9 responses to “Ordnung im Blog – Praktiken des Bloggens”

  1. Mari*us

    Der Inhalt deines Vortragsthemas überflügelt den Titel des Posts bei weitem. Besonders interessant finde ich die Verknüpfung von bloggen + neuer Aufgabe + Bibliothekar_innen. Das trifft es irgendwie so gut: denn Raushalten ist nach deinem letzten Post ja auch keine Alternative mehr. Pow.

  2. jge

    Immer die Rede von “Informationen”. Welcher Art sind die “Informationen”, die auf “neue Art” nutzbar werden? Wäre es nicht zutreffend festzustellen, dass für eine ganze Reihe von Informationsarten das Blog oder eine Bloggruppe eine eher schlechte Brutstätte ist, aber das gerade Ideen dort reifen können. Auch faktische Informationen sind von eher begrenztem Wert: Liveblogging über Fußball z.B. würde ich nicht lesen.

  3. jge

    Danke für die Blumen (Jochum) — Beitrag ist auch online zu lesen: http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus/volltexte/2008/1000/ — und Ihre Antwort. Die Frage nach den Informationen habe ich ja eher im Zusammenhang der von Ihnen aufgeführten bibliothekarischen Rolle gestellt, d.h. Sie schrieben als dritter Punkt: Blogs sammeln und erschließen Informationen, und sie schreiben weiter unten dann noch vom “Umgang mit Informationen insgesamt”. Aber Informationen wiederkäuen ist ja nicht dasselbe wie ausbrüten. Mir sind einige philosophische Blogs bekannt (leider kein deutsches), die in der Tat gerade die Ideen oder Gedanken vorstellen, womit die Autorinnen und Autoren sich beschäftigen, und die Kommentare führen dann zu einem ersten peer reviewing der Argumente. Tolle Sache: aber das Gegenteil von der bibliothekarischen Blogfunktion. Mich überzeugt also Ihr 3. Punkt nicht recht.

  4. jge

    Ja, sicher ein Missverständnis, aber wohl woanders. “Blogs sammeln und erschließen Informationen”: das nenne ich eine “bibliothekarische Funktion von Blogs”, die natürlich in jedem Wissenschaftsbereich und nicht von Bibliothekaren wahrgenommen werden kann. Finde ich nützlich. Ist aber im wesentlichen dann eine Weiterleitung.
    Und dann gibts, idealtypisch, Blogs, in denen Erkenntnisse “produziert” werden, die also für sich selbst stehen.

    Wenn ich mich jetzt frage, bei welchem Typ die bibliothekarische Arbeit daran lohnt (Sammeln, erschließen), würde ich sagen: in erster Linie die zweite.

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