mail reicht), dort Literaturdaten hinzufügen und mit dem Namen seines Kapitels taggen. In den meisten Fällen ist die Übernahme z.B. von Buch- und Aufsatzdaten übrigens per Mausklick möglich, es muß also nichts mühselig eingetippt werden. Wie das ungefähr geht beschreibe ich im untenstehenden Video (&lt; 4 Minuten). Weitere Fragen können gern hier in den Kommentaren gestellt werden.</p>
<p><object classid='clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000' codebase='http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,115,0' width='448' height='276'><param name='movie' value='http://screenr.com/Content/assets/screenr_1116090935.swf' ></param><param name='flashvars' value='i=100047' ></param><param name='allowFullScreen' value='true' ></param><embed src='http://screenr.com/Content/assets/screenr_1116090935.swf' flashvars='i=100047' allowFullScreen='true' width='448' height='276' pluginspage='http://www.macromedia.com/go/getflashplayer' ></embed></object></p>

	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/citeulike/" title="CiteULike" rel="tag">CiteULike</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/elearning/" title="eLearning" rel="tag">eLearning</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/l3t/" title="L3T" rel="tag">L3T</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/tagging/" title="Tagging" rel="tag">Tagging</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/technology-stewardship/" title="Technology Stewardship" rel="tag">Technology Stewardship</a><br />

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</ul>

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		<title>Sacherschließung von Literatur in und mit der Wikipedia &#8211; eine Spielidee</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 10:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Im Urlaub fiel mir eine Spielidee ein.

Immer mehr wissenschaftliche Veröffentlichungen sind digital im Netz abrufbar. Vieles davon läßt sich durch Volltext-Suchdienste finden, doch das ist nicht die einzige und nicht immer die beste Art, Literatur zu einem Thema zu finden.
Eine andere, neuartige Methode ist das Finden von Literatur mit der Wikipedia. Mit einer einfachen Websuche [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=161"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Im Urlaub fiel mir eine Spielidee ein.</p>
<p><span id="more-161"></span></p>
<p>Immer <a href="http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0011273">mehr</a> wissenschaftliche Veröffentlichungen sind digital im Netz abrufbar. Vieles davon läßt sich durch Volltext-Suchdienste finden, doch das ist nicht die einzige und nicht immer die beste Art, Literatur zu einem Thema zu finden.</p>
<p>Eine andere, neuartige Methode ist das Finden von Literatur mit der Wikipedia. Mit einer einfachen Websuche landet man bekanntlich oft beim Wikipedia-Artikel zum jeweiligen Thema, und die Artikel enthalten oft eine Menge nützlicher wissenschaftlicher Literaturangaben. Anderseits ist natürlich festzustellen: Selbst in einem sorgfältig gepflegten Wikipedia-Artikel fehlen oft eine Menge wissenschaftlicher Literaturangaben, die zum jeweiligen Thema gut passen würden.</p>
<p>Hier setzt die Spielidee an:</p>
<ul>
<li>Ein Crawler indexiert den Volltext frei      zugänglicher wissenschaftlicher Literatur. (Die Suchmaschine <a href="http://base.ub.uni-bielefeld.de/de/index.php">BASE</a> tut dies      beispielsweise für Literatur aus tausenden Open-Access-Journals und      hunderten Repositories.)</li>
<li>Ein solcher Index wird durch eine automatische      Themenerkennung grob vorsortiert auf passende Wikipedia-Artikel. (Dies ist      mit freier Software wie <a href="https://sites.google.com/a/medelyan.com/www/news/mauitopicindexerisnowavailableonsourceforge">Maui Indexer</a> möglich.)</li>
<li>Jetzt wird es interessant: In dem jeweiligen      Wikipedia-Artikel kann nun automatisch neue Literatur angezeigt werden,      die <strong><em>vielleicht</em></strong> zum Thema passt. Alle Leser des      Wikipedia-Artikels können per Mausklick votieren: Paßt die      Literaturangabe <strong><em>genau</em></strong> zum Thema des Artikels:      Ja, Nein oder Vielleicht? &#8211; Literaturangaben mit genügend Ja-Stimmen      wandern irgendwann in die Literaturliste des Artikels.</li>
<li>Wie und warum sollen die Leser beurteilen, ob      eine Literaturangabe paßt? Erstens bekommen sie einen Link zum Volltext,      können also einen Blick in den Text werfen. Zweitens haben sie das gute      Gefühl, dem Wiki-Gedanken entsprechend einen (minimalen) Beitrag zum      Artikel geleistet zu haben. Drittens kann man das Ganze als Spiel      aufziehen: Wer viele Voten abgegeben hat, die später von weiteren      Wikipedia-Benutzern bestätigt worden sind, bekommt Punkte, kann sich      vielleicht in einem Artikel-, Themenbereichs- oder Wikipedia-Score mit      anderen Benutzern vergleichen, etc.</li>
</ul>
<p>Wozu dieses Spiel?</p>
<ul>
<li>Die Wikipedia ist ein naheliegender Einstiegspunkt zur bibliographischen Recherche, dessen Entwicklungspotential in dieser Hinsicht erst allmählich klar wird. (Jakob Voß hatte schon vor einiger Weile darauf hingewiesen, daß man die Wikipedia auch als einen <a href="http://arxiv.org/abs/cs/0604036">kollaborativ betriebenen Thesaurus</a> betrachten kann.)</li>
<li>Die Qualität der Wikipedia-Artikel könnte von diesem Spiel profitieren. Es ist rechtlich sicher und technisch einfach, ganze Textauszüge, Bilder etc. aus Open-Access-Publikationen in der Wikipedia zu zitieren; manche Autoren würden darauf aufmerksam, daß ihre Arbeit von der Wikipedia verlinkt wird, was vielleicht zu weiteren kompetenten Fehlerkorrekturen oder Ergänzungen führt, etc.</li>
<li>Bibliothekare und Dokumentare sind bisher nicht besonders gut darin, sogenannte unselbständige Literatur (also Konferenz-Papers, Aufsätze etc.) schnell, umfassend und genau thematisch zu sortieren. Die Wikipedia-Benutzer können es vielleicht besser. Man kann das auch als ein bibliothekarisches Meta-Spiel betrachten, dessen Regeln noch genauer zu definieren wären. Ich würde meinen Wetteinsatz auf die Wikipedia-Benutzercommunity setzen: Sie wird in Kürze schneller, umfassender und genauer sortieren als professionelle Indexierer, zumindest die frei zugängliche wissenschaftliche Literatur. <img src='http://biblionik.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>Neben der (spielerischen) Konkurrenz könnte hier ein realer Nutzen für Dritte entstehen: Die von den Wikipedia-Benutzern erstellten Zuordnungen stünden unter einer freien Lizenz, könnten durch Dienste wie <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/DBpedia">DBpedia</a> in eine für Maschinen besser lesbare Form gebracht und schließlich andernorts nachgenutzt werden, zum Beispiel in Bibliothekskatalogen und Datenbanken. Voraussetzung wäre ein Mapping zwischen Artikelbezeichnungen der Wikipedia und den tradierten Thesauri (bzw. den Wikipedia-Kategorien und den tradierten Klassifikationen).</li>
<li>Im Webzeitalter wird es Zeit, Konzepte wie die Sacherschließung kreativ aufzuwirbeln. Dienste wie <a href="http://www.faviki.com/">Faviki</a> faszinieren mich, weil hier ansatzweise erkennbar wird, was für ein Potential der Dreiklang aus kollaborativem Thesaurus (Wikipedia), Algorithmen (bei Faviki: <a href="http://www.zemanta.com/">Zemanta</a>) und sortierenden Benutzern hat. Gehen wir noch einen Schritt weiter und lösen uns von der Betrachtung des zu sortierenden Objekts! Gehen wir stattdessen von dem Thema aus, das uns gerade beschäftigt, suchen den öffentlichen Knotenpunkt des Themas im Web auf, lassen uns dort von einem Algorithmus ein paar passende Publikationen zuwerfen &#8211; und beobachten dann, was passiert.</li>
</ul>
<p>Abschließend geht mein Dank an <a href="http://mathias-schindler.de/">Mathias Schindler</a> &#8211; Elemente der Spielidee sind im anregenden Gedankenaustausch mit ihm zustande gekommen.</p>

	Tags:<a href="http://biblionik.de/tag/open-access/" title="Open Access" rel="tag">Open Access</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/spas/" title="Spaß" rel="tag">Spaß</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/spiel/" title="Spiel" rel="tag">Spiel</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/tagging/" title="Tagging" rel="tag">Tagging</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wiki/" title="Wiki" rel="tag">Wiki</a>, <a href="http://biblionik.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a><br />

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</ul>

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		<title>Wir sehen uns im Frühjahr 2010!</title>
		<link>http://biblionik.de/2010/01/12/fruhjahr-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 09:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Biblionik zu lesen ist vielleicht ganz nett, einander zuzuhören und zu diskutieren ist jedoch interessanter. Daher hier ein Überblick der Veranstaltungen, die ich im Frühjahr 2010 besuchen werde, und worin ggf. mein eigener Beitrag besteht.

