Hier passiert gerade nicht viel, weil…
- ich in der letzten Zeit fast ausschließlich im TIB|Blog schreibe
- und ansonsten vor allem twittere (@Lambo).
- Einiges was ich sonst noch so mache steht unter About me.
Have fun!
In der von Margo Bargheer (SUB Göttingen) organisierten Session 4: Anwendungs- und Nutzungsbeispiele von Open Access bei den Mittwoch und Donnerstag stattfindenden Open Access Tagen 2012 in Wien soll es um neue netz-orientierte Arbeitsweisen von Forschern, Social Media, alternative Metriken und die Anerkennung neuer wissenschaftlicher Publikationsformen gehen. Als Teilnehmer einer kleinen Podiumsrunde zu diesem Thema war ich dazu aufgefordert, einige Thesen (“möglichst provokant”) mitzubringen.
Zudem mache ich hier eine Anregung für die Open Access Tage 2012, nämlich — mit ernsten Absichten, weiter unten mehr dazu — Wetten abzuschließen auf Entwicklungen, die bis zu den Open Access Tagen 2014 stattgefunden haben werden.
Google+Im Blog des InfoCamp Chur 2012 (#icamp12) hatte ich vor ein paar Wochen eine Session über Beratung für WissenschaftsautorInnen an Bibliotheken und Informationseinrichtungen angekündigt. Die Session fand als Teil dieser hochinteressanten Unkonferenz (vgl. auch den Bericht auf der Website der HTW, sowie einen weiteren Bericht im Blog von Rudolf Mumenthaler) statt und wurde — wenngleich leider nicht zum zuvor angekündigten Zeitpunkt — unter reger virtueller Beteiligung als Live-Videostream übertragen.
Im Workshop haben wir einige grundlegende Voraussetzungen für eine effektive Information und Beratung von Autoren durch eine wissenschaftliche Bibliothek / Informationseinrichtung diskutiert, die ich im folgenden thesenhaft aufzähle:
Continue reading “Publikationsberatung: Neun Thesen vom #iCamp12″
Google+Auf der DGI-Konferenz 2012 (“Social Media & Web Science — Das Web als Lebensraum”) war ein Fotograf, der feine Bilder beim von mir moderierten Panel gemacht hat.
Hier einige meiner persönlichen Favoriten, die ich euch nicht vorenthalten will.
Continue reading “Bilder von der DGI-Konferenz 2012″
Google+“our goal is to provide a high-quality, open corpus of web crawl data” (Common Crawl) “An openly accessible archive of the web — that’s not owned and controlled by Google — levels the playing field pretty significantly for research and innovation.” (James Walker)Die vor vier Jahren gegründete Stiftung Common Crawl konnte Anfang dieses Monats erstmals einen Index von fünf Milliarden Webseiten veröffentlichen, den sie mit eigenen Webcrawlern zusammengestellt hat. Das könnte der Beginn einer erneuten Revolution in der Erschließung und Erforschung des Webs sein, wie ich im folgenden Beitrag skizzieren will. Continue reading "Common Crawl — Beginn einer erneuten Revolution in der Erschließung und Erforschung des Webs?"
Die Idee der vier kurzen Links habe ich von Adrian Pohls Stimme von neulich.
Als Artikelbild habe ich, halbwegs passend zu meiner “Hauptmeldung”, das Cover der erst vor wenigen Wochen erschienenen Aufsatzsammlung Alles über Wikipedia gewählt.
Die TIB/UB Hannover hat gerade eine Umfrage zum Thema Literaturverwaltung gestartet. Bitte nehmt / nehmen Sie teil. Es ist nämlich gar nicht so leicht herauszufinden, wer welche Literaturverwaltung benutzt, welche Features geschätzt oder vermisst werden, und wie man die Leute (insbesondere aus Sicht einer Bibliothek) dabei am besten unterstützen kann.
Als Verfechter von Open Data werden wir alle Umfrageergebnisse natürlich frei zur Verfügung stellen. (U.a. als CSV-Datei.) Bei den Benutzerkonten der TIB/UB auf Facebook und Twitter wird von der Bekanntgabe der Ergebnisse zu erfahren sein, dort sollen die Ergebnisse natürlich auch mit der Community diskutiert werden. Und, versprochen: Alle wichtigen neuen Diskussionsstränge und Einsichten werden wir ganz zum Schluß in diesem Blog hier verlinken und zusammenfassen!
http://www.tib.uni-hannover.de/de/aktuelles/aktuell/newsdetail/article/citavi-endnote-zotero-und-co/1.html
Disclaimer: Ich bin Mitarbeiter der TIB/UB Hannover und Autor der Umfrage.
