HOBSY-Workshop 2011: Die zweite Hälfte


(Vgl. die erste Hälfte)

5. Katalogübersicht in HOBSY-Katalogen (Manfred Nowak – TIB/UB)

  • Ziel: bessere Übersicht der Katalogauswahl (bisher nur nach Zufall: Reihenfolge des Beitritts zu HOBSY)
  • Idee: HOBSY-Seite gleich durch neue Katalog-Auswahl ersetzen (altes Layout stammt von 2002 – bald 10jähriges Jubiläum)
  • Vorschau: http://www.hobsy.de/katalogauswahl/

6. Libconnect (Christian Hauschke – Bibliothek der Fachhochschule Hannover)

  • „Wir haben hier jetzt eine Weltpremiere“ ;-) (Auf jeden Fall ist es eine Hannoverpremiere)
  • EZB und DBIS in Typo3 einbinden. FHH-Bibliothek hat diese Typo3-Extension, die als AUftragsarbeit von Agentur entwickelt und Open Source zur Verfügung gestellt wurde, jetzt versuchsweise in ihre Website eigebunden.
  • Verschiedene Arten der Einbindung, z.B. Hosting anderswo, aber Layout angepaßt an eigene Website; oder: Javscript-Mashup, z.B. delicious-Links der FHH-Bib und der TIB/UB; hier: enge Einbindung durch eine Typo3-Extenion, die Daten über XML-Schnittstelle austau
  • Fehler und Probleme der Extension werden von FHH-Bib jetzt zusammen mit den Urhebern, der SUB Hamburg, gelöst
  • DBIS komplexer in Darstellung, mehr Aufwand auch für optische Anpassung. EZB in FHH-Bib quasi schon im Produktivbetrieb
  • Erweiterung ist Open Source, dadurch gute Nachnutzbarkeit.
  • Idee aus TIB/UB: Analog eine Open-Source-Typo3-Extension für LOTSE? (Integration von LOTSE in die TIB/UB-Homepage)

7. YQL-als Datenschnittstelle (Stefan Goetz – Arbeitsgemeinschaft Hannoverscher Behördenbibliotheken)

  • Ziel: Interesse wecken; noch am Anfang der Beschäftigung, kein fertiges Produkt/Konzept
  • YQL sehr reduzierte Variante von SQL
  • YQL kennt nur sehr wenige Statements verglichen mit SQL (http://developer.yahoo.com/yql/guide/statement_summary.html) Vgl. zu YQL insgesamt: http://developer.yahoo.com/yql/
  • Ausgabe optional in JSON, was sehr einfache Einbindung von strukturierten Daten in beliebige Websites erlaubt, z.B. Ergebnis einer Abfrage nach neu erworbenen Titeln zu Thema XY, die sich immer wieder aktualisiert
  • Livedemo: Konstruktion und Ausführung einer Query bei arXiv
  • Nützlich im Kontext open data bzw. open data Voraussetzung für entsprechende Dienste
  • weiterhin: Kontext open government (Transparenz von Verwaltungshandeln)
  • Bibliothekarische Anwendung: Abfrage DDC-Notationen bei DNB (wegen https nicht mit jedem Client möglich, REST mit YQL hilft): Verknüpfung von BASE und DNB-Daten als Beispiel