Am 5. und 6.  Februar 2010 findet an der Uni Hamburg das EduCamp 2010 statt. Barcamps wie eben das EduCamp [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=155"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><em>Biblionik</em> zu lesen ist vielleicht ganz nett, einander zuzuhören und zu diskutieren ist jedoch interessanter. Daher hier ein Überblick der Veranstaltungen, die ich im Frühjahr 2010 besuchen werde, und worin ggf. mein eigener Beitrag besteht.</p>
<p><span id="more-155"></span></p>
<p>Am <em>5. und 6.  Februar 2010</em> findet an der <em>Uni Hamburg</em> das <a href="http://educamp.mixxt.de/">EduCamp 2010</a> statt. Barcamps<strong> </strong>wie eben das EduCamp sind m.E. eine sehr wichtige neue Veranstaltungsform. Sie berücksichtigt, daß in informellen Online-Communities so rasch und intensiv Wissen ausgetauscht und neues Wissen geschaffen wird, daß man die raren Zeitphasen, in denen man viele Teilnehmer einer solchen Community &#8220;im echten Leben&#8221; zusammenbekommt, keinesfalls mit formaler Vorab-Planung ersticken sollte. Stattdessen beschränkt man sich bewußt darauf, die Leute zusammenzubringen, ein paar angenehme Rahmenbedingungen herzustellen, und dann den Dingen ihren Lauf zu lassen. In der quirligen deutschen E-Learning-Community, die sich in diesem Jahr in Hamburg treffen will, fühle ich mich zwar als Zaungast, aber umso besser &#8212; erfahrungsgemäßt entstehen die interessanten neuen Dinge ja in den Randbereichen solcher Communities&#8230; (Hashtag der Veranstaltung bei Twitter<strong>:</strong> <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23ec10hh">#ec10hh</a>.)</p>
<p>Am <em>18. und 19. Februar 2010</em> findet im Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung (ZBIW) der <em>FH Köln</em> das Seminar <a href="http://www.fbi.fh-koeln.de/zbiw/zbiw-detail.php?id=153&amp;hj=1">Literaturverwaltung in Zeiten von Web 2.0</a> statt. Diesmal bin ich nicht alleine Dozent &#8212; vielmehr wird das Seminar, eine Premiere, von <a href="http://friendfeed.com/mfenner">Martin Fenner</a> mitgestaltet. Das ist eine vielversprechende Kooperation, denn Martin beschäftigt sich zwar, ähnlich wie ich, mit webbasiertem Wissenmanagement im Wissenschaftsbereich &#8212; aber er hat einen anderen, bereichernden Blickwinkel auf das Thema. Er forscht und praktiziert als Arzt an der MH Hannover, publiziert u.a. in seinem <a href="http://network.nature.com/people/mfenner/profile">Weblog</a> im <em>Nature Network</em>, und ist sehr präsent in der internationalen Science 2.0-Community. Martin und ich wollen die zwei Tage nutzen, insbesondere neue Online- und Kollaborationsfeatures von Literaturverwaltungs-Anwendungen zusammen mit den Teilnehmenden auszuprobieren, wobei das Zusammenwirken von Offline und Online besonders intensiv zu untersuchen sein wird.</p>
<p>Am <em>22. Februar 2010</em> findet im Rahmen der Personalweiterbildung der<em> Uni Hannover </em>das eintägige Seminar <a href="http://www.personalweiterbildung.uni-hannover.de/veranstaltungen-29.html">Einführung in die Literaturverwaltung &#8212; wichtige Funktionen, Werkzeuge und Trends im Überblick</a> statt. Mit diesem Seminar richte ich mich an ein recht spezielles Publikum: Uni-Mitarbeiter, die &#8212; für sich selbst und ggf. auch für andere &#8212; entscheiden müssen, wie und wozu sie welche Literaturverwaltungs- oder Wissensmanagement-Tools einsetzen wollen. Hier werde ich einige kurz- und langfristige Trends erläutern und die Stärken einiger populärer Anwendungen in diesem Bereich exemplarisch vorführen. (Vgl. hierzu auch die <a href="http://www.slideshare.net/lambo/literaturverwaltung-im-wandel">Folien</a> meines Vortrags für die Ressortbibliotheken der Bundesanstalten.) Ähnlich wie das Literaturverwaltungsseminar für das ZBIW werden die Teilnehmenden auch hier vieles selbst ausprobieren können.</p>
<p>Am <em>5. März 2010</em> findet im Rahmen der <em>CeBIT 2010</em> der <a href="http://www.nordmedia.de/content/digitale_medien/medienwirtschaftsgipfel_niedersachsen_2010/">Medienwirtschaftsgipfel 2010</a> in <em>Hannover</em> statt. Als Teilnehmer einer vorbereitenden Arbeitsgruppe habe ich dem Veranstalter, dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium, ein Pilotprojekt zum Thema Open Government Data vorgeschlagen (näheres dazu hier <a href="http://biblionik.de/2009/11/03/ein-niedersachsisches-data-gov/">im Blog</a>) &#8212; ob und inwieweit bis zum Gipfel etwas passiert ist werden wir auf dem Gipfel sehen, und niemand ist gespannter darauf als ich selbst! <img src='http://biblionik.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  (Hashtag: Wie wär&#8217;s mit <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23mwg10">#mwg10</a>?)</p>
<p>Am <em>17. März 2010</em> werde ich im Rahmen des <em>4. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek </em>(<a href="http://www.bid-kongress2010.de/">15.-18. März 2010, Congress Center Leipzig</a>) einen Vortrag über <em>Social Media Monitoring für Bibliotheken und Co.</em> halten. (Genauer Titel und Abstract sind noch nicht online &#8212; sobald die Veranstalter ihre technischen Probleme gelöst haben, müßten die Informationen <a href="http://www.conwerk.net/contxt_bidkon10/programme/view_symp_detail_short_abstract.asp?symposiumID=94" class="broken_link">hier</a>, relativ weit unten auf der Seite, auftauchen. Hashtag der gesamten Veranstaltung: <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23bibtag10">#bibtag10</a>)</p>
<p>Ausserdem will ich im Rahmen des Bibliothekskongresses einen Vortrag für die <a href="http://zukunftswerkstatt.wordpress.com/2009/12/21/zukunftswerkstatt-auf-dem-bibliothekskongress-2010/">Zukunftswerkstatt</a> halten. Wann, wo und über welches Thema genau steht allerdings noch nicht fest &#8212; <em>stay tuned</em>! (Hashtag für alle Veranstaltungen der Zukunftswerkstatt: <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23zw09">#zw09</a>)</p>
<p>Am <em>13. April 2010 </em>gebe ich im Rahmen des Workshops <a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/inetbib2010/kim.html">Metadaten, Mikroformate &amp; Semantic Web: &#8220;Sinnvolles&#8221; Vernetzen von Informationen</a> des Kompetenzzentrums Interoperable Metadaten (KIM) an der <em>ETH Zürich</em> eine kurze, praxisnahe Einführung in <em>Microformats und COinS</em>. Hier werde ich einen &#8220;niedrigschwelligen&#8221; Ansatz greifbar machen, mit dem Bibliotheken und Wissenschaftseinrichtungen strukturierte (bibliographische) Daten in HTML-basierte Websites einbringen können. Insbesondere will ich zeigen, was die Benutzer davon haben &#8212; Stichwort dazu ist das nahtlose Übernehmen und Weiterbearbeiten von Daten in der eigenen Informationsumgebung des Benutzers, aber auch &#8220;intelligentere&#8221; Voransichten in den Ergebnisseiten populärer Websuchmaschinen. Der Workshop ist quasi ein Vorporgramm der InetBib-Tagung, womit wir beim nächsten Termin wären:</p>
<p>Am <em>14. April 2010</em> werde ich im Rahmen der <a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/inetbib2010/">11. InetBib-Tagung</a>, ebenfalls an der <em>ETH Zürich</em>, einen kurzen Vortrag über <em>Neue Aufgaben für BibliothekarInnen</em> halten. Es ist klar, worum es hier gehen wird: Aus den Leuten, die wir früher als &#8220;unsere Bibliotheksbenutzer&#8221; bezeichnet haben, ist ein hochgradig vernetztes, heterogenes Knäuel von &#8220;Informations-Aktivisten&#8221; geworden, die weitgehend selbstorganisiert Informationen suchen, sortieren, remixen und publizieren. Es bleibt kein Stein auf  dem anderen, der radikale Funktionswandel wissenschaftlicher Bibliotheken angesichts der Medienrevolution des Webs hat gerade erst begonnen. Und es zeichnet sich bereits einige neuen Aufgaben und Rollen ab, die BibliothekarInnen in diesem Kontext wahrnehmen könnten &#8212; das will ich schlaglichtartig beleuchten. (Hashtag der Inetbib-Tagung: <a href="http://twitter.com/#search?q=%23inetbib2010">#inetbib2010</a>)</p>
<p>Am <em>7. und 8. Mai 2010</em> veranstalten wir an der <em>TIB/UB Hannover</em> und an der <em>FH Hannover</em> das <a href="http://bibcamp.wordpress.com/">BibCamp³ &#8212; Wir entern die Bibliothek</a>, das &#8220;BarCamp für BibliothekarInnen und andere Hacker&#8221;. Ich hoffe, wir werden nicht nur die anregende Funktion eines BarCamps für die Bibliothekscommunity weiter ausbauen können, sondern auch den Übergang zu angrenzenden Communities finden. Definitiv diejenige Veranstaltung des Frühjahrs, die ich mit größter Spannung erwarte, da ich selbst an der Vorbereitung beteiligt bin.</p>
<p>Am 10. Juni 2010 biete ich unter dem Titel <a href="http://www.fbi.fh-koeln.de/zbiw/zbiw-detail.php?id=87&amp;hj=1">Web-Trends in Wissenschaftskommunikation und Bibliothek</a> ein weiteres, eintägiges Seminar am Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung (ZBIW) der <em>FH Köln </em>an.</p>
<p>Danach ist mein Veranstaltungs-Frühjahr beendet &#8212; und ich hoffe, wir werden uns bis dahin bei irgendeiner Gelegenheit gesehen und den einen oder anderen Gedanken miteinander ausgetauscht haben!</p>