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Alf Eaton stellt in HubLog ein Skript vor, daß er für Google Texte & Tabellen (kurz Google Docs) geschrieben hat. Nach Installation des Skripts innerhalb der Google-Dienste
Ein schönes Detail: URLs statt DOIs
Zwei weitere interessante Details
{{cite:doi:10.1038/nchem.1108}}
Kurze Antwort: Weil es der überfällige Anfang vom Ende traditioneller Literaturverwaltung ist.
Eine etwas ausführlichere Antwort liefert das folgende Selbstzitat (sorry für die Stillosigkeit), ein Kommentar von mir in diesem Blog vor einigen Monaten:
In einer idealen biobliographischen Welt bekommt ein Werk in dem Augenblick, in dem es in die (Netz-)Welt gesetzt wird, eine identifizierende URI, unter der dauerhaft Metainformationen abgerufen werden können, und am Besten auch gleich der Volltext frei zugänglich ist. DOI, URN, Handle und Co. weisen den Weg. Was mir fehlt ist ein zweiter Schritt: Unter dem Identifier müßten auch maschinenlesbare (also strukturierte) bibliographische Informationen abrufbar sein. Klingt banal, aber das könnte die Welt der Literaturverwaltungssoftware vom Kopf auf die Füße stellen: Das Dokument holt sich seine bibliographischen Detailangaben anhand von Identifiern im Hintergrund, und der Leser (!) kann wählen, in welchem Stil ihm Quellen und Zitate anzeigt werden.
Die zurzeit größte Hürde: Es müßte sich als Standard etablieren, auf Maschinenanfragen an bestimmte URLs strukturierte bibliographische Angaben z.B. anhand der Citation Style Language in JSON zurückzugeben. Insbesondere Entwickler der Software für Kataloge, bibliographische Webdienste aller Art, Repositories, Journals, aber auch Wikis, Weblogs und andere Publikations-Plattformen aller Art müßten sich dies zu Herzen nehmen. Die relativ rasche Verbreitung von Konventionen wie COinS und unAPI in der Vergangenheit lassen hoffen, daß dies nicht zu fern von der Realität liegt.
Eatons Gründe, seine maschinengestützten Literaturbeschreibung (Literaturverwaltung wäre das ja nicht mehr, da die beschreibenden Daten keinen „Zwischenhalt“ mehr beim Autoren einlegen, der sie verändert, verwaltet etc.) zunächst in Google Docs zu implementieren, kann ich gut nachvollziehen: Es handelt sich um eine besonders populäre, vielseitig einsetzbare und zudem leicht zu skriptende Textverarbeitungsplattform.
Als Leser nimmt mir das Skript eventuell zu viele Entscheidungen vorweg. Wie wäre es, wenn das Skript anhand des Locales (Gebietsschemas) meines Browsers oder Ebookreaders vermutet, daß ich vielleicht den in Deutschland relativ verbreiteten DIN-Zitierstil bevorzuge, und mir eine entsprechende Bibliographie während des Textabrufs erzeugt? Oder ein Schieberegler neben dem Text, der mich frei einstellen läßt, wie ausführlich die bibliographischen Angaben sein müssen?
Wäre ich heute Hersteller einer Literaturverwaltungs-Software, dann würde ich es Zotero und Mendeley gleich tun, die derzeit offenbar viel Energie in die Ausarbeitung und Implementierung von Standards wie der Citation Style Language stecken. Webdiensten, die strukturierte bibliographische Angabe liefern, abrufen, verschieden formatiert darstellen, aber z.B. auch disambiguieren, in Sets präsentieren, sortier- und durchsuchbar machen, gehört die Zukunft.
Warum soll ich mir schließlich eine Software kaufen und auf meinem Rechner installieren, warum mir einen Account bei einem kommerziellen Webdienst anlegen, wenn ich mir mit kostenloser und quasi überall verfügbarer Software wie Zotero und WordPress eine tadellose Bibliographie generieren kann? (Vgl. Katie Seaborns Zotpress.) Ein weiteres WordPress-Plugin, das — ohne Zotero — ganz ähnlich wie Alf Eatons Skript funktioniert, ist KCite.
Eigentlich ist es ein No-Brainer: Die Zukunft der Literaturverwaltung ist das Verschwinden komplizierter und manchmal teurer Literaturverwaltungs-Clients. Vorbei die Zeiten, in denen Autoren kleine Experten für bibliographische Datenbanken sein sollten. Wir Informationsprofis haben diese Fiktion der einschlägigen Client-Hersteller (und vor allem -Verkäufer) lange genug reproduziert. Endlich sehen wir all das allmählich verschwinden — es wird höchste Zeit!
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