8. Bibliotheks-Apps für Smartphones (Lambert Heller – TIB/UB)

  • http://www.slideshare.net/lambo/hobsy2011
  • Definition Smartphone
  • Wichtigkeit des Themas
  • Wie sieht der Markt aus?
  • Schwerpunkt: Was gibt’s schon an Anwendungen für Bibliotheken?
  • Weiterlesehinweise (gut bestelltes Feld)
  • Neues Arbeitsgefühl durch Touchscreen (analoge Erfahrung zu Fenstermanager beim PC Mitte der 1990er Jahre)
  • Charakteristisch: Zahlreiche Sensoren (Kamera, GPS-Modul, Bewegungssensoren etc.)
  • Voraussetzung: günstige Datenflatrates („always on“ setzt sich durch)
  • neues Konzept der Verteilung von Anwendungen („App-Store“)
  • Heller vor drei Jahren: Ist nur Spielzeug für Technikfreaks. Heute zu revidieren (mit quantitativen Daten untermauert: heute schon 1 Millarde Smartphones von weltweit 4 Millarden Handys. Von neuen Handys schon 33 % Smartphones
  • Aus Sicht der Anbieter: Hälfte der Anfragen an Google kommen schon von mobilen Endgeräten, bei Facebook: ein Drittel etc.
  • Perspektive: in wenigen Jahren gleichviele bis mehr mobile Endgeräte
  • Übersicht über Plattformen; auffällig: 600% Wachstum bei Google Android in 2010 (Marktanteil 33%), Gewinn hingegen bei Apple mit AppStore gigantisch ($1.782.000.000), alle  anderen Plattformen: Größenordnung $100.000.000
  • Blackberry: Smartphone-Modell der Vergangenheit, Symbian „sowas von Vergangenheit“, „Entwicklung verschlafen“
  • Gemeinsame Plattform: HTML5 + HTTP-URI + JavaScript + Geräte-API
  • Einschränkung: nur online? Kein Thema mehr, auch Browser als Plattform für Offline-Anwendungen längst möglich und Trend (vgl. VMware)
  • Vorschlag für Sortierung von bibliothekarischen Anwendungen (mit Ranking):
  • a) lokale Infrastruktur:
    • Beschilderung in puncto Mobilgeräte. Kann man nicht mehr einfach verbieten, eher: Ton aus, nicht telefonieren. Dem sollte Verbotsbeschilderung Rechnung tragen. Dies ist bereits Standard in vielen Bibliotheken.
    • Verfügbarkeit benutzerfreundliches WLAN? (Viele „Geschmacksrichtungen“: Eduroam, Gästeticket, Bezahlticket, freies Netz, Beispiel „Studentenstadt“ Exeter ist eine riesige WiFi-Zone)
  • b) Sucheinstiege
    • BSB OpacPlus erste Anwendung für mobilen Katalog in Deutschland
    • nicht nur native Apps (vgl. VuFind)
  • c) Ebook-Reader
    • textunes (Angebot von Hugendubel, analog zu iTunes, aber sehr beschränktes Angebot verglichen mit Amazon)
    • Sony-Reader (native Android-App)
    • dedizierte Geräte (Amazon Kindle)
  • d) Lokalisierung
    • Standorte, Rauminformationssystem, bis zu Verlinkung von Katalog zu Regalstandort
  • e) Soziale Präsenz, Chat etc.
    • Chat (via Skype, Textchat etc. -> ggf. auch als Mobile Anwendung anzubieten)
  • f) QR-Codes und Co.
    • reales Beispiel schon in UB Heidelberg (man kann aus Katalog QR-Code zu einem Medium bekommen, abfotografieren und weiternutzen – statt Signatur auf Zettel zu schreiben und dann am Regal zu suchen)
  • g) Augmented Reality
    • Livedemonstration: Shelvar – Augmented Reality App zum Finden verstellter Bücher

Diskussion

  • Frage: Warum nicht eine App für HOBSY-Bibliotheken gemeinsam  entwickeln (lassen). Möglichkeit, sich innovativ zu zeigen und Nutzern  entgegen kommen.
  • Hauschke:  Gibt schon ein Beispiel: App zur Nutzerkontoverwaltung (kostenlos  verfügbar): Edsync (siehe im Blog von Edlef Stabenau)
  • Hauschke:  sinnvoller, erstmal vernünftigen Katalog ins Netz zu stellen, der  bereits mobiltauglich ist (VuFind oder sonstiger moderner Katalog, auch  Primo und Touchpoint können das schon)
  • Selber entwickeln oder kaufen? (altes Thema) Frage der Nachhaltigkeit
  • evtl. Thema für nächste HOBSY-Sitzung?
  • Wie Seiten mobilgerätefreundlicher gestalten?
  • Feig: Mobiloptimierte Seite nach eigener Erfahrung wesentlich besser nutzbar als App.
  • Tempel: Apple schließt sich selbst ein, Android wenigstens offene Plattform, Zukunft: HTML5 und darauf basierende Browseranwendungen.

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