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		<title>Was ist ein Katalog 2.0? &#8212; Versuch einer Definition</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 13:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Vielerorts engagieren sich BibliothekarInnen und EntwicklerInnen mit dem Ziel, Bibliothekskataloge zu webtauglichen, offenen Plattformen des Entdeckens und Bearbeitens von Informationen zu machen. Einen raschen Überblick dazu bietet die Seite &#8220;Katalog 2.0&#8243; im netbib-Wiki von Anne Christensen und anderen; ausführlich wird dies von Fabienne Kneifel in ihrem Buch Mit Web 2.0 zum Online-Katalog der nächsten Generation [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=151"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Vielerorts engagieren sich BibliothekarInnen und EntwicklerInnen mit dem Ziel, Bibliothekskataloge zu webtauglichen, offenen Plattformen des Entdeckens und Bearbeitens von Informationen zu machen. Einen raschen Überblick dazu bietet <a href="http://wiki.netbib.de/coma/Katalog2.0">die Seite &#8220;Katalog 2.0&#8243; im netbib-Wiki</a> von Anne Christensen und anderen; ausführlich wird dies von Fabienne Kneifel in ihrem Buch <a href="http://www.librarything.com/work/8332276">Mit Web 2.0 zum Online-Katalog der nächsten Generation</a> behandelt. Fabienne deutet bereits in ihrem Buchtitel an, daß diesem Tier schon viele Namen gegeben worden sind. So ist im englischsprachigen Raum meist vom Next Generation Catalog (NGC) die Rede, in Deutschland manchmal auch vom Katalog 2.0. Doch wie genau ist NGC oder Katalog 2.0 zu definieren? Das bin ich <a href="http://www.formspring.me/lambo/q/2292432">vor drei Tagen auf Formspring gefragt worden</a>. Hier meine Antwort.</p>
<p><span id="more-151"></span></p>
<p>Von einem Katalog 2.0 (bzw. Katalog neuer Generation) kann man sprechen, wenn folgende vier Kriterien erfüllt sind:</p>
<h3>1. Er entspricht den Standards und Konventionen des Webs („Web 1.0-kompatibel“).</h3>
<p>Am Beispiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zustandslosigkeit">Zustandslosigkeit</a> der Suchvorgänge: In der URL eines angezeigten Buchtitels sollte eindeutig codiert sein, welcher Buchtitel hier gerade in welcher Weise repräsentiert wird. Diese ist Voraussetzung für das Bookmarken, Verschicken per Mail etc. &#8211;  und es ist im Web bereits seit über zehn Jahren ein verbreiteter Standard. Die allermeisten deutschen Bibliothekskataloge können das bis auf den heutigen Tag noch nicht.</p>
<h3>2. Er vermittelt Freude am Entdecken von Informationen.</h3>
<p>Über das präzise und vollständige Durchsuchen einer existierenden Sammlung hinaus sollte der Katalog als Anwendung den Spaß und die Fülle des Stöberns im Material, des assoziativen Entdeckens und – soweit möglich – Online-Benutzens vermitteln. Der ideale Katalog vertieft sich ins Web (siehe Kriterium 1), um mit dessen neuen Möglichkeiten in große Fußstapfen zu treten – insbesondere die des physischen Lesesaals und des offenen Regals, an dem sich endlos „browsen“ läßt, und in dem sich auch dasjenige finden läßt, wonach man nicht gesucht hatte („Serendipity“).</p>
<h3>3. Er ist Infrastruktur für eine aktive Mediennutzung.</h3>
<p>Informationsbenutzung ist ein aktives, veränderndes Geschehen &#8212; erst recht, wenn die Informationen online zur Verfügung stehen. Informationsbenutzer stellen Informationsschnipsel zusammen, sortieren und annotieren sie, mischen sie neu ab mit eigenem Material sowie Material aus anderen Quellen, und sie tun das privat, öffentlich, allein, in kleinen, geschlossenen oder großen, offenen Gruppen, etc. Der Katalog trägt dem Rechnung, indem er entweder selbst zur Online-Plattform wird (etwa nach dem Modell von Flickr, LibraryThing oder CiteULike), oder indem er zumindest Schnittstellen zu einschlägigen Werkzeugen und Plattformen anbietet.</p>
<h3>4. Er erschließt die digitale Allmende und ist deren Bestandteil.</h3>
<p>a) Im Katalog sollte nicht länger ausschließlich dasjenige zu entdecken sein, was Bestandteil einer bestimmten Sammlung physischer Informationsträger oder digitaler Lizenzen ist. Positives Beispiel ist hier die Einbindung von Wikipedia-Artikeln durch die SeeAlso-Schnittstelle in mittlerweile vielen Bibliothekskatalogen.</p>
<p>b) „&#8230;und ist deren Bestandteil“: Alle Daten im Katalog sollten sich sowohl einzeln als auch in großen Mengen herauskopieren und remixen lassen &#8212; undzwar unter technisch einfachen und rechtlich transparenten Bedingungen. (Letzteres vorzugsweise durch eine CC-Zero-Lizenz). Dies ist die Basis für jene „User Innovation“, die das Web kontinuierlich vorantreibt. Die Prämisse für diese Art der Innovation lautet: Benutzern des Katalogs werden neue, nützliche und überraschende Anwendungen für die darin enthaltenen Daten einfallen, die weder den Entwicklern noch den Betreibern des Katalogs je in den Sinn gekommen wären. Eine nachhaltige, technisch optimierte Grundlage für diese Art der Innovation kommt mit dem Semantic Web, quasi dem „Katalog 3.0“; vgl. den folgenden Punkt.</p>
<h3>5. Als „Katalog 3.0“ bietet er Linkziele entsprechend dem Konzept von Linked Open Data (LOD) an</h3>
<p>&#8230;und nutzt bestehende Linkziele aus der LOD-Cloud, sowie bestehende Ontologien zur Strukturierung der Katalogdatensätze in sich sowie untereinander.</p>
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		<title>Was sind Twitter-Listen?</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 09:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Als ich das neue Listen-Feature von Twitter das erste mal sah, assoziierte ich damit die kuratierten (Blog-)Feeds, über die wir vor drei bis vier Jahren diskutierten. Diese Analogie reicht aber nicht aus, um die Twitter-Listen zu erklären, denn hier kommen zwei neue Besonderheiten hinzu:

Twitter ist vielleicht bereits jetzt populärer als Blogs und erst recht als [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=143"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Als ich das neue <a href="http://blog.twitter.com/2009/10/theres-list-for-that.html">Listen</a>-Feature von Twitter das erste mal sah, assoziierte ich damit die <em>kuratierten (Blog-)Feeds</em>, über die wir <a href="http://log.netbib.de/archives/2006/02/05/benutzerfreundliche-reading-lists/">vor drei bis vier Jahren diskutierten</a>. Diese Analogie reicht aber nicht aus, um die Twitter-Listen zu erklären, denn hier kommen zwei neue Besonderheiten hinzu:</p>
<ul>
<li><span id="more-143"></span>Twitter ist vielleicht bereits jetzt <em>populärer</em> als Blogs und erst recht als kuratierte Feedsammlungen (&#8220;Blogrolls&#8221;) es je waren oder sein werden. Und das neue Listen-Feature ist (anders als Blogrolls, deren Handhabung erst mit Online-Feedreadern wie Bloglines oder später erst recht mit Google Reader bequem geworden war) direkt an jeden Twitter-Account drangeschraubt, und wird demnächst sicherlich auch in den Twitter-Clients vorzufinden sein &#8212; eine günstige Voraussetzung für eine verbreitete Benutzung. Für diese Verbreitung habe ich einige empirische Anhaltspunkte aus meinem eigenen Umfeld, vgl. weiter unten.</li>
<li>Twitter ist vielleicht (beweisen kann ich&#8217;s nicht) noch <em>persönlicher</em> als Blogs. Es gibt zwar viele Twitter-Bots (vgl. Twitterfeed), aber ich kenne z.B. niemanden, der auf einen persönlichen Twitter-Account zugunsten des Twitterns mit/für eine Gruppe/Organisation verzichtet. Twitter völlig personalisiert zu nutzen ist viel zu einfach und zu naheliegend, um darauf verzichten zu wollen. Lieber legt man dann nebenher noch ein paar weitere Accounts für Gruppen, Organisationen oder sonstwas an, die man zusätzlich (mit-)befüllt.</li>
</ul>
<p>Twitter-Lists sind auch deshalb mehr als kuratierte Tweet-Listen, weil sie die persönliche Zeitleiste, das Hauptkonzept der Nachrichtenkonsumption bei Twitter, nicht durchbrechen, sondern durch etwas anderes ergänzen. Der Aufbau der Benutzeroberfläche von Twitter macht klar, was das &#8220;Followen&#8221; ist:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Benutzer X <em>liest</em> (gelegentlich, vielleicht&#8230;) <em>die Tweets</em> von Benutzer Y.</p>
<p>Und genau so klar ist, was die (zahlreichen, getrennt und &#8220;hinter&#8221; der Zeitleiste liegenden) Listen sind:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Benutzer X <em>ordnet dem Benutzer</em> Y das Label A zu.</p>
<p>Es handelt sich also um <em>People Tagging</em>, wie Rachel Happe und andere bereits <a href="http://twitter.com/rhappe/status/5289633159">angemerkt</a> haben.  Ich vermute, daß Twitter Listen das erste populäre PT-System auf der  &#8220;freien Wildbahn&#8221; des Webs werden könnten. Zumindest fällt auf, daß dieser Begriff bisher fast ausschließlich im Zusammenhang mit dem Wissensmanagment innerhalb von Unternehmen auftaucht. Übrigens gibt es auch bei Facebook nichts vergleichbares, denn die Gruppen-, Fan- etc. Zugehörigkeiten dort kann lediglich jeder sich selbst zuordnen.</p>
<p>Natürlich sind kuratierte Blogrolls wie der <a href="http://rss.netbib.de">Planet Biblioblog 2.0</a> <em>auch</em> People Tagging. Die Auswahl der enthaltenen Blogs spiegelt wieder, welche deutschsprachigen BibliobloggerInnen Jin Tan, Edlef Stabenau und ich bisher entdeckt haben. Aber wie viel interessanter wird es, wenn Mitglieder dieser Community sich mühelos gegenseitig identifizieren? So sind seit Einführung des Twitter-Listenfeatures unabgesprochen und spontan innerhalb weniger Tage ungefähr ein dutzend <em>unterschiedliche</em> Listen deutschsprachiger Bibliotwitterer angelegt worden. Ich habe mich selbst z.B. in einschlägigen Listen von <a href="http://twitter.com/daskey/deutschbib">@daskey</a>, <a href="http://twitter.com/bodop/librarians">@bodop</a>, <a href="http://twitter.com/v_i_o_l_a/library-co">@v_i_o_l_a</a>, <a href="http://twitter.com/fabi_k/bibliothekare">@fabi_k</a>, <a href="http://twitter.com/bibliothekarin/bibliothek" class="broken_link">@bibliothekarin</a>, <a href="http://twitter.com/Stf_/archiv-bibliothek-museum">@Stf_</a>, <a href="http://twitter.com/rotula/archlib">@rotula</a>, <a href="http://twitter.com/librarymistress/librarians">@librarymistress</a>, <a href="http://twitter.com/textundblog/bib">@textundblog</a> sowie <a href="http://twitter.com/acka47/librarianship">@acka47</a> wiedergefunden.</p>
<p>Es gibt also allen Grund, gespannt zu verfolgen, wie die Twitter Lists in der Praxis verwendet werden, und wie Drittanwendungen es erlauben werden, interessante Schlüsse aus diesem neuartigen Beziehungsnetz zu ziehen.</p>
<p>P.S. Ein weiterer kleiner Vergleich: Die Tag Cloud von <em>Der Westen</em> <a href="http://delicious.com/url/8779ed6eed8d8d657e063c052f33a805">bei delicious</a>, und die Tag Cloud (leider noch nicht als solche visualisiert) <a href="http://twitter.com/DerWesten/lists/memberships">bei Twitter</a>.</p>
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		<title>Ein niedersächsisches data.gov?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 09:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Ein+nieders%C3%A4chsisches+data.gov%3F&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2009-11-03&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2009/11/03/ein-niedersachsisches-data-gov/&amp;rft.language=English"></span>

