5 responses to “Multiple Katalog-Anreicherung, das Sortieren in Blogs und die SWD 2.0 – Bericht von der GfKl-Tagung in Hamburg”

  1. Rainer

    Weiteres Feedback zu meinem Vortrag. Walther Umstätter, Bernd Lorenz und andere brachten zum Thema Blogs ein Thema auf, das schon auf dem vergangenen Bibliothekartag diskutiert worden war: Mit Blogs und blog-artigen Webanwendungen werde zu viel Belangloses produziert; es müsse gefiltert werden, was davon gesammelt wird.

    “Das ist ein Punkt, den ich nie ganz verstanden habe. Das Argument kann ja jedenfalls nicht sein, daß das Gebloggte “zu viel Platz” wegnehme. Die Preise für Speicher und Bandbreite im Netz fallen wie Steine, und Blogs und blog-artige Medien sind vorwiegend textueller Art. Um das einmal mit konkreten Daten zu illustrieren: Laut Edlef Stabenau nehmen die knapp 20.000 Beiträge des netbib weblogs in dessen Datenbank ca. 100 Megabyte ein; die textuelle Information aus diesem verhältnismäßig riesengroßen Weblog paßt demzufolge sieben mal auf eine CD. (Danke fürs Nachschauen, Edlef!)” Ich habe auch an dieser Veranstaltung teilgenommen, es ging kaum um Die Frage des benötigten “Platz” vielmehr um die Qauntität der Beiträge: wer soll bestimmen welche Beiträge erfasst werden sollen? Um dies in die Praxis zu führen: wie hält es denn die TIB mit Blpg-Beiträgen? Werden schon welche formal und inhaltlich erfasst?

  2. jge

    Alles zu sammeln mag vielleicht möglich sein. Aber wollen wir wirklich alles aufheben? Oder drückt sich hier nur die Unlust aus, Kriterien zu definieren?
    Natürlich kann man darüber streiten, dass man jetzt nicht wissen könne, was zukünftige Generationen an “historischen Dokumenten” interessiert, als die Weblogs in Zukunft auch mal gelten mögen. Aber daraus folgt ja nicht, dass man alles aufheben sollte.
    Natürlich gibt es professionelle, semiprofessionelle und sonstige mehr oder weniger gut geschriebene Weblogs. Und das ganze belanglose Zeug, plus die zigtausend “Ich habe auch ein Weblog – aber keine Einträge außer dem ersten”-Blogs. Alles aufheben? (Bin Ihrer Meinung, dass die Erschließung kein wichtiges Thema ist: Metadaten legen die Benutzer genug selbst an.)

    Was die SWD angeht und den OPAC: bin Ihrer Meinung.

  3. danilola

    Ich habe eine Frage zu Deinem 3. Punkt. Ich verstehe den Sinn einer Schlagwortnormdatei 2.0 ehrlich gesagt nicht. Gerade in der Vielfalt der verwendeten Begriffe, die User_innen zum Erfassen ihrer Informationen benutzen, liegt der Reiz und der Gewinn des Web2.0 und auch die Chancen einer umfassenderen Erschließung.
    Mich hat es bereits auf dem Bibliothekar_innentag gewundert, dass von einigen Bibliothekar_innen angedacht wird ein Denken und auch die normierten und hierarchisierten Mittel der zweiten Ordnung der Ordnung in die dritte Ordnung der Ordnung (siehe auch Weinberger) zu überführen.
    Ich persönlich schätze gerade die Freiheit der Begriffe, die ich für meine Tags verwenden kann. Hier kann ich ohne längere und mühsame Diskussionen z.B. geschlechtergerecht “verschlagworten”, wie ich möchte, um nur ein Beispiel aufzuzeigen.
    Eine Normierung von Tags halte ich persönlich, für ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.

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