Vielerorts wird heute das Ziel verfolgt, durch Open Government Data-Programme öffentliche Daten umfassend im Netz zu veröffentlichen. Das klingt aufs erste Hinhören dröge, könnte sich jedoch als wichtiger Beitrag zu einer erneuten Revolutionierung des Webs, last not least aber auch zur Neuerfindung der Medienbranche erweisen. So eröffnet die Stadt Toronto  dieser Tage http://www.toronto.ca/open/, nachdem bereits [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=131"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Vielerorts wird heute das Ziel verfolgt, durch <em>Open Government Data</em>-Programme öffentliche Daten umfassend im Netz zu veröffentlichen. Das klingt aufs erste Hinhören dröge, könnte sich jedoch als wichtiger Beitrag zu einer erneuten Revolutionierung des Webs, last not least aber auch zur Neuerfindung der Medienbranche erweisen. So eröffnet die Stadt Toronto  dieser Tage <a href="http://www.toronto.ca/open/">http://www.toronto.ca/open/</a>, nachdem bereits im Frühjahr diesen Jahres die neue US-Regierung mit Hilfe der <em>Sunlight Foundation</em> <a href="http://data.gov/">http://data.gov</a> ins Leben gerufen hatte.</p>
<p><span id="more-131"></span></p>
<p>Toronto, die USA und <a href="http://creativecommons.org/weblog/entry/17352">einige</a> <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/britische-regierung-startet-daten-api/">weitere</a> (bisher vor allem angelsächsische) Länder verfolgen derartige <em>Open Government Data</em>-Programme. Veröffentlicht werden bisher Daten z.B. von statistischen Ämtern und anderen Regierungsbehörden. Bei der Strategie  dieser Programme fallen zwei Merkmale ins Auge:</p>
<p><em>1. Merkmal:</em> Die Daten werden nicht irgendwie angeboten. Also nicht als &#8220;hübsch&#8221; gestaltete HTML-Seite, oder vollständige, aber nicht &#8220;web-kompatible&#8221; Excel-Tabelle. Sondern: Als maschinenlesbare, verlinkbare Daten. Maschinenlesbare <em>wie bitte</em>?</p>
<h3 style="padding-left: 30px;">Oberflächlich-technischer Exkurs: Linked Data</h3>
<p style="padding-left: 30px;">Zur webgerechten Darstellung von Daten haben sich unter dem Schlagwort <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Linked_Data">Linked Data</a> einige simple Kriterien etabliert. Das W3C (Entwickler und Hüter grundlegender Webstandards wie HTML und CSS) engagiert sich gerade für die Popularisierung dieser neuen, offenen Standards. Dadurch soll das Web einen entscheidenden weiteren Entwicklungsschritt machen. Im heutigen Web sind lauter HTML-Dokumente, die als Text- oder Multimediaschnipsel irgendwie „für sich“ stehen, miteinander verlinkt. Den Links ist meist nicht anzusehen, welche Beziehung sie ausdrücken sollen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Im neuen „Daten-Web“, so die Idee, sollen „Rohdaten“ (wie eben beispielsweise Behördendaten), aber auch Repräsentationen von Objekten der realen Welt als eindeutig benannte, verlinkbare Ressourcen im Netz veröffentlicht werden. <em>Eine</em> mögliche Repräsentation dieser benannten Ressourcen können von Menschen lesbare Beschreibungen der jeweiligen Objekte sein, die wie gewohnt als HTML-Seite im Browser erscheinen, wenn die HTTP-Adresse mit dem jeweiligen Namen aufgerufen wird. Wenn der selbe Name jedoch von einem Computerprogramm aufgerufen wird, erscheinen stattdessen vielleicht maschinenlesbare Links, die das Objekt beschreiben. Ein Beispiel: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck">Menschenlesbare Beschreibung der Person Max Planck</a> (nämlich der Artikels über Max Planck in der Wikipedia); <a href="http://dbpedia.org/resource/Max_Planck">menschen- <em>und</em> maschinenlesbare Beschreibungen der Person Max Planck</a> (generiert anhand der Links und Informationen im Wikipedia-Artikel).</p>
<p><em>2. Merkmal: </em>Die Daten werden unter einer sehr liberalen Lizenz angeboten. Damit werden von vornherein alle Barrieren bei der Nachnutzung der Daten durch Dritte vermieden.</p>
<p>Sinn der Offenlegung ohnehin öffentlicher Daten in neuer, web-gerechter Gestalt sind neuartige, kreative Anwendungen, die mit den Daten arbeiten. Wenn Webentwickler umstandslos auf große Datensets unterschiedlicher Urheber und deren Verknüpfungen zugreifen können, dann eröffnet das mannigfaltige neue Werkzeuge und Umgangsweisen zu diesen Daten. Wir beginnen erst die Spitze des Eisbergs der hier auftauchenden Möglichkeiten zu erkennen.</p>
<h3>Von der dummen Stichwortsuche zum Web der sozialen Links &#8211; ein globaler Trend</h3>
<p>Webmaster wissen davon zu berichten, daß Seitenzugriffe immer häufiger nicht mehr durch Google, sondern durch Dienste wie Twitter und Facebook vermittelt werden. Das ist nur ein erstes Symptom einer tektonischen Plattenverschiebung des Webs: Immer mehr Web-Benutzer weisen sich durch Links laufend auf relevante Ressourcen hin, und stellen Zusammenhänge her, wo vorher keine waren.</p>
<p>Neben der relativ &#8220;dummen&#8221; Stichwortsuche wird Informationsrecherche wieder zum Stöbern und Entlanghangeln durch einen Wald sozial und zeitlich untereinander verknüpfter Informationen. Das link-freundliche, frei zugängliche Datenweb liefert die passende Infrastruktur dazu.</p>
<p>Technisch denkbar, aber anspruchsvoll wäre eine strukturierte Abfrage, wie wir sie heute aus Datenbanken kennen, für die Gesamtheit aller Informationen im Web. Wie wären die ungeheuren, nur „locker verknüpften“ Datenmengen dafür zu stemmen? Auch solche Visionen werden die Weiterentwicklung des Datenwebs noch eine ganze Weile antreiben.</p>
<p>&#8220;Web-Tektonik&#8221; und Visionen hin oder her: DBpedia (s. obiger Link) ist bereits zum Kristallisationskern des <a href="http://linkeddata.org/">realen Datenwebs</a> geworden, aber auch Regierungen und Unternehmen fügen dem neuen Web immer mehr Datensets hinzu. Doch wie und warum sollten ausgerechnet öffentliche Einrichtungen daran interessiert sein?</p>
<h3>1. Wertvolle Informationen nachhaltig als Rohstoff für die „eigene“ (Medien-)Industrie zur Verfügung stellen</h3>
<p>Moderne Industrien, und erst recht die Medienbranche, müssen Informationen heute als einen wichtigen Rohstoff betrachten. Dieser spezielle Rohstoffe kann bekanntlich mehrfach genutzt werden, er wird durch Benutzung nicht knapper. Je mehr davon in möglichst „flüssiger“, anwendbarer Form zur Verfügung steht, desto besser und desto mehr kann damit Neues geschaffen werden. Es wird auf absehbare Zeit immer noch Informationsmärkte geben, die auf einer Verknappung des Rohstoffs Information beruhen – doch der innovative Vorwärtsdrall verlagert sich zunehmend auf die Bits und Bytes, die jeder im Netz haben kann. Siehe Google, um ein offensichtliches Beispiel zu nennen. Und dieser Vorwärtsdrall trifft im Kern die Art, wie Menschen zusammenarbeiten, nämlich wie sie Informationen miteinander teilen und ko-konstruieren. Siehe Wikipedia, um auch hierfür nur das offensichtlichste Beispiel zu nennen.</p>
<h3>2. Involvierung ins Datenweb in seiner Entstehungsphase</h3>
<p>Zum oben dargestellten Datenweb gehören längst auch Datensets wie <a href="http://www.opencalais.com/">OpenCalais</a> vom Medien-Großunternehmen Thomson Reuters. Die Medienbranche kann und wird sich (auch) durch das Datenweb neu erfinden. Das Ausprobieren von öffentlicher Seite verspricht hier impulsgebende Wirkung, gerade in der jetzigen Pionierphase. Innovative neue Anwendungen für das Datenweb entstehen nur durch öffentliches Ausprobieren. Gefragt sind interessante öffentliche Datensets, die das Henne-Ei-Problem des aktiven Einstiegs ins Datenweb überwinden helfen, und natürlich interessante Modell-Implementationen von Anwendungen für das Datenweb.</p>
<h3>Disclaimer: Was ich mit dem Thema will</h3>
<p>Was ich oben zur Medienbranche sage ist ein Blick von außen. Ich <a href="http://wikify.org/">arbeite</a> in einem anderen Bereich: Der Bibliothek. Beim Sammeln, Bereitstellen, Strukturieren und Vermitteln wissenschaftlicher Information (das sind die Prozesse in wissenschaftlichen Bibliotheken) haben wir es mit Informationen zu tun, die meisten von vornherein für die (wissenschaftliche) Öffentlichkeit gedacht sind. Wissenschaftsautoren wollen, daß ihre Forschungsergebnisse möglichst oft gelesen, zitiert oder anderweitig verwendet werden – und sind deshalb oft auch daran interessiert, diese Ergebnisse ohne künstliche Barrieren im Netz zugänglich zu machen. Wenn man die Wissenschaft und ihre Informationen ins Datenweb einzubeziehen versucht, hat man es daher mit anderen Problemen als in der Medienwelt zu tun, in der Bezahlbarrieren zu kommerziell verwertetem Content traditionell eine andere, größere Rolle gespielt haben.</p>
<p>Ein Modellbeispiel für erste Schritte zum Datenweb in der Bibliothekswelt sind Links dieser Art: <a href="http://d-nb.info/gnd/118594818">http://d-nb.info/gnd/118594818</a> es handelt sich um einen frei zugänglichen, verlinkbaren Normdatensatz zur Person Max Planck – der übrigens auf den o.g. Wikipedia-Artikel zurückverlinkt.</p>
<p>Last not least will ich mit diesem Blogartikel ein neues Diskussionsthema in die AG <em>Enterprise 2.0</em> einführen, mit der das Wirtschaftsministerium Niedersachsen zusammen mit Medienbranche und Industrie einen niedersächsischen <a href="http://www.medienwirtschaftsgipfel.de/">Medienwirtschaftsgipfel</a> im Jahr 2010 vorbereitet.</p>
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		<title>Google Sidewiki &#8211; und drei Tools, die es überflüssig machen</title>
		<link>http://biblionik.de/2009/09/23/google-sidewiki/</link>
		<comments>http://biblionik.de/2009/09/23/google-sidewiki/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 17:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Google hat heute einen Fuß auf einen weiteren Webdienste-Markt gesetzt: Mit Sidewiki sollen persönliche Kommentare zu einer exakten URL geschrieben und aufgerufen werden können. Aus der Sicht des Webs ist das kein bißchen innovativ, aus Sicht des einzelnen Webbenutzers vollkommen verzichtbar &#8212; und aus sprachinteressierter Sicht nervig, weil dieser Dienst nichts mit Wikis zu tun [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=128"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Google hat heute einen Fuß auf einen weiteren Webdienste-Markt gesetzt: Mit <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/09/help-and-learn-from-others-as-you.html">Sidewiki</a> sollen persönliche Kommentare zu einer exakten URL geschrieben und aufgerufen werden können. Aus der Sicht des Webs ist das kein bißchen innovativ, aus Sicht des einzelnen Webbenutzers vollkommen verzichtbar &#8212; und aus sprachinteressierter Sicht nervig, weil dieser Dienst nichts mit Wikis zu tun hat. Aber der Reihe nach.</p>
<p><span id="more-128"></span></p>
<p>Michael Arrington hat  im Weblog <em>TechCrunch</em> bereits <a href="http://www.techcrunch.com/2009/09/23/google-steps-where-many-have-stumbled-sidewiki/">gezeigt</a>, daß die Idee von <em>Sidewiki</em> alles andere als neu ist: Bereits vor acht Jahren, noch vor der Gründung von<em> StumbleUpon</em>, dem heutigen Platzhirschen auf diesem Markt, existierten solche Angebote. Und das ist der Haken von Sidewiki. Die Google <em>Websuche</em> war noch angetreten, bestehende Informationen, die auf allen möglichen Wegen ins Web gelangt sind, erschließen zu helfen. Demgegenüber dienen neue Google-Dienste wie Sidewiki nur noch dazu, innovativen Diensten das Wasser abzugraben und Daten bereits zum Entstehungszeitpunkt auf Google-eigenen Servern zu plazieren.</p>
<p><em>Mein Tipp:</em> Besser die reichhaltigen URL-bezogenen Annotationen verwenden und nachnutzen, die bereits vorhanden sind! Dies funktioniert sehr gut mit sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bookmarklet">Bookmarklets</a>. (Links zu den hier beschriebenen Bookmarklets ganz am Ende des Beitrags.) Einfach das Bookmarklet in der Lesezeichenleiste des Browsers plazieren und beim Besuch der jeweiligen URL anklicken. <em></em></p>
<p><em>Beispiele:</em> So sähen die Ergebnisse für eine entsprechende Recherche zur URL <em>http://biblionik.de</em> bei <a href="http://delicious.com/url/1e642909ac162b1aa65c8363055ebbab">delicious.com</a> aus, <a href="http://blogsearch.google.com/blogsearch?q=link%3Ahttp%3A//biblionik.de/">so bei Google Blogsearch</a>, und so bei <a href="http://www.backtype.com/connect/biblionik.de%252f/tweets">Backtype Connect</a> (Suche nach Tweets). Natürlich gibt es Bookmarklets dieser Art auch für<em> StumbleUpon, Digg, MrWong, Reddit, CiteULike</em> und was es noch so alles gibt. Meine subjektive Empfehlung wären jedoch die drei oben genannten, dort finde ich regelmäßig relevante Hinweise darauf, wer sich warum für irgendeinen obskuren Artikel interessiert. Dies ist ein unverzichtbarer Rechercheweg im heutigen Web. Unter anderem, weil sich entlang der Spuren andere Entdecker und Kommentierer im Web weitere Informationsobjekte finden lassen.</p>
<p>Ich ärgere mich ein wenig darüber, daß Google bei der Erfindung von Markennamen für neue Produkte vom Ruhm der Wikipedia zu profitieren versucht, indem alles Wiki genannt wird (zuvor gab es bereits Google Searchwiki), und gleichzeit verwischt, was der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki">Wiki</a> eigentlich bezeichnet. Google Sidewiki ist kein Wiki, Punkt. Übrigens (Achtung, jetzt erzählt Opa von der Webgeschichte&#8230;) gab es vor fünf Jahren mal einen Dienst, der URL-genaues Kommentieren in einem echten Wiki erlaubte. Das ganze basierte sogar auf Open Source-Software! Das Projekt nannte sich <a href="http://www.wikalong.org/">Wikalong</a> und ist bedauerlicherweise vor drei Jahren eingeschlafen. Im <em>netbib weblog</em> hatte ich das Angebot damals <a href="http://log.netbib.de/archives/2004/09/07/wikalong/">beschrieben</a> und noch eine Weile interessiert <a href="http://log.netbib.de/?s=wikalong">verfolgt</a>.</p>
<p>Last not least: Eine Reihe aktueller Bookmarklets der beschriebenen Art gibt es z.B. <a href="http://www.chromeplugins.org/google/chrome-plugins/useful-bookmarklets-7604.html">im Google Chrome Forum</a>; ein Bookmarklet zu <em>Backtype Connect</em> gibt es <a href="http://www.backtype.com/connect" class="broken_link">ebenda, gleich auf der Startseite,</a> (vgl. auch die interessante Besprechung dieses Tools im <a href="http://libraryclips.blogsome.com/2009/03/17/backtype-connect-and-backtweets-whos-talking-about-your-blog-post-in-twitter-and-more/">Weblog von John Tropea</a>), und ein Bookmarklet für Google Blogsearch <a href="http://pascal.vanhecke.info/2006/08/27/google-blog-search-bookmarklets-updated/">hier</a>.</p>

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		<title>Green Road 2.0 &#8211; eine leise Revolution von Mendeley und Researchgate?</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 13:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Zwei kleine europäische Startup-Unternehmen versuchen seit einem Jahr, Selbstarchivierung und Social Networking in jeweils einem Webdienst bzw. einer Literaturverwaltungs-Software zusammenzubringen und intelligent miteinander zu kombinieren. Dabei wird nicht weniger angestrebt als ein Durchbruch zur massenhaften Open-Access-Selbstarchivierung (&#8220;Green Road&#8221;) sowie neue Wege, Benutzer interessante Publikationen entdecken zu lassen.

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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=109"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Zwei kleine europäische Startup-Unternehmen versuchen seit einem Jahr, Selbstarchivierung und Social Networking in jeweils einem Webdienst bzw. einer Literaturverwaltungs-Software zusammenzubringen und intelligent miteinander zu kombinieren. Dabei wird nicht weniger angestrebt als ein Durchbruch zur massenhaften Open-Access-Selbstarchivierung (&#8220;Green Road&#8221;) sowie neue Wege, Benutzer interessante Publikationen entdecken zu lassen.<br />
<span id="more-109"></span></p>
<blockquote><p>&#8220;The Green option allows the number of OA <span style="font-style: italic;">articles</span> (not journals) to grow anarchically (&#8230;)&#8221; (<a href="http://users.ecs.soton.ac.uk/harnad/Temp/greenroad.html">Stevan Harnad</a>)</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Really, it’s our data that needs to be social, not ourselves&#8221; (<a href="http://network.nature.com/people/mfenner/blog/2008/09/05/interview-with-victor-henning-from-mendeley">Neil Saunders</a>)</p></blockquote>
<p><em>Open Access Repositories</em> (oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dokumentenserver">Dokumentenserver</a>) werden heute weitgehend als Königsweg der Selbstarchivierung wissenschaftlicher Veröffentlichungen betrachtet. Wer eine wissenschaftliche Arbeit im Web archiviert verfolgt damit meistens die Absicht, daß diese Veröffentlichung möglichst einfach von jedermann gefunden, gelesen oder anders benutzt werden können soll. Das erreicht man mit Repositories grundsätzlich besser als mit dem einfachen Ablegen auf der persönlichen Homepage oder einer Institutswebsite, da der Repository-Betreiber die kontinuierliche Erreichbarkeit des Dokuments gewährleistet und für nützliche Infrastruktur im Hintergrund sorgt. (Der eingangs zitierte und verlinkte Aufsatz von Stevan Harnad führt in das Konzept der Selbstarchivierung, der sogenannten &#8220;Green Road&#8221; des Open Access, ein.)</p>
<p>Das Problem der Repositories ist bekannt: Sie kommen den Wissenschaftsautoren immer noch zu wenig entgegen. Für den Autoren ist die Selbstarchivierung eine Zweitverwertung, und damit eine zusätzliche Arbeit getrennt von der eigentlich angestrebten Veröffentlichung, z.B. in einer angesehenen Fachzeitschrift. Diese zusätzliche Arbeit mag vielleicht noch gerechtfertigt erscheinen, wenn es in der eigenen Fachdisziplin <em>ein</em> Repository gibt, das tatsächlich im Fokus der Aufmerksamkeit der jeweiligen Fachcommunity liegt. Im Institutional Repository der eigenen Hochschule zu veröffentlichen ist schon weniger naheliegend.</p>
<p>Eine merkwürdige Parallelwelt zu den Open-Access-Infrastrukturen bildet bereits seit einigen Jahren die Sphäre der (meist kommerziellen) sog. <em>Web 2.0-Dienste</em>. So ist z.B. vor und nach Events der bibliothekarischen Community zu beobachten, daß <a href="http://www.slideshare.net/tag/gbvvk09">viele Präsentationsfolien</a> bei Slideshare hochgeladen werden, statt auf ein Repository. Das hat verschiedene Gründe: Solche Dienste haben oft bestimmte technische Kniffe, die man bei Repositories nach wie vor vermisst. Z.B. kann man sich per Feed über neue Uploads informieren und Dokumente anderswo einbinden, nicht zuletzt aber auch Social-Networking- sowie Empfehlungs-Funktionen benutzen. Das ist allerdings nichts Neues, darauf ist in den letzten paar Jahren vielmehr <a href="http://log.netbib.de/archives/2007/02/16/werden-die-repositories-kommunikativer/">immer mal wieder</a> hingewiesen worden.</p>
<p>Allerdings gab es bisher nur Dienste wie Slideshare oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scribd">Scribd</a>, die sich nicht explizit an Wissenschaftsautoren richten. Sie wollen auch nicht zur Selbstarchivierung im Sinne von Open Access einladen.</p>
<p>Genau in diesem Bereich jedoch entstehen seit ungefähr einem Jahr neue Angebote. Mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mendeley">Mendeley</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Researchgate">Researchgate</a> sind im Sommer 2008 zwei kleine, kommerzielle Webdienste in Europa entstanden, die &#8212; ähnlich wie Slideshare oder Scribd &#8212; konzeptionelle Anleihen bei Facebook machen. Aber &#8212; anders als Slideshare oder Scribd &#8212; sprechen sie Wissenschaftsautoren explizit als Zielgruppe an &#8212; und bieten explizit Selbstarchivierung in der Tradition der Green Road von Open Access an.</p>

<a href="http://biblionik.de/wp-content/gallery/general/researchgate_logo.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic6" >
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<a href="http://biblionik.de/wp-content/gallery/general/mendeley-logo.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic5" >
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</a>

<p>Auf der <a href="http://www.mendeley.com/faq/">Website von Mendeley</a> heißt es dazu:</p>
<blockquote><p><strong>Am I allowed to post PDFs of my publications on my Mendeley Web profile page?</strong><br />
Yes, in the vast majority of cases this is not a problem at all. To quote the <a href="http://www.eprints.org/openaccess/self-faq/#self-archiving-legal" target="_blank">EPrints Self-Archiving FAQ</a>: [...]</p>
<p style="font-weight: bold;">Of the nearly 10,000 journals surveyed over 90% are already &#8220;green&#8221; [...]. Many of the remaining 9% &#8220;gray&#8221; journals will agree if the author asks.</p>
<p><strong>Perhaps the most sensible default strategy of all is the one that the physicists have been successfully practicing since 1991 and computer scientists have been practicing since even earlier: &#8220;don&#8217;t-ask/don&#8217;t-tell&#8221;: Simply self-archive your preprint as well as your postprint, and wait to see whether the publisher ever requests removal. </strong>[Hervorhebung im Original; LH]</p></blockquote>
<p>Während Mendeley sich in erster Linie als web-freundliche Literaturverwaltungs-Software versteht, bewirbt Researchgate sehr offensiv die Selbstarchivierung auf der eigenen Plattform. Durch einen automatischen Abgleich der Metadaten selbstarchivierter Dokumente mit der <a href="http://open-access.net/de/allgemeines/rechtsfragen/sherparomeoliste/">SHERPA/RoMEO-Liste</a> <a href="http://blog.researchgate.net/index.php?/archives/98-Self-Archiving-Repository-goes-online.html">will man sich dabei absichern</a>:</p>
<blockquote><p>Our publication index, containing meta data for 35 million publications, will be automatically matched with the SHERPA RoMEO (http://www.sherpa.ac.uk/romeo) data set of journal and publisher’s self-archiving agreements. As a result, authors will know which versions of their articles they can legally upload.</p>
<p>Since nine out of ten journals allow self-archiving, this project could give thousands of researchers immediate access to articles that are not yet freely available.</p>
<p>Our Self-Archiving Repository does not infringe on copyrights because each profile page within ResearchGATE is legally considered the personal website of the user (and the majority of journal publishers allow articles to be openly accessible on personal homepages).</p></blockquote>
<p>Obwohl beide, sowohl Mendeley als auch Researchgate, das Profil des selbstarchivierenden Wissenschaftlers als <em>persönliche Website</em> im Sinne gängiger &#8220;Green Road&#8221;-Regulierungen verstanden wissen wollen, räumen beide ein, daß dabei ein großer Pool öffentlich zugänglicher Publikationen entstehen soll, und daß gerade hier der erwartete Zusatznutzen liegt.</p>
<p>Zum einen sollen diese <em>Datenpools</em> via gängiger Websuchmaschinen frei anzapfbar sein; über OAI-konforme Zugänge wird (derzeit) noch nichts gesagt. Zum anderen jedoch spielt die Musik bei der eigenen Auswertung der entstehenden Datenpools, und hier wollen die beiden Dienste ihre eigentlichen Stärken ausspielen. Sie wollen es den Benutzern ermöglichen, auf neuartige Weise interessante Publikationen zu <em>entdecken</em>. Damit ist ein Gebrauchswert angesprochen, der in den vergangenen Jahren (glücklicherweise) allmählich auch von den Betreibern öffentlich finanzierter Repositories / OA-infrastrukturen entdeckt wird. (Die Ergebnisse der <a href="http://www.dini.de/veranstaltungen/workshops/oa-netzwerk-juni2009/">OA-Vernetzungstage in Stuttgart in diesem Sommer</a> legen davon Zeugnis ab, daß auch in Deutschland diese überfällige Entwicklung in Gang gekommen ist.)</p>
<p>Diese Stärken bei der <em>personalisierten Auswertung und Darbietung</em> der erwarteten Publikations-Datenpools werden von Mendeley und Researchgate unterschiedlich dekliniert:</p>
<p><em>Mendeley</em> hat Mitbegründer des legendären Web-2.0-Radiodienstes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Last.fm">last.fm</a> mit an Bord, und dementsprechend dürfte es hier vor allem um die Entwicklung hochwertiger personalisierter Empfehlungsdienste gehen. Zum Ermitteln der Empfehlungen wird man sowohl die Eigenschaften der zu empfehlenden Objekte (bei last.fm die Musikstücke, bei Mendeley die Wissenschaftspublikationen) als auch Verhaltensweisen und explizite soziale Beziehungen der Leser und Autoren einbeziehen können. Mendeley hat klugerweise zur Kenntnis genommen, daß der vorläufige Sieger im Wettbewerb um das Akkumulieren einer kritischen Masse benutzergenerierter Literaturlisten seit dem letztem Jahr feststeht, und der heißt CiteULike. Statt mit der neuen Plattform nur eine weitere Konkurrenz aufzubauen <a href="http://www.mendeley.com/blog/academic-features/citeulike-and-mendeley-collaborate-its-live/">eröffnet man den Benutzern die Möglichkeit</a>, mit Mendeley auf ihren bei CiteULike vorhandenen (und dort bleibenden) Daten zu arbeiten. In einem <a href="http://network.nature.com/people/mfenner/blog/2008/09/05/interview-with-victor-henning-from-mendeley">Interview</a>, das Martin Fenner mit Mendeley-Co-Entwickler Victor Henning geführt hat, ist mehr über den Modellcharakter von last.fm sowie über das Projekt Mendeley insgesamt zu erfahren.</p>
<p>Bei <em>Researchgate</em> steht die traditionelle Stärke von Social-Networking-Diensten im Vordergrund: Man betont, bereits in kurzer Zeit eine kritische Masse Benutzer erreicht zu haben. Die immer wieder genannte Zahl von 140.000 Benutzern ist allerdings kaum belastbar, da für Außenstehende bisher nicht nachvollziehbar ist, ob das z.B. die Zahl der registrierten Benutzer ist, oder die Zahl derjenigen Benutzer, die sich mindestens einmal im Monat einloggt.</p>
<p>In der Berichterstattung über die neuartigen Selbstarchivierungs-Features fällt oft der Begriff <em>Filesharing</em>. Das weckt Assoziationen an MP3s bei Napster und seinen Nachfolgern &#8212; und führt damit gleich in mehrfacher Hinsicht in die Irre. Denn anders als Napster wird hier kein neuer Internet-Dienst etabliert, sondern alles geschieht im Web, kann also z.B. (auch) mit Webbrowsern benutzt und mit Websuchmaschinen gefunden werden. Und zudem teilen die Benutzer hier Dinge, über die sie selbst als Urheber verfügen &#8212; und die Diensteanbieter haben gute Aussichten, diese Policy nötigenfalls auch gegen ihre Benutzer durchzusetzen. (Vgl. etwa Mendeleys oben skizzierten automatisierten Abgleich mit SHERPA/RoMEO-Metadaten.)</p>
<p>Es handelt sich hier weniger um &#8220;Filesharing für Wissenschaftler&#8221; als vielmehr um eine <em>neue Gattung von Webdiensten  mit kombinierten Selbstarchivierungs- und Social-Networking-Funktionen</em>. Spannender als die genaue Bezeichnung ist aber die Frage, wie die Wissenschaftsverlage auf diese Webdienstegattung reagieren werden. Es wäre nicht ohne Ironie, wenn das Konzept der Selbtarchivierung hier tatsächlich einen Durchbruch erlebte &#8212; und Verlage gerade wegen dieses Erfolg allergisch reagierten, Klagen gegen die Betreiber der Plattform anstrengten o.ä.</p>
<p><em>Was nun?</em></p>
<p>Man wird die reale Benutzung der neuen Dienste und deren Folgen beobachten müssen. Grundsätzlich kann man aber auch jetzt schon fragen: Was könnte das neue Konzept dieser kleinen kommerziellen Player für die Strategie der öffentlichen Anbieter von Repositories und anderen Open Access-Infrastrukturdiensten bedeuten? Sollten Repository-Betreiber gemeinschaftlich einen eigenen Social-Networking-Dienst aufbauen? Z.B. um mit der so gewonnenen Marktmacht auf die plattform-übergreifende Interoperabilität der benutzergenerierten Literaturlisten hinzuwirken? Sollte man auch über komplementäre Angebote nachdenken, die sich an die Betreiber von Plattformen wie Researchgate oder Mendeley richten könnten, z.B. im Bereich der digitalen Langzeitarchivierung?</p>
<p>Das <a href="http://www.ub.uni-konstanz.de/bibliothek/projekte/open-access/1-konstanzer-open-access-tage.html" class="broken_link">Programm der 1. Konstanzer Open-Access-Tage</a> ist leider bereits mit mehr als einem halben Jahr Vorlauf (!) bis in die letzte Minute durchgeplant worden, aber vielleicht findet sich ja am Rande doch eine Gelegenheit, diese wie mir scheint nicht unbedeutende neue Entwicklung zu diskutieren.  Nicht jede Idee, die Open Access voranbringt, muß an einer Bibliothek entstehen. Aber gerade deshalb wäre es klug, früh und mit wachem Auge zu beobachten, was im Umfeld der Bibliotheken geschieht, um die eigene Strategie gegebenenfalls zu adaptieren.</p>
<p>In der <em>deutschsprachigen Biblioblogosphäre</em> sind Dienste wie Mendeley oder Researchgate bisher nicht eingehend analysiert oder diskutiert, sondern <a href="http://rss.netbib.de/search.php?rss_query=mendeley%20researchgate&amp;rss_query_match=or&amp;rss_query_channel=-1&amp;rss_order=date&amp;rss_query_res_per_page=-1&amp;rss_query_current_page=0">vereinzelt begrüßt</a> worden. Dazu ein Wort der Kritik. Es ist zwar wichtig, den großen Nutzen und die große neue Selbstverständlichkeit von Diensten wie Facebook zu betonen; in der deutschsprachigen bibliothekarischen Öffentlichkeit wird es noch einige Bibliothekartage und Ausgaben der BUB dauern, bis sich dieses Stück Informationskompetenz verbreitet hat. Zugleich ist aber auch grundsätzliche Skepsis angesichts der Zersplitterung des Engagements der Wissenschaftler auf zahlreich unterschiedliche Plattformen angebracht, die alle versuchen, <em>das</em> &#8212; nach außen geschlossene &#8212; &#8220;Facebook for scientists&#8221; zu werden. Nicht das Verhalten der Benutzer von Facebook oder anderen Plattformen ist hier das Problem, sondern die agressiven Strategien einiger Marktteilnehmer. In der bibliothekarischen Öffentlichkeit werden solche Probleme gern als Ausrede benutzt, um zu begründen, daß dieses ganze Web letztlich doch gefährlicher Humbug sei. Dem ist entgegenzuhalten, daß genau diese problematische Marktsituation möglicherweise auch Chancen für konkurrierende oder komplementäre öffentliche Angebote bietet, siehe oben. &#8212; Als einführende Lektüre in  die Kritik der Zersplitterung und Abschottung der Social-Networking-Dienste für Wissenschaftler empfehle ich <a href="http://www.slideshare.net/CameronNeylon/social-networks-for-scientists">eine Präsentation zum Thema</a> und generell <a href="http://blog.openwetware.org/scienceintheopen/">das Weblog</a> des Biochemie-Dozenten Cameron Neylon (University of Southampton).</p>
<p>Zum neuen Selbstarchivierungs-Angebot von Mendeley gibt es übrigens einige aufschlußreiche Diskussionen u.a. bei <a href="http://friendfeed.com/the-life-scientists/f90daf1d/what-are-current-feelings-on-researchgate">FriendFeed</a> sowie im <a href="http://www.sciencebase.com/science-blog/file-sharing-for-scientists.html">Weblog von David Bradley</a>.</p>

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		<title>Ist Twitter ein Auskunftsdienst?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 23:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Adrian Pohl hat in seinem Blog Übertext einen interessanten Vorschlag gemacht:
Wieso nicht ein Twitter-Hashtag etablieren, das Recherchierende ihrem Tweet hinzufügen, wenn dieser eine Auskunftsanfrage beinhaltet?

In der Tat, die multiplen, sich überlappenden Öffentlichkeiten von Twitter sind ein perfekter Nährboden für die Verbreitung solcher Konventionen. Retweets (bei Twitter mit &#8220;RT @Benutzername&#8221; oder &#8220;via @Benutzername&#8221; gekennzeichnet) und Hashtags [...]]]></description>
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<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=106"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Adrian Pohl hat in seinem Blog Übertext einen interessanten <a href="http://www.uebertext.org/2009/09/pladoyer-fur-ein-twitter-recherche.html">Vorschlag</a> gemacht:</p>
<blockquote><p>Wieso nicht ein Twitter-Hashtag etablieren, das Recherchierende ihrem Tweet hinzufügen, wenn dieser eine Auskunftsanfrage beinhaltet?</p>
<p><span id="more-106"></span></p></blockquote>
<p>In der Tat, die <a href="http://epeus.blogspot.com/2009/03/how-twitter-works-in-theory.html">multiplen, sich überlappenden Öffentlichkeiten von Twitter</a> sind ein perfekter Nährboden für die Verbreitung solcher Konventionen. Retweets (bei Twitter mit &#8220;RT @Benutzername&#8221; oder &#8220;via @Benutzername&#8221; gekennzeichnet) und <a href="http://twitter.pbworks.com/Hashtags">Hashtags</a> (bei Twitter mit # beginnenden Ad-hoc-Schlagworte) sind klassische <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/User_innovation">User innovations</a>. Sie sind von Twitter selbst und von zahlreichen komplementären Diensten aufgegriffen worden. Hashtags werden z.B. von Twitter <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/02/twitter-makes-hashtags-more-useful/">inzwischen</a> unterstützt, indem sie auf der Weboberfläche als anklickbare Suchanfragen nach dem jeweiligen Hashtag dargestellt werden.</p>
<p>Ein Problem könnte allerdings sein, daß der Nutzen eines Hashtags wie <a href="http://twitter.com/search?q=%23enquiry">#enquiry</a> oder <a href="http://twitter.com/search?q=%23infodesk">#infodesk</a> zu schwach oder zu undeutlich ist, um sich weitläufig herumzusprechen. Ich hätte da noch einige weitere Ideen:</p>
<p>Vielleicht sind latente Auskunftsfragen bereits vorhanden, und man kann sie anhand einfacher Merkmale finden?</p>
<p>Man könnte z.B. nach Fragezeichen in Tweets suchen, und diese Suche anhand von Geodaten, Ortsnamen oder Sprache einschränken, um damit Fragen aus der Umgebung finden. Vielleicht finden sich unter den aktuellen Tweets aus dem Bibliotheksgebäude, dem Unicampus o.ä. besonders viele Recherchefragen?</p>
<p>Last not least könnte man Zettelchen verbreiten, mit denen man die Repräsentation der Bibliothek in Diensten wie Facebook oder eben auch Twitter bekannt macht, was auch Auskunftsfragen durch Erwähnung des jeweiligen Bibliotheksnamens ermöglichte:<br />
<a title="Promotion by LTULib, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/ltulib/3513845246/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3311/3513845246_fb24a40dce.jpg" alt="Promotion" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Bei der Repräsentation der Bibliothek stellt sich gleich die Anschlußfrage, ob es reicht, als Institution präsent zu sein, oder ob die <a href="http://log.netbib.de/archives/2007/03/24/marketing-20-nur-von-hippen-aufsehern/">von Anne Christensen bei netbib angesprochenen Erfahrungen aus den USA</a> nicht eher dafür sprechen, viele persönliche Repräsentanten und Verbindungen in Umlauf zu bringen. Natürlich entstammen die im von Anne zitierten ACRL-Blogbeitrag gesammelten Erfahrungen noch aus dem Kontext von Social-Networking-Diensten mit symmetrischen Freundschaftsmodellen, was sich auf Twitter schwer übertragen läßt. Dort sind eben nicht nur die eigenen „Freunde“ sondern jeder potentielle Follower, und damit letztlich jeder, angesprochen.</p>
<p>Eines jedenfalls ist klar: Wir müssen das ausprobieren, und uns kontinuierlich über unsere Erfahrungen austauschen. Dazu sind Blogbeiträge, die dann auch mal einen Satz länger als Tweets sein dürfen, unverzichtbar. Danke Adrian, du hast mir den Impuls geliefert, endlich mal wieder meinen <em>blogwriter&#8217;s block</em> zu überwinden.</p>
<div class="zemanta-pixie" style="margin-top: 10px; height: 15px;"><img class="zemanta-pixie-img" style="border: medium none; float: right;" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=64e7449c-95fb-46ce-bc5f-1347250a4de9" alt="" /><span class="zem-script more-related pretty-attribution"><script src="http://static.zemanta.com/readside/loader.js" type="text/javascript"></script></span></div>
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		<title>Rezension: Dirk Wissen, Zukunft der Bibliographie &#8211; Bibliographie der Zukunft</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 22:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lambert Heller</dc:creator>
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Im Folgenden dokumentiere ich die Pre-Print-Fassung einer Rezension, die ich für die heute erscheinende Ausgabe 2008/6 der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie (ZfBB) geschrieben habe.

Wissen, Dirk:
Zukunft der Bibliographie &#8211; Bibliographie der Zukunft: Eine Expertenbefragung mittels Delphi-Technik in Archiven und Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vom Schriftenverzeichnis zum Informationsraum &#8211; die Entwicklung bibliographischer Informationen [...]]]></description>
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	<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.title=Rezension%3A+Dirk+Wissen%2C+Zukunft+der+Bibliographie+%26%238211%3B+Bibliographie+der+Zukunft&amp;rft.aulast=Heller&amp;rft.aufirst=Lambert&amp;rft.subject=Allgemein&amp;rft.source=Biblionik&amp;rft.date=2008-12-15&amp;rft.type=blogPost&amp;rft.format=text&amp;rft.identifier=http://biblionik.de/2008/12/15/rezension-dirk-wissen-zukunft-der-bibliographie-bibliographie-der-zukunft/&amp;rft.language=English"></span>
<abbr class="unapi-id" title="http://biblionik.de/?p=75"><!-- &nbsp; --></abbr>
<p>Im Folgenden dokumentiere ich die Pre-Print-Fassung einer Rezension, die ich für die heute erscheinende Ausgabe 2008/6 der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie (ZfBB) geschrieben habe.</p>
<p><span id="more-75"></span></p>
<p><strong><em>Wissen</em></strong>, Dirk:<br />
Zukunft der Bibliographie &#8211; Bibliographie der Zukunft: Eine Expertenbefragung mittels Delphi-Technik in Archiven und Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vom Schriftenverzeichnis zum Informationsraum &#8211; die Entwicklung bibliographischer Informationen hin zu mediographischen Daten für die germanistische Applikation bei Literaturportalen wie beispielsweise einer Mediographie bzw. Wikigraphie / Dirk Wissen. &#8211; <a href="http://www.logos-verlag.de/cgi-bin/engbuchmid?isbn=1777&amp;lng=deu&amp;id=">Berlin : Logos, 2007.</a> &#8211; 456 S.<br />
ISBN: 978-3-8325-1777-9 kt. : 56,00 Euro</p>
<p>Was grenzt eine Bibliographie von einem Bibliothekskatalog oder auch einem Literaturverzeichnis ab? Welche Gegenstände, Personen(gruppen) und Räume sind lohnende Objekte einer jeweils eigenständigen und möglichst umfassenden bibliographischen Erschließung? Wie kann eine solche Erschließung für die Literatur Suchenden wirklich nützlich sein? &#8211; Fragen wie diese zeigen, wie groß und wie schwer zu fassen das Konzept &#8220;Bibliographie&#8221; bisher schon immer war.  Wie viel komplexer und anspruchsvoller das Bereitstellen einer zeitgemäßen, nützlichen bibliographischen Dienstleistung im Internetzeitalter ist, hat sich der Bibliothekar Dirk Wissen in seinem Buch &#8220;Zukunft der Bibliographie &#8211; Bibliographie der Zukunft&#8221; gefragt. Es dürfte sich um eine der ersten deutschsprachigen Dissertationsschriften handeln, die explizit den Themenbereich &#8220;Bibliothek 2.0&#8243; und &#8220;Archiv 2.0&#8243; behandeln. Diese beiden Stichworte spielen auf das &#8220;Web 2.0&#8243; an, einen Begriff, mit dem der Computer-Buchverleger Tim O&#8217;Reilly 2005 eine grobe begriffliche Zusammenfassung neuerer, partizipativer Entwicklungen im Internet, wie beispielsweise das freie Online-Lexikon Wikipedia, prägte.</p>
<p>Wissen versucht, anhand von Einschätzungen und Erwartungen der Leiter einiger bedeutender Archive, Bibliotheken und Informationseinrichtungen im deutschen Sprachraum herauszufinden, wie bibliographische Dienstleistungen der nahen Zukunft aussehen könnten. Kommerzielle Unternehmen sind dabei nur mit einer Institution vertreten, dem ekz, während traditionelle Universitätsbibliotheken recht zahlreich repräsentiert sind. Akkurat und nachvollziehbar führte der Autor über mehrere Runden Interviews mit diesem Personenkreis durch, legt den Befragten Thesen vor und lässt sie diese bewerten.</p>
<p>In dieser sogenannten Delphi-Studie kristallisiert sich der Wunsch nach einem Web-Portal heraus, das Eigenschaften heutiger bibliographischer Datenbankangebote mit Eigenschaften des Web 2.0 ergänzt. Bis ungefähr 2015 soll den Befragungs-Ergebnissen zufolge ein von mehreren Einrichtungen als &#8220;Wikigraphie &#8221; oder &#8220;Mediographie&#8221; kooperativ betriebenes Literaturportal entstehen können. Die Betonung liegt dabei auf &#8220;können&#8221; &#8211; Wissen legt wert darauf, weder die Befragten über alternative Szenarien entscheiden zu lassen, noch eine Prognose zu treffen. Vielmehr habe sein Szenario einen &#8216;orientierenden&#8217; Charakter. Das Szenario einer Mediographie stehe dabei für die Integration von bibliographischer Information und dem Vollzugriff auf die (textuellen und nicht-textuellen) Medieninhalte. Wikigraphie meint eine &#8220;Schicht&#8221; der Benutzerinteraktion eines Portals, das eine unter ökonomischen und qualitativen Aspekten wünschenswerte Anreicherung &#8216;qualitätsgesicherter Stammdaten&#8217; durch Benutzer erlaubt.</p>
<p>Nun weckt der Begriff &#8220;Portal&#8221; unweigerlich Assoziationen an Vorstellungen zentralisierter Informationsverzeichnisse im Web, wie sie in den 90er Jahren verbreitet waren. Dem Autor der Studie kann man das nur bedingt zum Vorwurf machen. Er erfüllt lediglich die selbstgestellte Aufgabe, aus den Aussagen der deutschen Bibliotheks-Entscheider deren Vorstellung von einer &#8220;Zukunft der Bibliographie&#8221;  zu destillieren. Es überrascht kaum, dass sich diese Vorstellung vom in der Fachöffentlichkeit vorherrschenden Bild der Bibliothek 2.0 unterscheidet &#8211; denn dort wird die Bearbeitung dieses Themas gern einer ganz anderen Generation überlassen, sozusagen den &#8220;jungen Wilden&#8221; des Bibliothekswesens.</p>
<p>Dennoch ist es bedauerlich, dass in den 2005 und 2006 stattgefundenen Befragungs-Runden gleich mehrere Ansätze außen vor geblieben sind, an denen sich modellhaft die Entwicklung der Bibliographie unter den Bedingungen des Webs 2.0 hätte beobachten lassen. Der 2004 von Richard Cameron gegründete bibliographische Social-Bookmarking-Dienst CiteULike und seine zahlreichen Nacheiferer werden nicht erwähnt. Auch das ebenfalls 2004 entstandene Wikisource-Projekt, bei dem digitalisierte Dokumente unter einer freien Lizenz veröffentlicht und von Freiwilligen beschrieben und textlich erfasst werden, findet keine Erwähnung. Und auch LibraryThing, ein 2005 entstandener Webdienst, der seine Benutzer mit großem Erfolg zur Katalogisierung, &#8220;Anreicherung&#8221; und Vernetzung ihrer privaten Buchsammlungen einlädt, fehlt leider, einschließlich aller Konkurrenzunternehmen.</p>
<p>Das ist deshalb bedauerlich, weil die für das Internet charakteristische Dezentralisierung der bibliographischen Informationsströme gerade durch Dienste wie CiteULike einen erheblichen Popularitäts- aber auch Forschungs- und Entwicklungsschub erfahren hat. Man betrachte nur die Flut der fachlichen Veröffentlichungen über bibliographische Social-Bookmarking-Dienste in den fachlichen Repositories DLIST und E-LIS sowie in den anglophonen Fachzeitschriften seit etwa 2004. Einige mit diesen Diensten zusammenhängende Themen werden von Wissen durchaus berührt. Er findet zum Beispiel mit den Experten heraus, dass das Semantic Web Bestandteil des medio- bzw. wikigraphischen Portals sein müsse. (S. 203) Aber die bloße Nennung des Semantic Web lässt nichts von den Spannungen ahnen, die es für das soziale Verhältnis von Zentrum und Peripherie der bibliographischen Information birgt, wenn die partizipativen Strukturen des Web 2.0 und das Semantic Web zusammen kommen. Web 2.0-typische Webservices kombiniert mit den Normdateien der Deutschen Nationalbibliothek würden etwa bedeuten, dass jeder, überall, auch in einem Dienst wie CiteULike, in Wikisource oder in einem eigenen Weblog, Verknüpfungen zu einem Schlagwort erzeugen kann. Ohne also abzuwarten, ob ihm im Jahr 2015 in einem zentralen Portal der traditionellen bibliographischen Diensteanbieter eine &#8216;Mitmach-Schicht&#8217; zugewiesen wird, in der er dann ein wenig mit-erschließen darf. Der Autor gibt in seinem Resümee  zu Erkennen, dass er durchaus um die Eigendynamik seines Gegenstands und die Eigenwilligkeit der Benutzer weiß. (S. 326 f.) Ob das auch für auch die interviewten Sprecher dieses Delphi-Orakels der bibliographischen Zukunft gilt, muss nach der Lektüre des Buchs allerdings dahingestellt bleiben.</p>

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